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Wiederaufbau und Optimierung meiner 900 SS


Duc-Schmidti

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Eine Gradscheibe habe ich ja.

So ein Ding, was auf den Kurbelwellenzapfen geschraubt wird und man dann über einen Hebel die KW drehen und

die Gradzahl ablesen kann.

Sowas meinst Du doch?!

Und damit dann im eingebauten Zustand über den Anlasser drehen und blitzen?

 

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vor 3 Stunden schrieb Duc-Schmidti:

Er pustet hinten Sprit-Dampf raus und teilweise auch aus den Vergasern.

Dazu kommen hin und wieder Fehlzündungen und Flammen aus dem Auspuff.

Genauso hat ich das mal an einer Gpz750, in den tollen Bucheli Rep Anleitungen waren die Steuerzeiten Markierungen falsch. 

Tage später kurz vorm ausflippen eines von Haynes gekauft und danach eingestellt. 

Zack, alles Paletti. 

 

  • Confused 1
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So, gestern habe ich nochmal mit der Gradscheibe gedreht und die Löcher gezählt, Winkel gerechnet, die Positionen der Riemenräder anhand der Markierungen überprüft, drei unterschiedliche Werkstatthandbücher gewälzt und... keinen Fehler finden können. :evil2:

 

Dann habe ich mich nochmal mit der Ignitech Software befasst und eher zufällig eine wirklich tolle und sehr nützliche Funktion entdeckt, die ich von der Ignijet-Software noch nicht kannte.

Unter dem Reiter "Test" gibt es in der V96 einen Button "monitor PickUps".

 

2123963198_MonitorPickups.thumb.jpg.5f24d9c3453696f78efe2890928ebc45.jpg

 

Das ist im Grunde eine elektronische Gradscheibe, bei der auch die Zündzeitpunkte angezeigt werden.

 

Es öffnete sich ein Fenster und beim Drehen über den Anlasser wurde diese Grafik angezeigt:

 

IMG_20230516_192820_5.thumb.jpg.6f4c247da426a28b9a37bb6dc9c01feb.jpg

 

Die dünnen Linien sind dabei meine 58 Zähne. Deutlich sichtbar die Lücken. Das Pickup zählt sie also korrekt.

Die weißen Pfeile oben sind die Zündzeitpunkte Liegender Zylinder = CH1, stehender Zylinder =  CH2.

 

Aha, da ist also etwas im Argen!

CH1 zündet bei 105,2° und dann wieder bei 266,9°.

CH2 bei 78,7° und 437,0°

 

Präziser geht´s nicht anzuzeigen!

 

Anhand dieser Werte konnte ich also die Positionen für die Zündung in der Software korrigieren, bis ich im auf die gewünschten 270° / 450° kam plus eben die "Lost Sparks".

Diese Werte konnte ich ohne eingeschraubte Kerzen reproduzieren.

 

Und Tadaa: Damit lief sie kanz kurz, so 2 Sekunden oder so, wie sich ein im Leerlauf zu hoch drehender Ducati Motor anhört, bis der Motor aus ging.

Das wird dann wohl jetzt eine Sache der Spritzufuhr bzw. Vergasereinstellung und eben der Vorzündung sein, die ich zunächst auf 0° gestellt habe, wie von Euch empfohlen.

 

Unter Last, also mit eingeschraubten Kerzen, gab es dann allerdings wieder solche eigenartigen Werte in der Anzeige:

 

IMG_20230516_190106_9.thumb.jpg.831e96e8cdbf80fea486600bcfee7d69.jpg

 

Da habe ich noch nicht verstanden, wieso das so ist. Vielleicht geht da auch die Batterie in die Knie und das Ignitech spinnt dann?!? Die LiMa habe ich bisher noch nicht an den Regler angeschlossen, das mache ich als Nächstes.

 

Ich denke aber, daß ich nun einen großen Schritt weiter bin, auch wenn ich die jetzige Einstellung der Zähnezahlen gedanklich noch nicht wirklich nachvollziehen kann. Aber wenn´s passt und funktioniert, soll mir das für´s Erste genügen.

 

Vielleicht bekomme ich die Kiste am Wochenende ja endlich zum Laufen.

 

Ich danke Euch jedenfalls riesig für die Hilfe!

Edited by Duc-Schmidti
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HI Armin

Das mit dem Test ist eine feine Sache, die Ignitech weiss aber nicht wo deine Geberscheibe steht. Sie weiss nur wo die Zündpunkte anhand der 4 Werte sein sollen. Also wann nach den fehlenden 2 Bohrungen diese Positionen sind. Ob das dann auch im Bereich OT ist weiss sie nicht. Das musst du mit der Gradscheibe prüfen. 

Mit oder ohne Alternator ist auch egal, bei der Startdrehzahl liefert der ohnehin nichts brauchbares.

 

Gruss Konrad

Edited by humlik
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Konrad, Du hast natürlich vollkommen Recht!

Mit der Einstellung zündet er natürlich 270°/450° nach der Zahnlücke, nicht nach OT 😞

Ich habe es gestern nochmals mit Gradscheibe und Stroboskop gezählt und angepasst... und lande wieder bei meiner urspünglichen Einstellung. Und leider startet der Motor damit weiterhin nicht.

Allerdings hat mir diese Funktion in der Software zumindest gezeigt, daß das Pickup an der Position sitzt, die

ich auch ermittelt hatte und somit die Zählerei stimmt.

Auch stimmen die Körnerpunkte als Markierungen für den OT und sollte daher für das Abblitzen verwendbar sein.

 

Also leider alles wieder zurück auf Anfang 😞

 

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Das habe ich alles bereits ausprobiert 😞

Dieses Motorrad springt nicht an!

Gestern habe ich mich nochmal lange damit beschäftigt und bin absolut sicher, die richtigen Zündzeitpunkte gesetzt zu haben und die OT Markierungen auf dem Schwungrad, die zwei Körnerpunkte, passen tatsächlich auch.

Außerdem habe ich über die "Test"-Funktionen die Spulen mal mit Kerzen in den Steckern getestet, um ganz sicher zu gehen, daß ich nicht liegenden und stehenden Zylinder vertauscht habe.

Teste ich Kanal1, funkt die Kerze des liegenden Zylinders, Kanal2 funkt die Kerze des stehenden Zylinders.

 

Mit ausgebauten Kerzen kommen die Funken auch zum errechneten/gezählten Zeitpunkt laut der PickupMonitor-Funktion, das Ganze bestätigt von der Stroboskoplampe.

Lasse ich den PickupMonitor bei eingeschraubten Kerzen mitlaufen, sind aber plötzlich ganz wirre Zündzeitpunkte zu erkennen.

Als würde unter Last irgendetwas nicht richtig funktionieren.

 

Bei den üblichen Händlern, bei denen man die Ignitech Geräte kaufen kann, findet man stets den Hinweis, man solle bei der Bestellung angeben, ob es sich um ein Motorrad mit Bosch/Kokusan Zündsystem handelt, oder MagnetiMarelli 48/2.

Das hatte ich bisher eigentlich nur darauf bezogen, daß dann der passende Kabelsatz mitgeliefert wird.

 

Bei meiner Recherche im Netz bin ich dann auf einen Blogeintrag unseres ehrenwerten @foobar423 gestoßen.

Du hast dasselbe Problem an Deiner Monster gehabt, daß zwar ein Funke kam, das Moped aber nicht starten wollte und hast dabei heeraus gefunden, daß es wohl wirklich unterschiedliche Hardware bei den Ignitech Zündungen gibt, wenn ich den Beitrag richtig verstehe.

Demnach kann es zumindest bei der Variante Ignitech für Kokusan an MagnetiMarelli 48/2 Pickup zu elektromagnetischen Störungen kommen. Nach dem Austausch des Ignitech Steuergeräts gegen die 48/2 Version funktionierte es dann ja wohl bei Dir auf Anhieb.

Das 48/2 Pickup ja auch tatsächlich ein geschirmtes Kabel, die Bosch/Kokusan Hallgeber jedoch einfache, ungeschirmte Kabel. Das spricht ja dafür, daß es hier etwas zu beachten gibt.

 

Nun ist es bei mir ja genau umgekehrt. Ich habe ein Ignitech, das wohl für das 48/2 Pickup gedacht ist und ein Bosch/Kokusan Pickup im Motor.

Dieses zählt ja auch korrekt die Triggerbohrungen, wie man im PickupMonitor sieht. Es werden da tatsächlich die 58 Linien für meine 58 Löcher im Schwungrad angezeigt.

 

Weiß hier jemand etwas über die Unterschiede der Ignitech Steuergeräte für Bosch/Kokusan und MagnetiMarelli 48/2?

Ist das bei der aktuellen Hardware auch so, oder war das ggfs. nur bei früheren Versionen ein Unterschied?

In der Software kann ich ja grundsätzlich konfigurieren, was ich will.

 

Tja, wie geht es nun weiter?

Traum-Lösung wäre, daß mir jemand seine Ignitech für Bosch/Kokusan leihweise zur Verfügung stellt, damit ich es ausprobieren kann.

 

Wenn das funktioniert, habe ich aus meiner Sicht habe folgende Optionen:

1. Ignitech für Bosch/Kokusan kaufen (einfach, aber eben auch wieder zusätzliche Kosten)

2. Meinen Motor umbauen auf 48/2 Zahnrad und Pickup.

Letzteres ist ein größerer mechanischer Aufwand und ich weiß nicht, ob das überhaupt passt.

Einen Zahnradsatz und Pickup habe ich von der ST2 im Regal liegen. Aber passt das auf den Kurbelwellenstumpf meines Vergaser-Motors, der noch die schräg verzahnten Zahnräder hat?

 

Das führt mich zu dem Gedanken, was denn eigentlich den Unterschied macht.

Mein Pickup zählt ja zumindest korrekt. Und mehr braucht es ja eigentlich auch nicht zu tun.

Liegt der Grund für eventuelle elektromagnetische Störungen im Pickup und dessen Kabel selbst?

Oder sind hier die eigentliche Störquelle vielleicht die Zündspulen? Von denen habe ich nämlich noch 3 Stück aus der ST2 rumliegen. (Hä? Wieso habe ich eigentlich 3??? Naja, egal).

Meines Wissens sind die Dinger niedrigohmig, die alten aus der Vergaser-SS aber hochohmig.

 

Wenn also die Spulen das Problem sind, hätte ich als dritte Option den Umbau auf die vorhandenen ST2 Spulen.

Dazu müsste ich mir Adapterkabel bauen oder einen zweiten Kabelsatz zum Testen zusammencrimpen.

 

Ignitech habe ich angeschrieben und gefragt, ob deren 48/2-Steuergerät mit Bosch/Kokusan funktioniert.

Mal schauen, wann eine Anwtort kommt.

Es wäre daher toll, wenn hier schon jemand Infos geben kann. Ich bin am Wochenende doch immer so hibbelig 😉

 

 

Edit: Ich glaube, die Bestätigung, daß es verschiedene Hardwaretypen gibt, habe ich gerade auf der Ignitech-Seite gefunden. Sicherheitshalber mit deepl direkt aus dem Tschechischen übersetzt, um nicht den Umweg über Englisch als mögliche Fehlequelle zu gehen, heißt es dort:

 

"Die SPARKER TCIP4-Zündanlage ist in mehreren Varianten erhältlich, insbesondere im Hinblick auf das verwendete Motorstellungserkennungssystem und die verwendeten Zündspulen"

 

https://www.ignitech.cz/cz/vyrobky/tcip/

 

Edited by Duc-Schmidti
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Ich bestelle explizit Ducati Bosch Kokusan,  das ist die Version die ich für Köwe verwende mit den einfachen zwei Pick up. Für die 48-2, kommt eine Box mit einem anderen Aufkleber. Der Jiri oder Jan scheint mir die letzte Chance für das Problem, definitiv.  

Grüße Konrad 

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vor einer Stunde schrieb Duc-Schmidti:

Einen Zahnradsatz und Pickup habe ich von der ST2 im Regal liegen. Aber passt das auf den Kurbelwellenstumpf meines Vergaser-Motors, der noch die schräg verzahnten Zahnräder hat

Mein Vergaser Motor hat den Einspritzer Zahnrad Satz. 

Das Zahnrad welches auf der KW sitzt, braucht eine zusätzliche Distanzscheibe. 

Allerdings musst den Pickup dann noch irwo reinfummeln. (Glaube der von der ST2 ist anders als meiner). 

Limadeckel von SSie kannst nicht nehmen da das Stützlager im Deckel anders ist/sitzt und eh nicht zur alten Lima passt

 

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So, nun bin ich zumindest in der Theorie einen großen Schritt weiter!

Auf meine Anfrage vom Wochenende kam heute prompt die Antwort von Ignitech, daß das von mir eingesetzte

Steuergerät für meine Konfiguration nicht funktioniert und die Hardware tatsächlich unterschiedlich ist.

Erkennbar ist das Ganze an dem Aufkleber oder, wie in meinem Fall, der Gravur auf dem Gehäuse.

 

IMG_20230519_173504_9.thumb.jpg.d29cf6f8d20abfcd56d758ba361eb0b3.jpg

 

Ich habe in dem Fall die Version "4CH", also 4 Kanäle (z.B. Doppelzündung oder 4-Zylinder).

"IN1 1Lobe

IN2 1Lobe"

bedeutet, daß es für zwei induktive Sensoren bei einem Leitstück auf dem Triggerrad gebaut ist.

Die Software suggeriert leider, daß man alle möglichen Konfigurationen programmieren kann.

Naja, kann man vielleicht auch drauf programmieren, läuft dann aber nicht.

 

Hier die Mail vom Hersteller dazu:

 

"Hello,

 Your current unit is not suitable for 60-2 pickup system.

 Units are produced in several further modifications related to the inputs for engine position sensors. The inputs for position

sensors are two and each of them can be custom-made in the following versions:

1) For inductive sensor (marked IND or unmarked)

2) For inductive sensor with a pulsed rotor with more than 12 protrusions ( marked 24-2)

3) For inductive sensor with a pulsed rotor with more than 36 protrusions ( marked 48-2 or 60-2)

4) For HALL sensor or optical sensor (marked HALL)

5) For inductive sensors and pulse rotor with one pulse lobe (marked ONE LOBE or DUCATI KOKUSAN)

Units are also produced in two further modifications related to the output for ignition coils:

A) For standard ignition coils (unmarked). This output provide ground when coil is excited.

B) For ignition coils with integrated driver (marked SPA). This output provide +5V when coil is excited.

Regards."

 

Meine Version ist also die Ducati Bosch/Kokusan Version, die ja eigentlich für die Vergaser-900SS genau richtig ist,

wenn man keinen Bimota Motor mit 60/2 System verbaut.

Eine Lösung wäre nun, das Schwungrad und Pickup-Gedöns meines alten Motors in den Bimota Motor zu bauen.

Dann sollte das laufen.

 

Aber dank eines feinen Forumskollegen ist nun auch eine 60/2 Einheit auf dem Weg zu mir, mit der ich das erstmal

mit dem Bimota-Zeugs testen darf.

 

Wenn das klappt, kaufe ich eine 60/2 Version und verkaufe die Ducati Bosch/Kokusan wieder.

 

Ich bin jetzt jedenfalls wieder guter Dinge 🙂

 

Vielen Dank und viele Grüße,

 

Armin

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Wollte Mal kurz los werden, dass ich den Thread ziemlich spannend finde, weil du derzeit durchkaust, was mich selbst zwar reizt, ich aber wegen der ganzen Komplikationen die du erlebst auch immer vor mir her schiebe ✌️

 

Dazu auch eine Frage: werden die Steuergeräte vorkonfiguriert geliefert, oder fängt man da mit einer leeren Datenbank an bei der die Parameter selbst eingegeben werden müssen?

 

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@hawksterWir können von mir aus auch gerne mal tauschen 😛

Die kommen vorkonfiguriert im Sinne von es ist was drauf, was zu dem passt, was auch drauf steht.

Man kann aber auch eine Vorauswahl eines Motorrads treffen mit passenden Parametern für die Serienkiste.

 

Motorradauswahl.thumb.jpg.a2c4c3c050374a65eb24a920769ba6ea.jpg

 

Die Auswahl im Menü ist halt da, aber es funktionieren dann nur die, die die Hardware auch unterstützt.

Vermutlich lässt sich die Datei auch korrekt in das Gerät programmieren, daher keine Fehlermeldung.

Nicht plausible Einzeleinstellungen werden in den Menüs dann wiederum ausgeblendet.

Also, wenn ich sage, ich habe nur 1 Zündspule, sind die Auswahlfelder für Kanal 2, 3 und 4 deaktiviert.

 

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Achtung, das ist nicht schwierig mit Ignitech. Im Gegensatz zu den anderen Anbietern kann man mit dem oft vorhandenen Zündgebersystem weiterarbeiten. Diese originalen Systeme, z.b. Kokusan pick up oder auch die 48-2 Version sind bewährt. Da kommen dann keine Systeme rein die evtl. nicht so lange im Ölbad überleben oder sonst sensibel daherkommen etc. 

Ausser der Angabe von der Base Advance braucht man nur noch die Zündkurve zu programmieren. Ignitech liefert passende files mit die man einfach aufspielen kann wenn nicht schon passiert bei Ignitech. Gut, diejenigen die gar keinen PC daheim haben oder damit arbeiten können, brauchen Hilfe. Die findet man aber in diesem Forum. Man könnte schon sagen zwischen Zürich und Flensburg ist sicher jemand der das aufspielen kann wenn dann nötig. 

Die Zündkurve kann meistes auch so von der originalen Vorlage übernommen werden. Alles andere ist eigentlich schon fertig.

Auch bei anderen Anbietern braucht man die base advance einzustellen. Bei SH und Sachse sicher. Der Umgang mit Gradscheibe braucht man also zu verstehen. Welche der diversen Kurven man dann brauchen kann ist auch zu eruieren. Daher gefällt bei der Ignitech, dass man einfach zuerst mal original programmiert. 

Das anschliessen von Kabeln geht oft einfach. Bei Bosch und Kokusan, wie auch 48-2 kommen fertig passende Adapterkabel.

Wichtig, die Ignitech Leute brauchen zu wissen was an Gebersystemen verbaut ist. Da ist nicht nur Armin reingefallen. Das war mich bis heute nicht bewusst, dass er mit einer falschen Box operiert. Ansonsten wäre die Info früher rausgegangen.  

Für die Königswellen habe ich für alle Typen ein Gebersystem mit Pick up entwickelt. Dazu passt die Box Ducati Kokusan. Ich habe auch einen Prüfstand. Dort kommt der Seitendeckel mit vormontierten Pick up drauf, danach wird abgeblitzt und fertig programmiert. Der Besitzer des Deckels braucht dann nur noch zu montieren und die Kabel richtig anzuschliessen.  Die Maschinen kennt man danach fast nicht mehr. Das zündet dann wie nie zuvor und läuft stabil, sofern der Motor nicht total ausgelutscht ist.

Ich stimme überein, dass es gar nicht so ideal ist die Auswahl der diversen Bikes. Man meint, es gehen alle Gebersysteme mit einer Box. Dem ist nicht so!

Gruss Konrad

 

 

Edited by humlik
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Heute habe ich nicht viel Zeit zu schreiben, daher nur kurz in (bewegten) Bildern.

 

Das zweite Steuergerät kam mit der Post:

 

IMG_20230524_182127_5.thumb.jpg.2af842447b55f3cf196b3b2f5c01b622.jpg

 

2 Kanäle (Zündspulen), 1 induktiver Sensor, 60/2 Trigger.

 

Angestöpselt an meinen Selfmade-Kabelbaumadapter zu Ducati Bosch/Kokusan.

Als Erstes die aufgespielte Software ausgelesen und gesichert.

Sie war eigentlich für 48/2 eingestellt.

 

Anschließend mein Mapping draufgespielt, das ich mit Eurer Hilfe, dem Stroboskop und der Basteluhr erstellt habe.

 

Ladegerät abgebaut, Tank runter, Zündung an.

Knopf gedrückt.

 

Zu behaupten, es war "auf Knopfdruck" wäre gelogen.

Es hat etwas georgelt, gesprotzt, Feuer gespuckt, aber nach einigen Sekunden passierte...

 

DAS HIER:

 

 

Scheiße, bin ich glücklich!

 

Fast genau 2 Jahre nach dem Hochwasser macht das erste Moped wieder Musik!

Ich könnte heulen vor Glück!

 

Läuft natürlich noch mit viel zu hoher Drehzahl im Leerlauf, hier und da suppt Motoröl aus den Anschlüssen,

Kupplung trennt noch nicht usw.

 

Aber hey, der Bimota-Motor läuft!

 

Der "Rest" ist jetzt mechanischer Kram, etwas am Mapping und Vergaser einstellen und synchronisieren *grusel*

 

Ganz, ganz großes Dankeschön an die tollen Unterstützer hier!

Es lag tatsächlich an der zum Motor nicht passenden Zündbox!

 

Gelernt habe ich wieder sehr, sehr viel!

Diesmal über Zündung, Zündzeitpunkte usw.

 

Warum das mit der anderen Box nicht funktioniert, obwohl das Pickup im Leerlauf korrekt zählt, habe ich (noch)

nicht verstanden. Ist mir aber (heute) auch erstmal egal!

 

Zufriedene Grüße,

 

Armin

 

 

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Morgen zusammen

Evtl sitzt  ja ein Elektroniker hier und liest. Könnte das mit den verschiedenen Boxen mit irgendwelchen Dämpfungen zu tun haben die unterschiedlich sind bei den diversen Gebersystemen? Ok bei Hall kommt die 5V Spannung aber bei den Induktivgerbern?

@Armin, das mit der Base Advance Eruierung nicht vergessen. Danach stimmen die Werte die man Programmiert auch in Realität plus minus.

Gruss Konrad

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Guten Abend,

 

heute sollte es so weit sein: Die erste Fahrt mit dem Moped!

Ein paar Kleinigkeiten hatte ich vorher noch zu erledigen.

 

1. Wenn man den Gaszug sauber und ordentlich verlegt, so daß er leichtgängig und nicht mehr vorgespannt ist, sinkt die Leerlaufdrehzahl wie von Geisterhand von ca. 3000 auf ca. 1100 UPM.

Irre, was das ausmacht, wenn die Gasschieber im Leerlauf nicht dauernd ein Stück geöffnet sind. :uglyhammer:

 

2. Die Kupplung hat mich wahnsinnig gemacht. Zwei komplette Hydraulikkreisläufe mit je einem Nehmer, Leitung und Pumpe habe ich mehrfach entlüftet, aber sie haben einfach nicht ausgekuppelt.

Also die zweite, lange Version der Druckstange verbaut. Damit war die Kupplung aber Dauer-ausgekuppelt.

Die Lösung war letztendlich die eingangs erwähnte, 4,5 mm dicke Stahlscheibe, die leider vom Umfang nicht in meinen Alu-Korb passte. Bis mir einfiel, daß ich ja eine formidable Drehmaschine habe. :denk1:

Scheibe außen etwas abgedreht bis sie passte, eingebaut, lange Druckstange dazu. Kuppelt. Perfekt.

Die Scheibe gehört also definitiv rein, Paketstärke muß 46,5 mm sein.

 

3. Dieses und Jenes wie Schrauben nachziehen/kontrollieren, Luftdruck der Reifen, nochmal 5 Liter Sprit drauf gekippt, um nicht den @bergbewohner01 zu machen und zurück schieben zu müssen, etc.

 

Moped also raus auf die Straße geschoben, Motor an und beim ersten Warmlaufen vor den vielen Augen der Gäste der gegenüberliegenden Pommesbude bei bestem Wetter lässig den Rückenprotektor um geworfen, Jacke, Handschuhe, Helm...

Aufsitzen und ab in die Freiheit!!! :ura1:

 

Bin dann ca. 300 m weit gekommen. Broooppppp... Motor aus. Sprang auch nicht mehr an. Klang so, als käm kein Sprit. Stille. In der Ferne war nur der Applaus an der Pommesbude zu hören.

 

Benzinpumpe nicht angeschlossen? Doch die surrt. Tank hochgeklappt, sieht alles normal aus, Benzinhahn ist auch geöffnet. Tank runter, Moped springt an. Wieder ein paarhundert Meter weit gekommen. Aus.

Also unter den zufriedenen Blicken der gesättigten Fritten-Verköstiger das Ding mit Helm am Arm demütig wieder in die Halle geschoben. Pfingst-Ausfahrt beendet. :tuete:

 

Irgendwann habe ich dann gesehen, daß bei herunter geklapptem Tank die neu verbaute Benzinleitung einen Knick macht, statt einen Bogen. So läuft das Moped bei hoch gestelltem Tank also, bei herunter geklapptem Tank jedoch nicht.

Bei näherer Betrachtung fiel mir dann auch auf, daß die verbaute Leitung 2 mm dicker und viel weicher ist als das Reststück, das ich davon noch habe:

 

IMG_20230503_175224_8.thumb.jpg.21e79c5591fb89c05b0af9df90729fb2.jpg

 

Die ist richtig aufgequollen und weich geworden.

Viel Hitze und Benzin (Ultimate 102) hat die aber noch nicht gesehen. Ich habe sie vor einigen Tagen erst nagelneu eingebaut.

Laut Kennzeichnung und auch so bestellt, ist es eine "DIN 73379-1 Typ 2A" und wird im wie folgt beschrieben:

 

Technisches Datenblatt: Typ 2 A gemäß DIN 73379 / 1997
(vergleichbar Ausführung 1A DIN 73379 Stand 07/2014)
Schlauchseele NBR-Mischung, kraftstoff- und ölbeständig (Nitril-Kautschuk)
Einlage: Textilgeflecht (CV / Viskose)
Außenschicht: CR-Mischung (Chloroprenkautschuk)
Farbe / Markierung: schwarz / Beschriftung DIN-konform
Temperaturbeständigkeit: Dauertemperatur -35 bis 90 ° C
Spitzentemperatur kurzfristig bis 110 ° C
Kälteverhalten: gefüllt mit FAM-Prüfkraftstoff und 180 ° Biegung bis - 35° C
(nicht für Schläuche > 15 mm äußerer Durchmesser)
Prüfdruck (Dichtheit): Luft: 4 bar über 60 Sekunden
Wasser: 20 bar über 30 – 40 Sekunden

Arbeitsdruck: ≤ 10 bar
Berstdruck nach DIN 53758
Toleranzen: nach EN / ISO 1307/97

Einsatz: Druckschlauch zur Förderung von bleihaltigen / bleifreien Kraftstoffen und Dieselkraftstoffen, jedoch nicht für Bio-Diesel. Beimischungen von Bio-Diesel bzw. Beimischung von Bio-Ethanol (ETBE bis max 7 – 10 %)

 

Das klang für mich bei der Bestellung eigentlich alles erstmal korrekt.

 

Was verwendet Ihr denn für Leitungen und woher bezieht Ihr die?

Schade, das war es dann erstmal mit Fahren über Pfingsten bei bestem Wetter. :schlecht:

Oder ich baue morgen leihweise die Leitung meiner 916 aus und verwende die.

Aber dafür muß ich dann früher oder Später natürlich Ersatz besorgen.

 

Genervte Grüße,


Armin

 

Edited by Duc-Schmidti
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Ich weiss nicht ob modernen Benzin ein Problem ist. Voriges Jahr habe ich ein Schlauch vermeintlich fuer Benzin von einem renommierten Hersteller gekauft; det war nach ein paar Monate hart wie Stein.

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Armin kannst nicht erstmal mit hochgeklappten Tank fahren?

Oder sieht dir das zu blöd aus?

Was glaubst du werden die Pommes jünger Augen machen wenn du so aus der Halle rollst und am Horizont verschwindest!

 

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Hast Du mal überlegt, den Besitzer der Pommesbude (die übrigens lecker Sachen macht 😋) um eine kleine Kostenbeteiligung zu fragen? Im Endeffekt bieten wir eine Menge zur Unterhaltung seiner Gäste:

 

- Zurschaustellung sündhaft teurer und in Handarbeit hergestellter Prototypen

- Akustische Darbietungen von Erststarts und Warmwerdphasen

- Langsames, händisches Zurückschieben dieser, zwecks genauer und detailreicher Betrachtung durch die Gäste

 

Ich denke, er sollte was springen lassen... 🤑  

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Moin,

 

das sind NBR-Schläuche,

hatte bei mir auch drin, die sind, wie ich dann erfahren habe,  chemisch nicht besonders beständig. Vor ein paar Wochen pisste aus diesen raus.

Meine hatten ein Gewebe drum, nachdem ich dieses entfernt habe, sah man, dass die komplett porös waren.

Hab jetzt auf Viton (FKM) Schläuche gewechselt. Diese sind chemie- u. temperaturbeständiger.

Hoffe, dass die halten.

 

Gruß

Andreas 

 

 

 

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Hör mir bloß auf mit Schläuchen!!!!🤮

 

Die Teile machen mich irre. Irgendwann musste ich dann lernen, das nach Norm benzinfeste Schläuche nur INNEN Benzin fest sind. Im Tank also nicht zu gebrauchen. Bei den Vergasern bin ich jetzt bei diesen angekommen:

 

Für Einspritzer natürlich nicht zu gebrauchen, die können nämlich keinen Druck ab. Falls hier irgendjemand weiß, wo man Schläuche herbekommt, die dauerhaft von innen UND außen Sprit abkönnen, immer her mit der Info. 

Ansonsten natürlich nur 102 Oktan, da soll angeblich kein Ethanol drin sein. 🙄

 

Gruß

 

Heini

 

 

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