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Wiederaufbau und Optimierung meiner 900 SS


Duc-Schmidti

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Meine Ignitech habe ich unter der Sitzbank verbaut. Vor Wasser und Fremdzugang geschützt.

Die Kabellänge wurde voll ausgereizt.

 

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Vorsicht mit verlängern oder kürzen der Kabel, ich glaube das mag die Ignitech nicht.

Verlängern geht devinitiv nicht !!!  ---- Das habe ich schon versucht.

Gruß aus dem Harz

Frank

Edited by Duc-Leines
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So, ein unlackierter GFK-Monohöcker ist auch angekommen.

 

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Ob ich die Italo-Flagge auf dem Polster so lasse, weiß ich nicht. Gefällt mir nicht so wirklich.

Wenn jemand an einem Tausch gegen ein neutrales Polster interessiert ist, immer her mit Vorschlägen.

Ansonsten beziehe ich es neu.

 

Kann mir vielleicht jemand mal Tips und Bilder von der Montage so eines Höckers geben?

Der originale SL-Höcker hat auf der Unterseite noch diverse Bleche zur Abstützung gegen den Rahmen.

Das originale Polster ist auf einer stabilen Schale angebracht, welche auf dem Höcker verschraubt wird.

Sollte man das auch so machen, oder geht auch Zellkautschuk aufkleben und allein über die vier Verschraubungspunkte am Rahmen fixieren? Das dürfte doch recht instabil sein und irgendwann Risse bekommen, oder?

 

Das Moped ist ja kein Rennmoped, sondern für die Straße. Da hätte ich es gerne langfristig chic.

 

Den Kabelbaum für das Ignitech TCIP4 habe ich auch soweit fertig und das Ding kommt in das Werkzeugfach, wie von @Duc-Leines gezeigt. Danke dafür!

 

Kann mir hier jemand ein Mapping für die Ignitech-Zündung zur Verfügung stellen? Auf meiner ist noch keins drauf und ich würde gerne auf ein bestehendes aufsetzen, auch wenn ich diverse Parameter wegen der Bimota-Pickup/Schwungrad-Geschichte ändern muß.

Aber so hätte ich schonmal ein Mapping, von dem ich weiß, daß es grundsätzlich funktioniert.

Da ich höher verdichtende Kolben in dem Motor habe, wäre ein dafür ausgelegtes Mapping natürlich mein persönliches Sahnehäubchen 🍦

Doppelzündung habe ich nicht.

 

Besten Dank schonmal!

 

Gestern bin ich fast irre geworden beim Befüllen der hinteren Bremse. Habe ewig gebraucht und die Zangen packten einfach nicht richtig zu. Sattel mit Entlüfterschraube hoch gehängt. Dann alles nochmal umgekehrt. Pumpe hoch gehängt und die Kolben von Hand rein gedrückt und an der Pumpe entlüftet. Nochmal von vorn... da muß doch irgendwo noch Luft drin sein!

Am Ende habe ich dann festgestellt, daß ich den Betätigungsstift des Hebels für die Pumpe ganz rein gedreht hatte und schlicht zu wenig Pumpweg erzeugen konnte.

Aaaargh! Peinlich! Und wieder viel Zeit mit einer Kleinigkeit verbracht... :mecker:

 

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Hier mal meine Einstellungen für meine 750 SS. Läuft mit Original Pickup´s und Zündspulen ohne Schieberuckeln optimal.

Verbaut sind KN Filter , A04 / B04 Rohre und Krümmer von der 900 SS.

 

Sollte auch bei der 900 SS so funktionieren.

 

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Gruß aus dem Harz

Frank

Edited by Duc-Leines
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Kennt Ihr das? Es gibt so Tage, da gelingt einem irgendwie gar nichts. Ich mache es dann so, daß ich den Schraubenschlüssel fallen lasse und nach Hause gehe, weil erfahrungsgemäß auch alles andere, was ich dann versuche, schief geht.

 

Mittlerweile habe ich die SS soweit zusammengebaut, daß ich sie starten könnte bzw. mich um die Einstellung der Zündung kümmern könnte.

Doch wo ist nur dieser verfluchte Zündschlüssel hin?

Knapp 2 Jahre nach dem Zerlegen des Motorrads habe ich alle Teile wieder beisammen - und finde den verf***en Zündschlüssel nicht wieder!

4 verschiedene Ducati-Schlüssel hängen zu Hause am Schlüsselbrett. Keiner passt bzw. keiner öffnet das Schloß.

Sicherheitshalber das Schloß nochmal mit WD 40 und Druckluft behandelt, um auszuschließen, daß es lediglich verdreckt ist.

 

Zum Glück habe ich noch einen Schloßsatz der ST2 auf dem Dachboden gefunden, zu dem einer der Schlüssel passt.

Zur Not kann ich den also einbauen.

ST2-Zündschloß provisorisch angestöpselt, Schlüssel gedreht, kurz Elektrik gecheckt. Beleuchtung geht, Blinker gehen, Benzinpumpe geht, Anlasser dreht, Zündfunke ist grundsätzlich auch vorhanden. Schonmal super!

Ok, Hupe hupt nicht und Bremslicht habe ich verkehrt herum angeschlossen. Das ist schnell behoben.

Sprit in den Tank gegeben, Zündschlüssel wieder rum gedreht - Vergasser suppt in Strömen :evil2:

Feierabend, ab nach Hause!

 

Das kann doch eigentlich nur das Schwimmernadelventil sein, oder? Das ist jedenfalls noch gar nicht so alt und wurde gereinigt. Am besten bestelle ich wohl einen kompletten Dichtungssatz und fummel den ganzen Vergaser-Kram wieder auseinander und neu zusammen. Bah!

Verbaut ist ein Keihin FCR 39 ohne Beschleunigerpumpe.

 

Würde dieses Kit dafür reichen?

https://www.mymoto24.de/produkt/377223/Vergaser-Reparatursatz-26-1368?cpref=goosho&gclid=EAIaIQobChMI0oOayZTb_gIVmAeLCh2NUgewEAQYAyABEgIDaPD_BwE

 

 

Dann ist mir beim Tausch der alten Benzinleitungen noch etwas aufgefallen. Im Schlauch (ich meine, der für die Zuleitung) habe ich eine dicke Stelle gefühlt. Aufgeschnitten und rein geschaut, kam eine alte Vergaserdüse zum Vorschein:

 

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IMG_20230503_185007_3.thumb.jpg.d44ba1df678c152970437041e5372871.jpg

 

Die wird ja nun nicht zufällig da rein gefallen sein, sondern hat jemand da rein gesteckt.

Welchen Sinn aber macht das?

Mit meinem strömungstechnischem Halbwissen meine ich, daß eine Verengung des Querschnitts doch zu einer

Erhöhung der Durchflußgeschwindigkeit führt. Der Druck müsste doch aber im gesamten System gleich bleiben und

allein von der Pumpe vorgegeben werden.

Somit kommt doch am Vergaser nicht mehr Benzin an, als bei großem Durchmesser. Oder sehe ich das falsch?

Welchen Sinn hat das teil an der Stelle also? Das Moped lief damit ja jahrelang einwandfrei.

 

Des Weiteren habe ich mich nun nochmal mit der Programmierung der Ignitech-Zündung befasst und drei Fragen zu dem Screenshot unten.

Wir hatten hier im Thread gesagt, daß es eine 48-2 Auflösung des Triggerads gibt, bei der 48 Triggerpunkte vorhanden sind und zwei davon ausbleiben.

Bei meinem Bimota-Schwungrad waren es aber 58 Bohrungen, demnach sollte es also 60 - 2 sein.

Die Ignitech-Software lässt an der Stelle "Leitstückzahl des Rotors" aber als größte Eingabe nur die Zahl 58 zu. Hier hätte ich nun 60 erwartet. Ist 58 dennoch korrekt? Werden da also nur die tatsächlich vorhandenen Triggerpunkte angegeben, ohne die ausgelassenen?

 

Die zweite Frage bezieht sich auf das Menü "Leitstück". Hiermit ist doch wohl der ausgelassene Teil, also das Stück des Triggerrads ohne die Bohrungen gemeint, richtig?

Hier kann ich den Punkt "2. Kante" auswählen. Nach meinem angelesenen Wissen geht es dabei darum, ob die Zündung an der Stelle zählen soll, an der der lochfreie Bereich bei der Umdrehung unter dem Sensor eintritt (1. Kante) oder wieder austritt (2. Kante). Habe ich das richtig verstanden?

Und falls ja, was mache ich mit dem Wissen? Was muß ich bei meiner Bimota/Ducati denn da nun einstellen?

(Wenn ich zum Vergleich in der Auswahl Motorrad die Standard Ducati Werte wähle, ist das Feld leider deaktiv, so daß ich die Einstellung dort nicht einsehen und einfach übernehmen kann.)

 

Meine dritte Frage zur Zündung bezieht sich auf die Auswahl "Zündung pro Umdrehung".

Ein Viertakter macht alle 2 Umdrehungen eine Zündung. Richtig?!

Jetzt habe ich aber einen Ducati Zweizylinder.

Was gebe ich an der Stelle korrekterweise ein? Sind das dann zwei Zündungen pro Umdrehung?

Erschwerend für mein Verständnis kommt noch hinzu, daß das Signal am Schwungrad auf der Kurbelwelle abgenommen wird. Nicht an der Welle, die die Nockenwellen antreibt, wie bei der Standard 48-2 Version bei Ducati.

 

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Hier brauche ich dringend Euren Rat, da das für mich Neuland ist und schwer verständlich und ich eben mit dem Bimota-Kram nicht auf Ducati Standardwerte zurückgreifen kann.

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Zum Ignitech kann ich nichts sagen, aber die Vergaserdüse im Schlauch ist etwas strange. An sich tut die ja nur den Fließwiderstand erhöhen und damit die Benzinpumpe ohne Grund belasten. Das einzige was damit erreicht wird, ist, dass weniger Sprit ankommt. Die Pumpe erhöht ja deswegen nicht ihre Umdrehungen.

 

Ich würde, nachdem Du das Vergaser-Überflutungsproblem mit neuen Dichtungen gelöst hast, die Leitungen ohne die Düse anschließen und checken ob alles in Ordnung ist. Dass Ducati mittels dieser Düse die Fließgeschwindigkeit und damit die Pumpe um die Ecke ins Auge eingestellt hat, halte ich selbst für italienische Verhältnisse als etwas gewagt. Also merkwürdig ist das schon a bisl 🤔

 

BB, Werksmechaniker in Ausbildung, 1es Lehrjahr

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Hi Armin, bei der Lösung 48-2 nimmt Ignitech die austretende Kante. Da ist wohl das Signal stabiler oder auch die Position 

Düsen im Zu oder Weglauf dienen der Drosselung entweder um den Vergaser nicht dauernd überfluten zu lassen oder nach dem Vergaser um etwas Druck aufzubauen.

Bei der Ignitech musst du wissen bei welchem Zahn nach der Lücke OT und die max. Vorzündung anliegen soll.(18 ist wohl max und OT 23, resp. 36/41). OT ist wichtig wegen der Base Advance, ansonsten stimmt nichts.  1 Zündung bei 2 Umdrehungen weil mit Nockenwellendrehzahl gearbeitet wird.

Gruss Konrad

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Hm, nochmal, um Mißverständnisse auszuschließen:

Verbaut ist ein Pickup an der Position wie bei der 900er Vergaser-SS, welche aber zwei hat.

Und zwar unterhalb des Schwungrads auf der Kurbelwelle.

Dieses hat 58 Bohrungen und dann einen gewissen Bereich ohne Bohrungen.

Insofern wird doch nicht mit Nockenwellendrehzahl gearbeitet, oder verstehe ich das falsch?

Das ist doch dann Kurbelwellendrehzahl?!

 

Hier nochmal ein Bild meines Motors:

 

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vor 4 Stunden schrieb Duc-Schmidti:

Die wird ja nun nicht zufällig da rein gefallen sein, sondern hat jemand da rein gesteckt.

Welchen Sinn aber macht das?

Kenn ich als Lösung für den Rücklauf bei den Weber-Vergasern. Also Pumpe -> Vergaser -> Rücklauf mit Düse und schon hat man in der Schwimmerkammer den gewünschten Druck (0,4 Bar).

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Ah, ok, guter Hinweis! Ich habe es jetzt erstmal in den ZUlauf gesteckt, weil ich meinte, es sei darin gewesen.

Könnte das der Grund sein, daß der Vergaser dann überlief? Also gar kein undichtes Schwimmerventil?

Ich stöpsel heute Abend mal die Leitungen anders herum dran.

 

Ok, das mit dem Pickup und den Löchern zählen bis OT habe ich nun verstanden, glaube ich.

Dummerweise habe ich jetzt natürlich schon den Seitendeckel drauf und Öl drin.

Mal sehen, ob ich das über das Schauglas und die Gradscheibe mittels Markierung gezählt bekomme.

Das müsste man doch aber auch ausrechnen können, oder?

Also X Grad vor OT umrechnen in "Löcher". Bei 60 Stück ist ja dann alle 6° eines. :denk1:

Das wird wieder so ne Hirnakrobatik bei mir wie damals die Gasgriffgeschichte...

Edited by Duc-Schmidti
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Ok, jetzt benötige ich mal Eure Gehirne, neudeutsch ist das vermutlich "Brainsharing" oder sowas.

Erfreulicher Weise hatte ich vor dem Zusammenbau dieses Foto gemacht und hoffe anhand dessen, die Einstellung hin zu bekommen:

 

668978913_PickupOT.thumb.jpg.320319ee07dfc606b18429b5d3b4ebbe.jpg

 

Die Kurbelwelle steht so auf OT des liegenden Zylinders, die Markierungen auf Zahnriemenseite fluchten.

Die Kurbelwelle dreht sich aus dieser Perspektive gegen den Uhrzeigersinn.

Rot umrandet sind Körnerpunkte als Markierungen.

Ein einzelner Punkt ist direkt am Pickup, links im Bild.

Die zwei Punkte rechts mit der gelben Umrandung liegen in dieser Position genau im Schauglas des Seitendeckels.

Der kleine, grüne Fleck ist der Pfeil im Schauglas.

Blau umrandet die Stelle mit den zwei fehlenden Löchern - die beiden mitgezählt sind es 60, insgesamt 58 "echte" Löcher.

 

Jetzt geht´s an´s Zählen.

Aus dem gelb umrandeten Bereich sind es bis zum blauen Bereich 4 Löcher.

Der blau umrandete Bereich hat zwei fehlende Löcher.

Die alle gezählt, sind es bis zum Pickup 30 Löcher. Also eine halbe KW-Umdrehung. Ist schonmal ganz nett von den Bimoten.

 

Jetzt zählt unser Pickup also die 2. Kante der Aussparung, also des blauen Bereichs. Ab dem Loch rechts.

Wir müssen die KW also gegen den Uhrzeigersinn um 30 - 4(für die Löcher rechts der Aussparung) - 2(für die Aussparung)

= 24 Löcher drehen, damit das Pickup anfangen kann zu zählen.

 

Wie viele Löcher muß es nun, bei weiterer Drehung gegen den Uhrzeigersinn, zählen, bis die KW wieder in dieser Position steht?

 

Irgendwie kam ich da jetzt auf 34. Oder?!?

 

Das wäre dann wohl der Wert, den ich hier eintragen müsste:

 

2000989626_Vorzndung1.thumb.jpg.f7b47c8e65a0817a29936a5fcfd99e41.jpg

 

Mathe ist doof! :mecker:

 

Den Wert "Maximal Vorzündung" würde ich dann auch um 5 reduzieren. Das müsste ja dann sicher sein.

 

Analog dazu würde ich dann für Kanal 2, den stehenden Zylinder, zählen und auch da 5 abziehen für die maximale Vorzündung.

Bittebitte sagt, daß es so ist ...

 

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So in etwa, aber falsch machen kannst du nicht viel im Leerlauf. Ich würde erstmal die OT Suche erledigen und dann z.b. 6 oder auch 8 Bohrungen früher für die Max. Vorzündung. Du hast hier die Kurbelwelle und nicht Nockenwellendrehzahl also 5 Bohrungen sind knapp. Die Ignitech macht nicht mehr Vorzündung als die Nockenläge bei der Nockensteuerung und mit den Bohrungen müsste das auch so sein. Also wenn du z.b. 30° verstellen willst und Base Advance 0° ist, dann sind 5 Bohrungen nötig aber das gibt dann nur 30°vOT max.  Etc.

Sobald der Motor startet kannst du noch einfacher abblitzen und korrigieren.

Gruss Konrad

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Guten Abend,

 

so, heute noch ein wenig gebastelt und gefühlt mal wieder sehr wenig geschafft.

Aber immerhin ein kleines, positives Resultat:

Ich habe die Benzinleitungen vertauscht angebracht, so daß das Reduzierstück nicht mehr in der Zuleitung, sondern in der Rückleitung sitzt.

Und siehe da: Der Vergaser läuft nicht mehr über. :ura1:

Das Ding hat also seine Berechtigung und muß nur in der korrekten Leitung sein.

Danke für die Erläuterungen dazu. Das hat mir sehr geholfen.

Einen Dichtungssatz brauche ich also erstmal nicht. :thumbs_up:

 

Dann habe ich eine Weile gegrübelt, wie ich mir ein Schaubild von meinem Schwungrad, Pickup, Markierungen usw. basteln kann, um mir das mal visuell zu verdeutlichen.

Ich brauchte einen Kreis mit 60 Markierungen (58+2)

Aufmalen? Ne zu ungenau.

Teilapparat oder Rundtisch der Fräse nutzen, um eine Scheibe zu bauen?

Hmpf! Ich Honk! Das ist nix anderes als eine Uhr!

Also flugs ein Ziffernblatt aus dem Netz ausgedruckt, Pappe, Schere, Musterbeutelklammer und Klebestift gestartet und nach nur einer Unterrichtsstunde Grundschule Klasse 2 war mein "Schwungradsimulator" fertig:

 

1113772752_GradscheibeUhr.thumb.jpg.2a964762f139c906fad17c6fb43ac7f7.jpg

 

Vermutlich lacht sich manch einer nun kaputt, aber ich muß sowas sehen um es zu verstehen.

 

Legende:

  • Blau umrandet: die beiden ausgelassenen Bohrungen
  • Gelbe Kreise: Körnerpunkte/Markierungen zum Abblitzen (es gibt noch mehr, die ich nicht eingezeichnet habe)
  • Roter Pfeil oben rechts bei der "1": Markierung im Schauglas des Seitendeckels
  • Rotes Rechteck unten links bei der "7": Position des Pickups
  • Grünes "L": In dieser Position im Sichtfenster ist der liegende Zylinder im OT
  • Grünes "S": In dieser Position im Sichtfenster ist der stehende Zylinder im OT
  • Vom Roten Pfeil zum Pickup sind es 30 Striche, also 1/2 KW-Umdrehung, 180°
  • Vom grünen "L" zum grünen "S" sind es 90° bzw. 270° (gegen den Uhrzeigersinn gezählt.

Sonstige Infos:

  • Die abgebildete Position "liegender Zylinder im OT" (Kanal 1) in der Position auf der hier abgebildeten "Uhr" habe ich anhand der Markierungen der Nockenwellenräder und durch das Kerzenloch bestätigt. "L" ist im Sichtfenster mit den beiden gelb markierten Körnerpunkten.
  • "Lost Spark"/"Verlorener Funke" bedeutet, daß bei jeder Umdrehung der KW ein Zündfunke pro Kerze entsteht, obwohl nur jede zweite Umdrehung einer benötigt wird beim 4-Takter. Richtig?
  • 60 Unterteilungen bedeuten einen Abstand von 360°/60°=6° Abstand pro Strich.

Jetzt drehe ich die Kurbelwelle gegen den Uhrzeigersinn, bis der zweite, nicht vorhandene Minutenstrich in der blauen Klammer am Pickup vorbei kommt.

Ab da zähle ich nun die Minutenstriche, bis die Welle wieder in der abgebildeten Position, liegender Zylinder auf OT, ist.

Dabei kam ich mit diesem Modell nun auf 35 (nicht 34, wie weiter oben behauptet).

 

Also, zusammengefasst: Das Pickup beginnt am Ende der blauen Aussparung zu zählen und es ziehen 35 Löcher daran vorbei, bis der liegende Kolben in einem OT ist. Egal ob Zünd-OT oder nicht. Denn im blau markierten Bereich sage ich:"1 Zündung pro Umdrehung". Das ist der verlorene Funke, weil bei jeder Umdrehung der KW gezündet wird. Korrekt?

 

Diesen Wert, 35 Löcher, gebe ich im Ignitech bei "Start Vorzündung 1" ein.

"Maximal Vorzündung" reduziere ich auf @humlik s Rat um 6 Striche, also 6*6=36 Grad auf "29" (Striche).

 

Soweit d´accord?

 

1834740680_Vorzndung3.thumb.jpg.837b9a8c8aed8afb76309faad595b004.jpg

 

Jetzt wird es für mich aber interessant, wie ich den zweiten Zylinder einstelle.

Der zweite, also der stehende Zylinder, ist nach dem OT des liegenden Zylinders in seinem OT, wenn die Kurbelwelle sich um 270° weiter gedreht hat (aus dieser Perspektive gegen den Uhrzeigersinn).

270° / 6° (pro Strich) wären 45 Striche weiter.

Also die zuerst gezählten 35 + 45 Striche = 80 Striche.

Dummerweise haben wir aber nur 58 (+ zwei ausgelassene Striche) auf der Scheibe.

 

Die blaue Lücke kommt also ein zweites Mal am Pickup vorbei, bevor der stehende Zylinder im OT ist.

Fange ich nun also am Pickup ein zweites Mal an zu zählen?

Also nochmal an der blauen Lücke vorbei und dann die Striche zählen, bis der einzelne, gelb markierte Körnerpunkt für den OT des stehenden Zylinders an der roten Pfeilmarkierung ist?!?

 

Dabei käme ich auf 21 Striche in der zweiten Runde, die ich bei "Start Vorzündung" für Kanal 2 eingebe.

Minus 6 Striche für Konrad = 15 bei "Maximal Vorzündung" auf Kanal 2.

 

Habe ich da keinen Denkfehler?

 

Was mache ich mit der "Basis Vorzündung", grün hinterlegt:

 

2095855502_BasisVorzndung.thumb.jpg.3d82f7eb71e52f6b55f13e82337d4f43.jpg

 

Die ist bei den Ducati Mappings standardmäßig auf 10° eingestellt.

Muß ich die erstmal auf 0° setzen? Oder wie ist der Post von @Stolle1989 zu verstehen?

 

Ich blicke es echt noch nicht. Habe mich vorher aber auch noch nie mit dem Thema Zündung befasst.

Deshalb habe ich auch noch keine Blitzpistole.

Die ist über Kleinanzeigen nun gekauft und bezahlt. Ich hoffe, sie Mitte/Ende der Woche in der Post zu haben.

 

Für den einen oder anderen hier ist das vermutlich ein langweiliges Thema, aber ich zermarter mir echt gerade den Kopf.

 

Viele Grüße,


Armin

 

Edited by Duc-Schmidti
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vor 11 Stunden schrieb Duc-Schmidti:

Für den einen oder anderen hier ist das vermutlich ein langweiliges Thema, aber ich zermarter mir echt gerade den Kopf.

 

Viele Grüße,


Armin

 

Für mich ist das ein sehr interessantes Thema! Danke für deine tolle Aufarbeitung :)

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Am 7.5.2023 um 21:04 schrieb Duc-Schmidti:

Und siehe da: Der Vergaser läuft nicht mehr über. :ura1:

Der Vergaser, der ungebremst Benzine säuft,

am Ende einfach überläuft.

 

Oder kürzer:

 

Nadel im Rücklauf schützt vor Fehlkauf.

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Hallöchen!

 

Diese Woche kam mein lang erwartestes "Blitzdings" mit der Post an.

 

https://www.youtube.com/watch?v=cGZQqhaU4gA

 

 

Doch eigentlich bin ich seit den frühen 90ern eher von dieser Version überzeugt:

 

https://www.youtube.com/watch?v=pWDN6fFutZE

 

 

IMG_20230510_161603_0.thumb.jpg.9b0c980e5e3a97d7b4756f7583535805.jpg

 

 

Egal... Sonnenbrille auf und angstlos ab dafür!

 

Jaja, es geht hier darum, die "Zündung abzublitzen"

Hab ich noch nie gemacht.

Und wenn man danach im Internet sucht, bekommt man mit 98 % Trefferwahrscheinlichkeit irgendwelche Ossi-Tutorials, bei denen das einer im tiefsten Sächsisch an einem Simson-Moped erklärt.

 

Kein Spaß! Eiverbibbscht! Probiert es mal aus!

 

Nü, schnödeldödeldü... schneller Vorlauf... meine erste, gebraucht gekaufte Blitzpistole war für den Eimer.

Blitzt zwar, aber so dunkel, daß man damit nix anfangen kann. Auf der Packung war jedenfalls ein Preisetikett in "DM".

Offenbar auch kein Qualitätssiegel...

 

Umgetauscht und neu gekauft,  kam also eine funktionierende Stroboskoplampe heute an.

 

Alter! Wie funktioniert das denn nu?

Plus und Minus an die Batterie ist klar.

Klemme an das Zündkabel des liegenden Zylinders, Pfeilrichtung zur Zündkerze.

Kerze im Stecker und an das Motorgehäuse für Masse.

 

Blitzdings auf das Schauglas und im Stroboskoplicht sehe ich recht deutlich den EINEN Körnerpunkt.

 

Also, wenn ich im Leerlauf blitze, habe ich das Bild21 "Früh-Zündmarke"

 

 

724356091_Zndzeitpunkt.thumb.jpg.dabce26dadd2cadf4bd6275886be0646.jpg

 

Das alles, wie gesagt, ohne Kerzen im Loch, nur im Stecker gegen Masse und bei Anlasserdrehzahl.

Was bedeutet das denn nun für die Einstellung meiner Zündung?

Was bedeutet die "Spät" Zündmarke mit 2 Körnerpunkten und die "Früh" Zündmarke mit einem Körnerpunkt?

 

Ich meine, über den Lochkranz die korrekten OT-Punkte gefunden und der Ignitech als Startpunkt gegeben zu haben.

 

Das Ganze habe ich jetzt an den liegenden Zylinder angeschlossen.

Wie blitze ich denn den stehenden Zylinder ab bei einer programmierbaren Zündung wie der Ignitech?

 

Das ist gerade echt hartes Brot für mich 😞

 

Viele Grüße,

 

Armin

 

Edited by Duc-Schmidti
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vor 13 Stunden schrieb Duc-Schmidti:

Auf der Packung war jedenfalls ein Preisetikett in "DM".

Offenbar auch kein Qualitätssiegel...

Hättest du auf die Tutorials gehört, wäre dir klar gewesen, dass der Preis EVP und in Mark sein muss. Nicht DM.

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Armin mit dem Brillen Outfit in Spanien/Italien am Strand da dürfte die Hysterie der Damenwelt ungeahnte Ausmaße annehmen .

Eine völlig neue Seite an dir .

😊😊

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Guten Morgen,

 

ja, Ihr habt vollkommen Recht! ich kann bestätigen, daß das Outfit tatsächlich für enorme Zustimmung in der Damenwelt

sorgt! Dummerweise allerdings nur bei den Damen, die, genau wie die Brille, in den frühen 80er Jahren attraktiv waren. :Helmut:

Naja, alle Angebote abgewehrt, konnte ich mich gestern wieder dem Motorrad widmen.

Ebenfalls ohne Erfolg.

 

Die beiden rot umrandeten Körnerpunkte sind genau an der Stelle, an der ich auch den OT des liegenden Zylinders anhand der gezählten Bohrungen festgestellt habe.

 

1968053364_PickupOT.thumb.jpg.a7850cabc6a1a8923a9b592804be1401.jpg

 

Das Deckt sich auch mit der Angabe im Werkstatthandbuch, Bild 20:

 

1298921386_Zndzeitpunkt.thumb.jpg.989bf2bc43f5187a563e45b4e2a4adba.jpg

 

Ich habe die Zündung nun so eingestellt, daß beim Durchdrehen mittels Anlasser der linke Körnerpunkt unter dem Stroboskop genau auf der Markierung im Schauglas steht.

Somit zündet die Spule also den liegenden Zylinder beim Startvorgang genau im OT, was für mein Verständnis korrekt ist.

Den Zündzeitpunkt des liegenden Zylinders habe ich dabei für Kanal 1 "Start Vorzündung" mit 33 (Löchern nach der Lücke) definiert.

 

Start_VZ.thumb.jpg.f3f8f901946943605b67b42f13889f46.jpg

 

Mittels meiner selbst gebastelten Uhr und unter Berücksichtigung des erneuten passierens der Lücke kam ich für den stehenden Zylinder (Kanal 2) auf gezählte 18 Löcher.

Rechnerisch sollte das auch passen, denn 33-18=15

Bei einem Lochabstand von 6° sind also 15 Löcher 90°, oder eben anders herum gezählt unsere 360-90=270° Zündversatz.

Lost Spark / Verlorener Zündfunke war mir bisher noch nicht bekannt. Das bedeutet wohl nur, daß es bei jeder KW-Umdrehung einen Zündfunken pro Kerze gibt, statt nur bei jeder zweiten, wie beim 4-Takter erforderlich. Ein Funke pro Umdrehung ist also "für die Katz", weil er gar kein Gemisch zündet.

 

Ich bin mir daher auch ziemlich sicher, daß der Zündzeitpunkt des stehenden Zylinders korrekt eingestellt ist.

Das würde ich zwar gerne auch mit dem Stroboskop einmal verifizieren, muß aber wohl mangels Markierung auf meine Rechenkünste vertrauen.

 

Ich habe nagelneue Zündkerzen verbaut und 5 Liter ganz frischen 102 Oktan Sprit von Aral eingefüllt.

Batterie ist neu gekauft.

Dennoch startet der Motor so nicht. Er pustet hinten Sprit-Dampf raus und teilweise auch aus den Vergasern.

Dazu kommen hin und wieder Fehlzündungen und Flammen aus dem Auspuff.

Bei kaltem Motor doch eigentlich ein Zeichen, daß sowohl Gemisch, als auch ein "Feuer" irgendwie da ist.

 

Beim Test ohne eingeschraubte Kerzen meine ich, daß der Zündfunke relativ schwach ist.

Da ich aber noch nicht viele Zündfunken in meinem Leben gesehen habe, hier ein Video zur Begutachtung durch

geschulte Augen:

 

Ist das zu schwach?

Sollte der Zündfunke zu schwach sein, muß ich also nun die Ursache heraus finden.

Über Zündspulen habe ich in Bezug auf falsches Anschließen via Google drei unterschiedliche Antworten gefunden:

 

1. Verpolt angeschlossene Zündspulen gehen kaputt

2. Verpolt angeschlossene Zündspulen funktionieren trotzdem

3. Verpolt angeschlossene Zündspulen funktionieren grundsätzlich, geben aber einen wesentlich schwächeren Funken

 

Die dritte Variante scheint, zumindest in Bezug auf ältere Spulen ohne Schnickschnack, zuzutreffen und könnte ein plausibler Grund für mein Problem sein.

 

Also habe ich testweise die Ansteuerungskabel meiner Spulen umgekehrt angeschlossen.

Gebracht hat es nichts, außer der Erkenntnis, daß man genau das hier in der Software einstellen kann:

 

1660244751_Geberpolaritt.thumb.jpg.be300f8e85e68ccc4a25b6224fcbe166.jpg

 

Steht es auf "Auto", stellt das Ignitech die Polarität offenbar selbst fest.

 

Wieder was gelernt, aber nicht weiter gekommen.

 

In der Anleitung wird auf Hoch-Ohmige (> 2 Ohm) und Niedrig-Ohmige (< 2 Ohm) Zündspulen hingewiesen, bei denen dann unterschiedliche Ladezeiten (Dwell-Time / "Anfachung") definiert werden müssen.

 

 

Anfachung.thumb.jpg.2128adbb9211695ba14f8fe996cb4879.jpg

 

Hier war standardmäßig eine max. Anfachungszeit 6.000 eingestellt. Sind das 6 Millisekunden?

6000 Millisekunden wären 6 Sekunden, das kann ja nicht sein.

 

Diesen Wert habe ich testweise mal auf bis zu 20.000 hochgesetzt in der Annahme, eine längere Aufladung erzeugt einen stärkeren Funken.

Aber auch das war erfolglos und brachte auch "optisch" keine Veränderung des Funkens.

Ebenso erfolglos war die Anpassung "Dynamische Korrektion Anfachung %" auf den Wert 30 und Reduzierung der "Max rpm für Leitst. Anfachung" auf 800.

 

Auch die Punkte "Lange", "Kurze" und "Manual" in der Auswahl Anfachung habe ich testweise verwendet.

Ebenfalls ohne merkbare Änderung.

 

Im Werkstatthandbuch wird darüber hinaus noch erklärt, daß man die Funktion der Spulen durch Messen überprüfen kann. Hierbei soll einmal die primäre, einmal die sekundäre Wicklung gemessen werden.

Da habe ich noch nicht ganz begriffen, wo man das Multimeter genau ansetzen muß.

Kann mir das jemand erklären? Dann würde ich auch einmal prüfen, ob die Zündspulen überhaupt noch intakt sind.

 

Aber vielleicht verfolge ich auch die falsche Fährte mit dem Ansatz, der Funke sei zu schwach.

Habt Ihr noch Ideen, woran es liegen könnte?

 

 

Edited by Duc-Schmidti
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