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Wiederaufbau und Optimierung meiner 900 SS


Duc-Schmidti

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Verstehe gerade das Schlauch-Problem nicht: Die ganzen 748 / 916 / 996 / 998, die Einspritzmonster usw. haben doch diese Schläuche. Kann man die nicht bei Ducati bestellen? Gibt´s die da nicht mehr? Oder zu teuer, oder was ist genau das Problem damit? 🤔

 

https://www.rct-online.de/de/schlaeuche/schlaeuche-nach-einsatzbereichen/treibstoffschlaeuche

 

https://www.schlauch-profi.de/schlaeuche/oel-und-kraftstoff/?p=1

 

https://www.pumpen-peters.de/products/Kraftstoffschlauch-tauchfest%2C-Benzin-Intankschlauch%2C-Tank-Innenschlauch%2C-8-mm%2C-in-Tank-Montage/3/1502/

 

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Am 27.5.2023 um 18:00 schrieb Duc-Schmidti:

Bin dann ca. 300 m weit gekommen. Broooppppp... Motor aus. Sprang auch nicht mehr an. Klang so, als käm kein Sprit. Stille. In der Ferne war nur der Applaus an der Pommesbude zu hören.

Ich hatte beim Lesen so ein Kopfkino mit einer Zeitreise in meine Vergangenheit... und wie ich das überhaupt nicht vermisse, nach Tagen und Nächten des Schraubens, kurzer Jubelarie (Moped springt an), doch wieder zu stranden.

 

Da muss man hart wie Thors Hammer sein. Genau wie du Schmidti, du harte Sau! Das ist nur liebenswert und ermunternd gemeint, hau rinn!

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vor 22 Minuten schrieb Ben:

Da muss man hart wie Thors Hammer sein

 

Da ich es auch geschafft habe, 2 Km von der gleichen Halle zu stranden und somit Vorbildfunktion hatte, darf ich "Thors Hammer" auch an meiner Verkleidungsscheibe bappen? Bitte bitte... 🤗  

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Am 29.5.2023 um 07:18 schrieb bergbewohner01:

Verstehe gerade das Schlauch-Problem nicht: Die ganzen 748 / 916 / 996 / 998, die Einspritzmonster usw. haben doch diese Schläuche. Kann man die nicht bei Ducati bestellen? Gibt´s die da nicht mehr? Oder zu teuer, oder was ist genau das Problem damit? 🤔

 

https://www.rct-online.de/de/schlaeuche/schlaeuche-nach-einsatzbereichen/treibstoffschlaeuche

 

https://www.schlauch-profi.de/schlaeuche/oel-und-kraftstoff/?p=1

 

https://www.pumpen-peters.de/products/Kraftstoffschlauch-tauchfest%2C-Benzin-Intankschlauch%2C-Tank-Innenschlauch%2C-8-mm%2C-in-Tank-Montage/3/1502/

 

 

Moin,

 

@bergbewohner01 ja, die Originalen von Ducati kann man kaufen, sind aber wirklich verhältnismäßig teuer.

Bei mehreren Motorrädern kommt da schon ein nicht unerheblicher Betrag zusammen.

Außerdem habe ich ja hier und da etwas umgebaut und benötige daher nicht immer die Standard-Länge.

Und da ich ja öfter etwas bastel, möchte ich gerne immer ein paar Meter "auf der Rolle" als Reserve haben.

Da lege ich mir nicht 10 Abschnitte Ducati-Original für 400 Eur in die Schublade, wenn ich 10 Meter für 50 Eur bekommen kann.

 

Und natürlich habe ich bei der Bestellung darauf geachtet, was die können (sollen) - siehe das oben zitierte Datenblatt.

Aber was hilft mir das auf dem Papier, wenn sie im echten Leben dann aufquellen?

 

Zum Glück hatte ich tatsächlich noch welche von der ST2, die ich bereits an die 50er Einspritzbrücke gebaut hatte, mit der ich am Sleipnir Moped irgendwann mal experimentieren wollte.

Diese Schläuche habe ich jetzt an die SS gebaut, brauche aber dafür früher oder Später wieder Ersatz.

 

Nach den ersten Kilometern ist mir aufgefallen, daß sie viel zu fett läuft. Den ersten Satz Zündkerzen habe ich wohl schon durchnässt und zerschossen. 😞

 

Ja, die Frage kommt etwas spät, ich hätte sie besser vor dem Einbau der Vergaser stellen sollen...

 

Kann mir hier jemand Tips für ein Grund-Setup meiner Keihin FCR 39 geben?

Verbaut sind 145er Hauptdüsen, der Motor hat originale 904 ccm, aber höher verdichtende Kolben. Original-Krümmer und offene BOS-Schalldämpfer, Luftfilter und -Kasten sind original.

 

Ich habe im Netz verschiedene und stark abweichende Angaben zur Öffnung der Luftschraube, Gemischschraube, sowie Größen der Leerlaufdüse, Hauptdüse etc. gefunden.

Hat vielleicht jemand eine ähnliche Konfiguration wie ich und kann mir sowas mal durchgeben, damit ich einen Anhaltspunkt habe, bei dem ich beginnen kann, damit das Motorrad grundsätzlich erstmal vernünftig läuft?

 

Vielleicht ist die Frage auch naiv - ich habe mich ja bisher noch nie wirklich mit Vergasern befasst und bitte um Nachsicht 😉

 

Edited by Duc-Schmidti
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vor einer Stunde schrieb Duc-Schmidti:

 

Moin,

 

@bergbewohner01 ja, die Originalen von Ducati kann man kaufen, sind aber wirklich verhältnismäßig teuer.

Bei mehreren Motorrädern kommt da schon ein nicht unerheblicher Betrag zusammen.

Außerdem habe ich ja hier und da etwas umgebaut und benötige daher nicht immer die Standard-Länge.

Und da ich ja öfter etwas bastel, möchte ich gerne immer ein paar Meter "auf der Rolle" als Reserve haben.

Da lege ich mir nicht 10 Abschnitte Ducati-Original für 400 Eur in die Schublade, wenn ich 10 Meter für 50 Eur bekommen kann.

 

Und natürlich habe ich bei der Bestellung darauf geachtet, was die können (sollen) - siehe das oben zitierte Datenblatt.

Aber was hilft mir das auf dem Papier, wenn sie im echten Leben dann aufquellen?

 

Zum Glück hatte ich tatsächlich noch welche von der ST2, die ich bereits an die 50er Einspritzbrücke gebaut hatte, mit der ich am Sleipnir Moped irgendwann mal experimentieren wollte.

Diese Schläuche habe ich jetzt an die SS gebaut, brauche aber dafür früher oder Später wieder Ersatz.

 

Nach den ersten Kilometern ist mir aufgefallen, daß sie viel zu fett läuft. Den ersten Satz Zündkerzen habe ich wohl schon durchnässt und zerschossen. 😞

 

Ja, die Frage kommt etwas spät, ich hätte sie besser vor dem Einbau der Vergaser stellen sollen...

 

Kann mir hier jemand Tips für ein Grund-Setup meiner Keihin FCR 39 geben?

Verbaut sind 145er Hauptdüsen, der Motor hat originale 904 ccm, aber höher verdichtende Kolben. Original-Krümmer und offene BOS-Schalldämpfer, Luftfilter und -Kasten sind original.

 

Ich habe im Netz verschiedene und stark abweichende Angaben zur Öffnung der Luftschraube, Gemischschraube, sowie Größen der Leerlaufdüse, Hauptdüse etc. gefunden.

Hat vielleicht jemand eine ähnliche Konfiguration wie ich und kann mir sowas mal durchgeben, damit ich einen Anhaltspunkt habe, bei dem ich beginnen kann, damit das Motorrad grundsätzlich erstmal vernünftig läuft?

 

Vielleicht ist die Frage auch naiv - ich habe mich ja bisher noch nie wirklich mit Vergasern befasst und bitte um Nachsicht 😉

 

 

 

http://www.bikeboy.org/900SSwithkeihinfcr39and41mmcarbs.html

Zitat

He had previously owned a similarly modded 900SL fitted with FCR 39 and had spent quite a bit of time tuning then on the road, so he had some prior experience for fitting the 41mm to his 900M.  In the end he ran the same jetting as he had on the SS with 39mm – 160 main, std needle on the sixth notch, 52 pilot jet.

 

Und:

 

http://www.bikeboy.org/graphs/900fcrg1.jpg

http://www.bikeboy.org/graphs/900fcrg2.jpg

Zitat

The first bike got FCR 39.  When I dynod the first bike I started out with 160 main jets that Tony was running.  As they were clearly too rich we tried 152 mains.  Based on that result I fitted it with 150 after the dyno session was over.  The next graph shows power and air fuel for this bike - before in green, FCR 39 with 160 main jet in red and 152 main jet in blue.  12:1 air fuel ratio is still too rich, but I like to see 12.5 – 12.7 and figured 150 mains would get me there.

 

 

 

Abschließend:

 

Zitat

I changed the jetting a little on both of these 900SS.  Std jetting on the Sudco FCR kits (both 39 and 41) is 155 mains, 200 main air jet, 60 pilot, EMT needle on the third notch, slow air screw 1 1/2 turns out and slow fuel screw 3/4 turn out.  On the 39 bike I ran 150 mains, 55 pilots, needle on the fourth notch and wound the slow air screw in 1/4 of a turn. 

 

 

Lies mal den ganzen Bericht, dann wirds klar.

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Düsenempfehlungen über das Forum abzugeben ist immer schwierig. Läuft sie fein, beschleunigt sie ab ca. 75% Schieberöffnung noch oder ruckelt oder wird sie träge etc sind Indikationen zur Haupdüse etc. Ein Prüfstandslauf ist viel mehr Wert als hier xx post zu schreiben. Aber mit den vorhandenen Angaben kann man einen Start tun. Wenn man ohnehin nur Teillast in der Stadt rumhoppelt dann ist die Hauptdüse ohnehin fast nur am schlafen und man läuft nicht in Gefahr den Kolben thermisch zu stressen. Wichtig die Lambdawerte werden bei den Keihin mit der enorm lange spritzenden Beschleunigerpumpe stark beeinflusst. Für eine Abstimmung nach Gefühl auf der Strasse wäre diese temporär stillzulegen. Dann spürt man die verschiedene Kreisläufe besser. Wenn sie ohne Beschleunigerpumpe ordentlich Druck macht würde ich erst einmal fahren. Wie oben geschrieben, ein Prüfstandslauf, oder natürlich mehrere, hilft bei der Abstimmung ungemein. Wenn der Vollastbetrieb, also volle Schieberöffnung und runter bis. ca. 75% aber die Ausnahme sind, dann genügen Hosenbodensensoren auch bei der Abstimmung.

Gruss Konrad

Edited by humlik
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Guten Abend,

 

danke @Ben für die Links.

Darunter fand ich das Auslieferungssetting der Keihins, nämlich:

 

"Base settings:

Fuel screw (mixture screw) 3/4 turn

Slow Air Screw1-1/2 turns

Float height9mm

Main Jet155

Main Air Jet200

Slow Jet60

NeedleEMT

Needle Clip3rd from top"

 

Ich habe die Teile nochmal teilweise ausgebaut und dann notiert, was bei mir Sache ist.

Ja, hätte ich sofort machen sollen. Ich weiß. :huh:

Spoiler: Es war total verstellt und "irgendwie" zusammengebaut.

Vor dem Zerlegen und Reinigen habe ich dummerweise genau NICHTS notiert. :tuete:

 

Immerhin sah es aber von den unveränderlichen Werten bei mir schonmal gut aus und ich habe auf Empfehlung

aus einem anderen Forum mal mit 1 1/2 Öffnung der Gemischregulierschraube begonnen:

 

IMG_20230604_192406_7.thumb.jpg.4b884bffe58c210eec3437f10f97cec0.jpg

 

Die Position der Nadel habe ich allerdings bis heute nicht geprüft. Aber auch nicht verändert.

 

Mit diesem "Grundsetting" sprang das Motorrad immerhin an.

Ging aber nach wenigen Minuten auch wieder aus.

Kerzen raus - total naß.

 

Als nächstes habe ich die Gemischregulierschraube auf die "Auslieferungswerte" eingestellt, also 3/4 Umdrehung auf.

 

Das Motorrad startete damit deutlich besser und fuhr auch ganz passabel.

 

Im Schiebebetrieb um 3000 ruckelte es etwas.

Beim Gas aufreißen darüber sprotzte und kotzte es deutlich.

 

Die Zündkerzen sahen nach der Probefahrt dann so aus:

 

IMG_20230605_165906_2.thumb.jpg.1f7c333c54d986191c648d6e55ab101b.jpg

 

Im nächsten Durchgang habe ich die Gemischregulierschrauben etwas rein gedreht, auf etwa 1/2 Umdrehung offen.

Das Motorrad sprang etwas schlechter an, das Ruckeln um 3000 war noch da, aber beim Gas aufreißen ging es

ruckfrei und mit Nachdruck vorwärts.

 

Die Kerze des liegenden Zylinders sah danach so aus (unscharfes Bild, aber die Farbe sollte erkennbar sein):

 

IMG_20230605_173119_2.thumb.jpg.f9ecf705eed8073a29a70de700a5eee5.jpg

 

Beim stehenden Zylinder war noch etwas Ruß zu sehen. Eventuell lag das aber an meiner unsauberen Einstellung.

Nach der Probefahrt habe ich gemerkt, daß die Gemischregulierschraube des Stehenden doch noch weiter offen war,  als 1/2 Umdrehung.

Diese habe ich nun auch nochmal angepasst, bin danach aber nicht mehr gefahren.

 

Ich würde das jetzt erstmal so lassen, oder was meint Ihr?

 

Bei der letzten Proberunde fing übrigens die Batterieleuchte an zu leuchten.

Verbaut ist ein alter 2-adriger Regler.

Gemessen habe ich danach an der Batterie knapp über 13 Volt bei ausgeschaltetem Motorrad.

Im Leerlauf waren es ca. 13,6 Volt.

Bei höherer Drehzahl stieg die Spannung auf ca. 13,8 Volt.

 

Das klingt für mich erstmal nach gesundem Regler, oder?!?

 

Vielleicht habe ich noch einen Eletrik-Fips in den Kontrollleuchten.

 

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Schöner Fortschritt.

Meine SSalsiccia hat auch Probleme die Spannung von der Lichtmaschine zur Batterie zu bewegen. Aus der Lima und aus dem (neuen) Regler kommt genug Strom. Ich vermute, dass die Kabel nach fast 30 Jahren einfach schon auf den Ruhestand hinarbeiten und mehr Widerstand entsteht als ich brauchen kann. Der intensiver Wasserkontakt bei dir könnten da eventuell auch unterstützend sein. Nur so als Gedanke.

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Am 6.6.2023 um 16:38 schrieb Stolle1989:

Klingt eher so als wenn du die Beschleunigerpumpe etwas weniger einspritzen lassen solltest.

 

Das geht leider nicht... meine Keihins haben keine Beschleunigerpumpe 😞

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Bilder habe ich auf dem Rechner nur diese beiden, kann aber gerne am Wochenende noch welche machen:

 

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Aber eigentlich ist das ja nicht so wichtig.

Ich bin  ja bestimmt 10 oder 15 Jahre glücklich mit den Vergasern herum gefahren und alles hat prima funktioniert.

Es geht jetzt eigentlich darum, die nach dem Zerlegen, Reinigen und Wiederzusammenbau wieder gescheit einzustellen.

Ich habe mir das leider nicht notiert 😞

 

Warum die keine Beschleunigerpumpe haben, weiß ich nicht. Hab sie gebraucht von einem Forumskollegen gekauft und sie waren korrekt beschrieben und alles soweit gut.

Vielleicht wurde da aus zwei einzelnen ein Satz gemacht oder aus einer 4-er Bank zwei Zweier gemacht und die Pumpe hat nun der andere.

 

Wie dem auch sei - sie haben lange und gut einwandfrei gearbeitet. An der fehlenden Pumpe sollte es nicht scheitern.

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Unabhängig der Funktionalität: Kann man die fehlende Pumpe nicht nachkaufen? Die macht ja viel der Flachschieber-Faszination aus. Kann mich noch gut erinnern, wie es bei meiner SL beim Gasaufreissen per Tritt nach vorne ging 😄 Falls möglich und nicht zu teuer, kannst Du ja mal über dieses "Glückstuning" nachdenken.

 

Und melde Dich, mir jucken die Pfoten, habe Blut geleckt wund will ständig SCHRAUBEN 😇

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Kriegst Du hier evtl. keine Hilfe?

 

https://www.motorradonline.de/zubehoer/stephen-topham-grossmeister-fuer-mikuni-vergaser-die-schweizer-uhr-fuer-motorradfahrer/

 

Grundsätzlich sollten die Mikunis sich nicht riesig von den Keihins unterscheiden.

Edited by bergbewohner01
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Am 28.5.2023 um 20:46 schrieb heinhein:

Hör mir bloß auf mit Schläuchen!!!!🤮

 

Die Teile machen mich irre. Irgendwann musste ich dann lernen, das nach Norm benzinfeste Schläuche nur INNEN Benzin fest sind. Im Tank also nicht zu gebrauchen. Bei den Vergasern bin ich jetzt bei diesen angekommen:

 

Für Einspritzer natürlich nicht zu gebrauchen, die können nämlich keinen Druck ab. Falls hier irgendjemand weiß, wo man Schläuche herbekommt, die dauerhaft von innen UND außen Sprit abkönnen, immer her mit der Info. 

Ansonsten natürlich nur 102 Oktan, da soll angeblich kein Ethanol drin sein. 🙄

 

Gruß

 

Heini

 

 

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Taugen die grünen durchsichtigen Schläuche was? Können die halbwegs enge Radien? Bei SD ca.3€ für den Meter.

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vor 1 Stunde schrieb Roland E.:

Taugen die grünen durchsichtigen Schläuche was? Können die halbwegs enge Radien? Bei SD ca.3€ für den Meter.

Was die taugen kann ich noch nicht beurteilen, aber enge Radien ohne Einknicken gehen klar 👌

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vor 21 Stunden schrieb humlik:

Vergiss die, die schrumpfen schnell und härten aus 

Grüße Konrad 

Jaein, es kommt wohl auf den Anwendungsfall an. Ich hab die an meiner Moto Guzzi.

Dort liegt jeweils links und rechts, je ein Vergaser unter je einem Benzinhahn.

Ich bin zufrieden. Man bekommt sie auch super wieder AB und DRAUF.

Aber ja sie härten im gewissen Maße aus. Behalten dadurch eben auch ihre angenommene Form.

Aber aktuell kann ich nicht beobachten dass sie spröde werden.

Und du siehst direkt auf einen Blick, ob Sprit aus dem Hahn zum Vergaser kommt.

 

Bei der SS liegt der Schlauch ja mit Reserve zum Klappen unter dem Tank. Könnte bei der Anwendung natürlich seine Probleme geben.

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  • 3 weeks later...

Vorsicht: Längerer Beitrag mit mehreren Bildern 😄

 

So, die Mopete läuft mittlerweile ganz annehmbar, nachdem ich die Gemischregulierschrauben nochmal penibel eingestellt habe. Da ist echt ein großer Unterschied zwischen 1/2 Umdrehung und 3/4 Umdrehung offen zu spüren.

Jetzt startet sie aber ganz zuverlässig und läuft auch untenrum und im Teillastbereich ganz schön.

Lediglich bei Vollgas gibt es Ruckler.

Hier will ich mit einer größeren Hauptdüse mal testen. Verbaut ist ja eine 145er. Gerne möchte ich mal mit 150 und 155 probieren.

Kann mir jemand eine Bezugsquelle dafür nennen?

Die Angebote Ebay und Co sind seltsam. Entweder man bekommt einen ganzen Satz mit 10 Hauptdüsen von 150 bis 170 für 17 Eur, oder man kann sie alle einzeln kaufen, dann aber für ca 9 Eur pro Stück.

Taugen die Billig-Sätze etwas?

Oder hat vielleicht hier noch jemand je zwei 150 und 155 abzugeben?

 

In den letzten Tagen habe ich mich mit dem Thema Mono-Sitz befasst.

Eine gebrauchte SL Sitzbank fängt scheinbar bei ca. 350 Eur an, wenn man überhaupt eine findet. Und die sind dann

meist auch nicht im besten Zustand.

Also habe ich mir einen GFK Höcker und einen Satz Startnummernfeld-Aufkleber besorgt und will das selber machen.

 

Die Sitzposition ist bei "sportlichen" Motorrädern der späten 80er/frühen 90er Jahre ja meist etwas eigenartig.

Erinnert irgendwie an Dackel reiten.

Man sitzt niedrig, der Kniewinkel ist spitz und man streckt sich lang über den Tank.

Ist bei meiner ZXR auch so.

 

Von daher kam für mich nicht in Frage, auf den Höcker nur einen dünnen Moosgummi-Sitz zu kleben.

Das würde die Sitzposition noch tiefer und unbequemer machen.

 

Außerdem wollte ich unbedingt eine Sitzschale haben, die dann auf den Höcker geschraubt wird. Also so ähnlich,

wie beim originalen SL Höcker. Dabei gefällt mir allerdings das zweiteilige Polster mit separatem Abstütz-Kissen nicht so gut.

Ich möchte es lieber einteilig haben, wie bei der 916 Monoposto.

 

Es gab zunächst einige Überlegungen, wie ich die Sitzschale baue.

Eine Alu-Blechplatte würde ich wohl nie passgenau auf den GFK-Höcker biegen können, wenn sie einigermaßen stabil

sein soll.

Abformen aus GFK schien zunächst als die einfachste Lösung. Aber das mache ich unglaublich ungern und kann es irgendwie nicht.

Komme damit nicht klar. Meist vergeige ich das Mischverhältnis des Harzes oder verhunze die Matten und, und, und.

 

Im Netz bin ich dann auf ein Video eines norddeutschen Händlers britischer Motorräder gestoßen, der die Sitzbänke

aus dem mir bisher unbekannten Material "Vivak" herstellt.

 

Das Zeug sieht aus wie eine Plexiglas-Platte, gibt es in verschiedenen Stärken. Es lässt sich unter Wärme verformen und bleibt nach dem Erkalten dann so.

 

Ich habe es also mal in 3 mm Stärke bestellt und einfach mit dem Heißluftfön losgelegt:

 

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Schon unter seinem Eigengewicht bog sich das Material unter Wärme.

 

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Unterstützt durch Klemmen und Gewichte passte es sich nach und nach an die GFK Form an.

 

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Anschließend die Überstände absägen und mit Feile oder Flex mit Lamellenschleifscheibe in Form bringen.

 

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Da es durchsichtig ist, lässt es sich sehr schön ausrichten und Bohrungen genau positionieren.

 

Zur Befestigung habe ich Nietmuttern, vorsichtshalber mit großen Unterlegscheiben, eingezogen.

 

Nun ging es ans Polstern mit Verbundschaumstoff RG 120, gemäß der Empfehlung im Video.

 

Fertig:

 

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... naja, fast...

Das Ganze dann mit Sprühkleber auf die Vivak-Schale geklebt.

Kleiner Fun-Fact am Rande:

Ich habe immer gesagt, daß ich keine Brille tragen werde, bevor ich 50 bin.

Nachdem ich die Vivak-Platte zum Verkleben komplett angeschliffen hatte bis alles matt war, habe ich dann gemerkt, daß noch eine durchsichtige Schutzfolie drauf klebte.

Also diese schnell abziehen und von vorn beginnen. :guenni:

Naja, ok, in gut drei Monaten ist es eh so weit... :smile_star:

 

 

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Auch hier wieder grob zurecht gesäbelt. Diesmal mit einem langen, scharfen Küchenmesser

 

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Anschließend mit Sprühkleber die nächsten Lagen drauf.

 

Diese konnte ich dann relativ einfach mit der Flex mit Lamellenschleifscheibe in Form bringen.

Man sieht dann nur aus wie Christoph Daum auf der Koks-Party und sollte das unbedingt draußen machen.

 

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So langsam wird´s...

 

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So lasse ich das jetzt.

 

Gestern wollte ich dann den Kunstlederbezug anbringen und habe dabei den Nachteil des Vivak kennen gelernt:

Das Zeug ist dermaßen schlagfest, daß die Klammern meines Elektrotackers entweder abprallen oder verbiegen, bevor sie in das Material eindringen.

Hier muß ich mal schauen, ob ich das vielleicht doch einem bekannten Sattler übergebe.

Ich will es ja nicht auf dem letzten Meter versauen.

 

Zur Form: Das Polster ist jetzt etwas höher als die bisherige Doppelsitzbank. Das finde ich beim Fahren deutlich angenehmer. Und ansonsten passt das für meinen Hintern richtig gut.

 

Jetzt muß der Höcker noch lackiert werden und eine Unterkonstruktion aus Blech und Dämfergummis für die Abstützung gegen den Rahmen gefertigt werden.

 

Unter dem Strich bin ich jetzt mit Lack, Aufklebern usw. bei ca. 250 Eur für die Sitzbank. Also nicht soo weit weg vom gebrauchten Original. Aber meine ist dann natürlich viiiiieeel schöner. :toocool:

 

Das Vivak-Zeug finde ich richtig klasse. Da werde ich mir demnächst auf jeden Fall noch was draus bauen.

Einen Futterschutz für die Drehbank und Fräsmaschine zum Beispiel.

Aber auch Verkleidungsscheiben kann man daraus bestimmt prima selbst machen.

 

 

Edited by Duc-Schmidti
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Jo, alles klar, dann schaue ich mich mal nach Originalteilen um.

Hast Du da eine Bezugsquelle?

 

Weiter ging es heute mit der Serie:"Berufe, die ich nicht machen möchte"

Diesmal die Folge:"Der Sattler und der Polsterer"

 

Nein, nicht negativ gemeint! Ich ziehe den Hut vor den Menschen, die dieses Handwerk heute noch beherrschen und vor Allem: ausführen!

 

(Ich bin sowieso der Meinung, daß junge Menschen viel mehr Möglichkeiten haben sollten, in diverse Berufe über Praktika hinein schnuppern zu können. Mir hat das, im Nachhinein betrachtet, absolut gefehlt. Über die Schrauberei habe ich so viele tolle Dinge kennen gelernt. Wenn ich das mit 16-18 gewusst hätte, wäre ich sicher andere Wege im Leben gegangen.)

 

Den Tacker konnte ich mit anderen Klammern überreden, die Vivak-Platte zuverlässig zu durchschießen.

Erstmal habe ich einen ausreichend großen Lappen Kunstleder ausgeschnitten, so daß ich an allen Rändern des Sattels einen ausreichenden Überstand zum Befestigen habe.

 

Anschließend habe ich einfach mal angefangen und das Material vorne, unten, mittig mit 2 oder 3 Klammern fixiert.

Danach habe ich den Bezug von vorne nach hinten, wechselseitig stramm gezogen und grob fest getackert.

Zwischendurch immer mal mit dem Fön warm gemacht, bis es mit der Hand so eben noch ertragbar war.

Immer wieder Falten raus streichen, spannen, erwärmen, tackern. Von vorne nach hinten, linke Seite, rechte Seite, linke Seite... usw.

 

Am Ende gab es noch einige Überlappungen, die ich erstmal doppelt und dreifach vertackert habe.

Mal schauen, ob ich da nachträglich noch etwas abschneide und ändere.

Die Überstände unten werde ich dann final noch mit Sprühkleber zusätzlich fixieren.

 

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Der Bezug an sich ist im sichtbaren Bereich faltenfrei, offenbart jedoch jede Unebenheit des Polsters darunter.

Da hätte ich mir mehr Mühe geben dürfen.

Alles in Allem bin ich gerade recht stolz und glücklich über meine erste, selbstgebaute Sitzbank!

 

War aber wirklich ziemliche Fummelei und es bedarf echt Fingerspitzengefühl und vor Allem -kraft.

 

Wieder was gelernt und selbst gebaut.

Edited by Duc-Schmidti
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