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Sprit alle?


Moin
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Wenn es um die Zukunft des Verbrenners geht, träumen viele von Wasserstoff und e-Fuels. Nun, hier ist ein erster Ausblick, wie das mit eFuel geht:

https://arstechnica.com/cars/2021/09/porsches-new-synthetic-gasoline-may-fuel-formula-1-races/

 

In kurz:

Siemens und Porsche bauen in Chile eine Fabrik, die aus Windenergie und CO2 (aus der Atmosphäre) Benzin herstellt. Im Prinzip schon als machbar bewiesen, jetzt kommt die neue Info:

Im Vollausbau hoffen sie, 2026 den Liter für etwa 2 USD (1,68€) produzieren zu können. Bis der Sprit in den Tank kommt, kommen natürlich noch Transport, Steuern etc. drauf – rechnet einfach mal mit 8-10 €/Liter. Gerne auch mehr, wenn ab 2030/40 die Logistik-Kette für Sprit (von den Hafenanlagen bis zur Tankstelle) verschwindet.

 

Ok, für ein Rennwochenende 200 statt 50 € für Sprit auszugeben, tut schon weh, ändert aber im Prinzip nix. Bis dahin sind die Lärmbestimmungen eh bei 90 dB :/

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Verrückte Welt... Der Apfel aus Chile ist im Supermarkt hier wiederum günstiger, als der Bio-Apfel vom Bauern aus dem Nachbarort. Sieht auch schöner aus, schmeckt nur weniger nach Apfel. Alles Birnen, die da oben...

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Der werte Jean Pierre Kraemer hat dazu auch zwei Videos gemacht, ist ziemlich interessant aber nunja, wir verstromen ja lieber erstmal alles.... In 10-15 Jahren bauen wir dann wieder Atomkraftwerke und überlegen nach anderen Ideen, wie den synthetischen Kraftstoffen, weil die E-Autos alleine eine Sackgasse waren.

 

KLICK die Erste, KLICK die Zweite!

 

 

KLICK die Dritte - wohl die finale Lösung.

 

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vor 1 Stunde schrieb Throttle_Jockey:

überlegen nach anderen Ideen, wie den synthetischen Kraftstoffen, weil die E-Autos alleine eine Sackgasse waren.

 

Nunja, Autos mit eFuels verbrauchen pro km 3-4 mal so viel Strom wie Elektroautos. Strom, mit dem man heizen (Wärmepumpe) und viele andere Dinge tun könnte.

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vor 21 Minuten schrieb Moin:

Nunja, Autos mit eFuels verbrauchen pro km 3-4 mal so viel Strom wie Elektroautos. Strom, mit dem man heizen (Wärmepumpe) und viele andere Dinge tun könnte.


Aber Strom ist zurzeit (für einige langfristig) keine Option:

LKW im Fernverkehr, Baumaschinen, Landmaschinen, Einsatzfahrzeuge (Feuerwehr, Bundeswehr ...).

Aus meiner Sicht ist daher der Bedarf nach eFuels durchaus gegeben.

Wenn man das dann auf eigentlich „unnötige“ Hobbies übertragen kann,

ist das doch grundsätzlich erstmal nichts Schlechtes.

Und es nimmt Angriffsfläche.

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Wie ist das energetische Verhältnis bei der Erzeugung von CO2-neutralen eFuels u. Wasserstoff?

Denn die Energiefrage gilt für beide Varianten.

 

Und …

Auch für eine flächendeckende Versorgung mit Wasserstoff bräuchte es neue Infrastruktur.

Und eben auch lauter neue Fahrzeuge mit Brennstoffzelle, die es bei eFuels in der Form eben nicht bräuchte.

Auch die Infrastruktur zur Verteilung der eFuels wäre quasi schon vorhanden.

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Nicht immer gleich so negativ denken. Seht es doch mal so: e-fuels und Wasserstoff können dort produziert werden, wo der regenerative Strom in Massen anfällt, aber weit und breit keine ordentliche Stromabnahme durch Verbraucher möglich ist (mangels Masse), Transportverluste vs. Wirkungsgradnachteil.

 

Es wird mMn, entgegen der Lobbyarbeit von VAG, nicht nur die eine Lösung des Transportproblems geben. Vollelektro, H2, e-fuels - Es wird ein Mix werden müssen. Klar ist, rein fossil wird es nicht weiter gehen können.

 

Ich habe da Hoffnung. Bin einerseits Petrolhead und will auf der anderen Seite die Kugel auch für meine (und andere) Nachkommen lebenswert erhalten.

Zur Hoffnung:

 

Das Totschlagargument Wirkungsgrad sollte niemand mit Benzin-Verbrenner in den Mund nehmen, der Großteil der im Benzin enthaltenen Energie geht in Wärme, statt in Fortbewegung auf, bei vielen begrenzten Betrachtungen ist der Energieaufwand für die Herstellung des Sprits meist noch nicht einmal enthalten.

 

 

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Danke Stefan, guter Beitrag, die Mischung wird es machen, nur raffinierte Treibstoffe werden vermutlich überleben, all das undefinierte Bio Zeugs kann für die Maschine ungute Dinge bewirken. Hoffentlich stellen nicht alle die Verbrenner ein, ansonsten verlieren wir das Know How und die Jugend will nichts mehr davon wissen und Ingenieure bekommt man heute schon fast keine mehr für die Motorentwicklung.

Gruss Kornad

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vor 53 Minuten schrieb icwiener:

im ernst? sollen all die dinosaurier denn umsonst gestorben sein? 

 

 

Ja. Und denk dran:

Alles Wasser das du trinkst (und auch das Bier) war mal Dino-Pipi.

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Am 13.9.2021 um 16:26 schrieb humlik:

Danke Stefan, guter Beitrag, die Mischung wird es machen, nur raffinierte Treibstoffe werden vermutlich überleben, all das undefinierte Bio Zeugs kann für die Maschine ungute Dinge bewirken. Hoffentlich stellen nicht alle die Verbrenner ein, ansonsten verlieren wir das Know How und die Jugend will nichts mehr davon wissen und Ingenieure bekommt man heute schon fast keine mehr für die Motorentwicklung.

Gruss Kornad

 

Hat auch schon seine Gründe, weshalb die Ings abwandern. 

 

Ich hätte auch keine Lust an einem 1,3L Turbo Kompressor Spritsparmotor zu konstruieren, der noch 25 Kats nachgeschaltet bekommt. 

Edited by Stolle1989
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vor 10 Stunden schrieb Stolle1989:

 

Hat auch schon seine Gründe, weshalb die Ings abwandern. 

 

Ich hätte auch keine Lust an einem 1,3L Turbo Kompressor Spritsparmotor zu konstruieren, der noch 25 Kats nachgeschaltet bekommt. 

Ich kann mir auch vorstellen, dass den Kollegen Ingenieuren die Herausforderungen schon gefallen. Liegt denen doch eher die Effizienz der Maschienen am Herzen. Und die kann ja in beie Richtungen gehen, so viel Leistung wie möglich oder eben so geringer Verbrauch wie möglich.

 

Weh müsste es den Herren Ingenieuren doch eher tun geplante Obsoleszenz aus Vorgaben umzusetzen oder vermeintlich umweltfreundliche Techniken zu berücksichtigen, die nachweislich die Haltbarkeit herabsetzen bzw. nicht wirklich den angedachten Sinn bringen. Ich versteige mich hier in die leidvollen Erfahrungen mit meinem 2.4 jtdm-Motor mit DPF, Abgasrückführung und komplett mit Ölnebel-Russ-Schlamm zugesetzter Ansaugbrücke sowie den notwendigen "Freibrennfahrten" für den DPF.

 

Zum Spritsparen: Verbrauchsseitig hat sich an 1,3 Liter-Motoren nicht so viel getan, dafür ist die Literleistung in den Himmel geschossen. Wenn ich mir, in meiner Naivität als Nicht-Ing mal vorstelle, wie weit runter der Verbrauch gegangen sein könnte, wenn man einfach als Ingenieur und/oder Hersteller wieder  1,3 Liter-Hilfsantriebsaggregate mit 70 PS an den Markt bringen dürfte ohne von Presse, Lobby an den Pranger gestellt zu werden und nicht jeder Kurzstreckenmittelspurpenner glaubt mindestens 120PS haben zu müssen...hm, kafkaesker Satz oder eher strätersch'...

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vor 6 Stunden schrieb Laschpuffer:

Zum Spritsparen: Verbrauchsseitig hat sich an 1,3 Liter-Motoren nicht so viel getan, dafür ist die Literleistung in den Himmel geschossen. Wenn ich mir, in meiner Naivität als Nicht-Ing mal vorstelle, wie weit runter der Verbrauch gegangen sein könnte, wenn man einfach als Ingenieur und/oder Hersteller wieder  1,3 Liter-Hilfsantriebsaggregate mit 70 PS an den Markt bringen dürfte ohne von Presse, Lobby an den Pranger gestellt zu werden und nicht jeder Kurzstreckenmittelspurpenner glaubt mindestens 120PS haben zu müssen...hm, kafkaesker Satz oder eher strätersch'...

 

... nur wenn man nicht in den Bereich des/der idiotischen Turbos gerät. 

Als der Golf V meiner Frau seinerzeit gegen ein aktuelles Modell getauscht werden sollte, ging's eher um die Ausstattung als die Motorleistung. 

Der alte hatte nur 80 PS und wurde in erster Linie für Fahrten zur Arbeit oder zum Flughafen genutzt. 
Da hat Zeit eine eher untergeordnete große Rolle gespielt.
Sparsam sollte er halt sein. Was er mit ca. 6 l/100 km im Grunde auch war. 

 

Ein äquivalenter Golf VII (ja, es sollte unbedingt wieder ein Golf sein) hatte mit Turbo auf einmal nominell 160 PS. 

Im "Normalbetrieb" fuhr der genau wie der 80 PS Vorgänger.
Erst wenn man ihn in Bereich 6.000 U/Min+ drehte kam ein Hauch von Leistung. Allerdings kaum spürbar mehr als bei dem ollen. 
Dafür kletterte der Verbrauch ins Unermessliche. 
Nach einer ca. 1 h Probefahrt lagen wir im Mittel bei fast 10 l /100 km. 
Absolut indiskutabel. 

 

Es wurde dann ein drehmomentstärkerer GTI Performance - 2,0 l u. 230 PS u. 350 Nm. 
Der kam tatsächlich mit 6,5 l / 100 km aus. 
Absurd.

 

 

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Auch wenn sich die Turbotechnik deutlich weiterentwickelt hat, gibt es bei den meißten Turbos "Regeln" zu befolgen, die der Dauerhaltbarkeit zuträglich sind. Klar warmfahren kennt jeder, aber die Dinger müssen auch "kaltgefahren" werden. Einfachstes besipiel für einen Haltbarkeitskiller: Schön Volllast auf der AB und dann zum Tankstopp direkt aus, da freut sich der Lader. Gut, wenn der mit eigener elektrischer Ölpumpe noch weiterversorgt wird und seine Hitze los wird.

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vor 20 Stunden schrieb Laschpuffer:

 Schön Volllast auf der AB und dann zum Tankstopp direkt aus, da freut sich der Lader. Gut, wenn der mit eigener elektrischer Ölpumpe noch weiterversorgt wird und seine Hitze los wird.

Und wenn nicht, was mach ich dann ?

Wie lange im Stand laufen lassen bevor Motorstop ?

Hab da auch schon oft drüber gegrübelt......

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Im Stand laufen lassen ist nicht grade die beste Variante. Das Kaltfahren hängt sicher auch vom Hitzelevel der Lastphase ab, je höher die Last/Volllast und heißer die Außentemp, desto länger. Die letzten Kilometer deutlich Leistung rausnehmen und Motor samt Peripherie abkühlen lassen. Öltemperaturanzeige wäre natürlich topp, aber das geben die meißten Seriendashboards noch nicht aus.

 

Ich habe mal einen herrlichen Artikel zu einer Sierra RS Cosworth-Probefahrt gelesen - die alten Geschosse wurden 15 Minuten kaltgefahren.

Edited by Laschpuffer
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vor 3 Stunden schrieb Glückspilz:

Und wenn nicht, was mach ich dann ?

 

Dann nimmst du im schlechtesten Fall den ersten Teil meines Forennamens und lässt das "h" weg... Ein Kollege besaß mal einen BMW 330i oder 335i oder sowas, auf jeden Fall einen E90 mit min. einem Turbolader. Der knüppelte das Ding auch immer auf den 10-20km zur Arbeit und stellte es dann bollenheiß ab, bis irgendwann der Aufruf "ein BMW brennt auf dem Firmenparkplatz" kam - ihm ist eiskalt die Karre abgebrannt, kein Scherz.

 

Am 17.9.2021 um 09:55 schrieb Laschpuffer:

...1,3 Liter-Hilfsantriebsaggregate mit 70 PS an den Markt bringen dürfte ohne von Presse, Lobby an den Pranger gestellt zu werden und nicht jeder Kurzstreckenmittelspurpenner glaubt mindestens 120PS haben zu müssen...hm, kafkaesker Satz oder eher strätersch'...

 

Der Kunde will halt immer mehr, dazu die Sicherheitsverordnungen und schon werden die Autos immer riesiger und mit mehr Power ausgestattet. Das trifft sich sehr gut bei mir hier z.B., Leipzig führt als Modellversuch sehr bald die omnipräsente Tempo 30 Zone ein, außer auf den Zubringern und Hauptverkehrsadern. Alle jammern jetzt schon, nur das du aufgrund der Blechlawine auch jetzt tendenziell eh nicht schneller als Tempo 30 im Schnitt schaffst, will wieder keiner wahr haben. Aus dem Zentrum heraus bin ich mit dem Fahrrad - zugegeben nicht der Maßstab, weil sportiver Fahrradnagel im Kopf - in der Hauptverkehrszeit schneller, als der Bürgerkäfig und je nach Haltestellensituation mindestens so fix, wie die Tram.

 

Letztens habe ich einen Wasserstoffhyundai einparken sehen - da musste ich direkt an den Thread hier denken. Hoffen wir mal, dass es derlei Alternativen geben wird.

Edited by Throttle_Jockey
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vor 35 Minuten schrieb Throttle_Jockey:

Meinem Kollegen passierte das weit vor 2020, deine Anmerkung wundert mich aber nicht, so zugesaut wie manche AGRs sind.

 

Zwei Fahrzeuge?? Ich hoffe, nicht nacheinander gekauft....

 

Waren Neuwagen.
Insofern kein Problem, da das alles über die Garantie abgewickelt wurde. 

 

Der Ärger und die verlorene Zeit, in der man irgendwo in der Pampa neben einem brennen Auto 'rumstand, 
sowie natürlich jedesmal (mit)verbrannte Privatsachen waren unangenehmer. 

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Die ungewollte Zeitverschwendung nervt absolut, die verlorenen Gegenstände ebenso aber ich kriege immer ein Problem damit, wenn das Produkt anscheinend einen großen Konstruktionsfehler aufweist und man mir denselben Fehler nochmal andrehen will.

 

An einem meiner Räder besteht auch Spiel in der Federgabel (ähnlich wie Cannondales Headshock), bei dem der Hersteller sagt, dass dies nicht zu korrigieren sei, wenn es mal auftritt, ich aber eine Ersatzgabel kaufen könnte. Die Frage, was dort das Spiel ausgelöst hat, wurde ignoriert, ebenso, ob der Ersatz nach kurzer Zeit genauso versagt. Den Federmechanismus gibt es seit einer Modellpflege übrigens nicht mehr - man könnte sich seinen Teil dabei denken....

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Tja nu.
So ist nun 'mal der Lauf der Dinge. 

 

Hätten wir einen halbwegs "vernünftigen" Verbraucherschutz, könnte man z.B. wie folgt vorgehen:

  • Produktfehler (und auch vermutete) können auf einem unabhängigen Portal geprüft u. ggf. eingestellt werden. 
     
  • Bei Überschreiten bestimmter Thresholds müsste der Hersteller dann Auskunft erteilen und ggf. eine allgemeine Lösung erarbeiten.
    Solche eine Aufforderung zur Auskunft hätte dann eine aufschiebende Wirkung bezüglich der Gewährleistung. 

Aktuell können Hersteller/Händler die gesetzl. Gewährleistung doch einfach aussitzen. 
 

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