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Längere Gabel: geht das gut?


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Hab mal eine Frage an die Fahrwerksprofis. In meiner Monster habe ich eine Gabel der ST drin, weil ich die 65mm-Bremssattelaufnahme für die P4 34/34-Sättel haben wollte. Da ich erst nach ca. 1,5 Jahren wieder mit der Monster gefahren bin, fehlt mir der direkte Vergleich. Subjektiv ist sie bei niedrigen Geschwindigkeiten nervöser geworden, was ich jedoch auf den Umbau mit Stummellenker geschoben habe. 
Da ich das gleiche mit der SS vorhabe, und gerade beide Gabeln daliegen: die ST-Gabel ist um 35mm länger, gemessen von der tiefsten Klemmstelle der Unteren Gabelbrücke. Die kann also nicht weiter durchgesteckt werden.

 Ich möchte auf jeden Fall bei beiden Moppeds die gleiche Lösung haben, wegen der Austauschbarkeit, z.B. der Räder. Kann ich die 35mm vernachlässigen, oder irgendwie kompensieren…? Bin für jeden Rat dankbar!

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Ich fahre in meiner SS eine 916er Gabel. Meines Wissens nach ist die auch ein Stück länger als die Seriengabel. Ich habe keinen Vergleich, weil ich die Kiste schlichtweg nicht anders kenne. Aber auf dem Spreewaldring hat mich das aber kein bisschen aus dem Konzept gebracht. Meinem lausigen Fahrwerksverständnis nach, sollte die Radstand mit längerer Gabel auch größer werden, aber da kommt dann ja wieder noch anderer Geometriemist ins Spiel, den ich in meinem bunten Gehirn nicht verstehe.

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Hi

 

Also wenn manche 2-3mm spüren, dann 35mm auf allr Fälle. 

Kannst du mit dem Federbein etwas entgegen steuern? Ist das Höhenverstellbar?  Zur Not die Höherlegungsteile für den Bügel.

 

Dann würde zwar die Schwinge steiler stehen, vermutte dass das aber weniger nachteilig wäre als die zu lange Gabel🤔

 

 

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35mm länger ist ein anderes Motorrad. Da passt dann eigentlich gar nix mehr wirklich zueinander. Nachlauf zu lange, Lenkkopfwinkel zu flach und zu guter letzt ist die Gewichtsverteilung beim Teufel.

 

Aber lass sie doch einfach die 3,5cm oben aus der Gabelbrücke raus schauen, dann is ja eh alles wieder gut!

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vor 8 Minuten schrieb RaoulD:

 

Aber lass sie doch einfach die 3,5cm oben aus der Gabelbrücke raus schauen, dann is ja eh alles wieder gut!

Geht nicht, sieh Dir den unteren Klemmbereich an. Die geht nicht weiter hoch. 
 

 

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Schwierig. Hinten ausreichend höher machen is wegen Schwingenwinkel nicht gut möglich. Mach halt einen Kompromiss, vorne etwas zuviel Negativfederweg, also Vorspannnung ganz raus und hinten bissl höher. Dann ists wenigstens solalal in Ordnung 

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Wenn ich mir überleg: bin bestimmt schon 2.000km so gefahren 😬 Hatte zwischendurch sogar überlegt, wieder die Segelstange zu montieren. Werde mal am WE alle Toleranzen ausnützen, auch den Klemmbereich paar mm reinschieben.

 

Ganz klares Ziel ist aber definitiv eine technisch einwandfreie Lösung. Auch wenn das eine andere Gabel wäre.

 

Werde die zwei Gabeln mal messen und die Maße hier einstellen. Muss ja nicht noch jemand den gleichen Fehler machen...

BTW, die S2R hat doch auch die dicke Achse und 65mm. Kann da mal jemand bitte die Länge messen: Achse Achse bis Unterkante Klemmbereich des Standrohrs.

 

@RaoulD hast Du nicht eine?

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vor 5 Minuten schrieb rolf4s:

Kannst du nicht den Gabelfuß umbauen? 

Nein, der Tauchrohrdurchmesser ist nicht gleich. 

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Naja es ist ja keine Katastrophe, aber es ist kein gscheites Motorrad mehr so. Monster mess ich dir am Wochenende 

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vor 16 Minuten schrieb RaoulD:

Naja es ist ja keine Katastrophe, aber es ist kein gscheites Motorrad mehr so

 

Naja, hätte mich kürzlich fast hingelegt, weil sie vorne einen derben Rutscher hatte.

Die Sissie-Gabel sollte passen. 

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Abend,

ohne alle Infos zu haben, scheint es mir als ob der "ST-Gabel" einer 41-mm-standrohrgabel ist, und die SSIE einen "modernen" 43-mm-gabel ist?  In meiner Welt sind die SSie-Gabeln die längeren, um etwa 35 mm (müsste nachschauen, aber wenigstens länger), aber vielleicht meinst du, wie vom Bild vermutet werden könnte, mit dem unteren Klemmsitz als Nullage?  

 

Der SSie-Gabel scheint von einer 1000DS zu kommen, was gut und schlecht wäre:

Gut, weil sie dann als einziger 50/54-er-Gabel einen korrekten technischen Aufbau hat, schlecht, weil sie eben den kürzeren unteren Klemmbereich hat. 

Ich habe vor einige Jahren ein Bericht dazu in einem anderen Forum geschrieben, vielleicht kannst du daraus einige Infos entnehmen:

 

http://www.ducatimonsterforum.org/index.php?topic=61968.0

 

Wenn ich recht habe, und der Gabel aus einer 1000DS kommt, würde ich sie auf jedem Fall behalten, die müssige Feder und Hydraulische Abstimmung auf einem Sinnvollen Niveau bringen, dann hast du einen viel besseren Gabel als dem 41 mm "ST".

Vielleicht könntest du eine Ausgleichsbüchse für die untere Klemmung drehen (lassen)?

 

Bzw, die Innereien des 1000DS passen direkt in der Holme des 900SSie (mit der langen Klemmung).

 

Unten links SSie, rechts ST4s (43 mm).

 

Edit: Längere Klemmung, aber in der falsche Richtung .... 900 SSie-Holme helfen also nicht. Aber wenn 1000 Ds, hydraulisch viel besser.

 

Gruss,

Torbjörn.

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Edited by Monsterhpd
Grammatik :-)
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Ggfs. könntest Du mit einer gekröpften unteren Gabelbrücke den Klemmbereich sinnvoll nutzen. Also z.B. eine Gabelbrücke wie bei der 916, die nicht plan ist, sondern wie ein umgedrehtes "U" aussieht.

Du müsstest dann aber wieder schauen, daß das vom Lenkrohr usw. passt.

Edited by Duc-Schmidti
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Das wird geometrisch schwierig, wg. Lenkanschlag und Nähe zum Rahmen denke ich.

Denke der Weg wird sein, passende Gabelholme zu finden. Z.B. S4R

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vor 15 Stunden schrieb Remsflo:

Werde die zwei Gabeln mal messen und die Maße hier einstellen. Muss ja nicht noch jemand den gleichen Fehler machen...

BTW, die S2R hat doch auch die dicke Achse und 65mm. Kann da mal jemand bitte die Länge messen: Achse Achse bis Unterkante Klemmbereich des Standrohrs.

 

@RaoulD hast Du nicht eine?

 

Ich glaube, du hast dieses Mass gemeint? Achsmitte bis Anfang (unten) Ø54 mm: 418 mm.

Gabel aus einem ST4S, ausser TiN-kosmetik identisch zu S2R und andere Monster der gleichen Generation. 

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Ja genau, dieses Maß hilft mir weiter Prima vielen Dank Torbjörn. Bin wg. Arbeit noch nicht weiter gekommen. Hab aber gerade alle Gabeln zusammen in meiner Werkstatt. Später mehr.

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Posted (edited)

Wow Torbjörn, hab mir das alles mal zu Gemüte geführt. Toller Bericht, danke fürs Teilen.

Habe gestern mal gemessen. Zunächst habe ich die ausgebaute silberne Gabel an meine eingebaute gehalten und mich wie Schnitzel gefreut, dass sie 50mm kürzer ist. Ernüchterung folgte jedoch sofort: alles nur oben. Unten sind sie gleich, ich kam auf etwas andere Werte als Deine 418mm. Aber die Stelle genau zu definieren, wo der Klemmbereich beginnt ist auch nicht so leicht. 3mm hin oder her sind aber auch nicht das Thema.

Im Vergleich zur Original-Gabel sind es rund 33-35mm zu viel. Immer bezogen auf Achse der Achse.

 

Was mich wundert: in der S4R ist auch eine 43mm-Gabel mit 65mm-Bremsaufnahme drin. Ist die schwingenseitig dann anders als die restlichen Monster?? Die S4RS hatte schon radiale Bremsen.

 

Wie geht's nun weiter?

 

An der Monster habe ich die Gabel so weit durchgesteckt, wie möglich. die untere Klemmung noch 2-3mm in die Brücke hineingeschoben. Vorspannung ganz raus. Hinten habe ich noch relativ viel Negativfederweg übrig. Den kann ich auch reduzieren. Dann Probefahrt. Wollte das Fahrwerk eh schon längst einstellen...

 

Für die SS behalte ich vorerst die originale Gabel und hänge die Bremsen mit Adaptern dran - sorry @Roland E. Es sei denn, es gibt doch eine kürzere43mm-Gabel.

 

Die Idee, für die untere Klemmung einen Adapter zu drehen, hat auch Ihren Charme. Dazu müsste der runde Übergang von dünnerem zu dickerem Durchmesser zylindrisch gefräst werden. Dazu muss vermutlich die Gabel auseinander. Dann eine Buchse drauf. Das wäre eher meine letzte Option.

 

Auf jeden Fall geht die lange Gabel weg, weil die ca. 7cm überstehen würde. Gefällt nicht, ist gefährlich und der TÜV sieht es dann sofort.

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Edited by Remsflo
Bilder eingefügt
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Wahnsinn! Danke @RaoulD  Jetzt kann man richtig eine Linie fahren… 🥳 Vorne hängt sie jetzt arg in den Federn. Liegt vermutlich daran, dass die Zugstufe fast ganz offen ist und die Druckstufe ziemlich zu. Wollte damit erreichen, dass sie erstmal tief bleibt. Hinten ist mit ca. 15mm Negativfederweg nicht viel Komfort auf dem langsamen holprigen Teil der Haustrecke. Aber weniger ungemütlich, als erwartet. Bisschen rumspielen noch, dann wird’s. Also wie im echten Leben 🤪

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Dämpfung zu drehen bringt nichts wie tief sie drin hängt. Es verändert lediglich die Zeit bis sie "drin" hängt.

Oft ein Irrtum ist ja, dass man durch die Druckstufe die Tiefe des Eintauchens beim Anbremsen beeinflussen könnte. Ja kann man, aber nur ganz kurz, wenn man dann aber schneller auf die Kurve zu braust und die Kiste länger zusammen bremst gehts auch wieder entsprechend weiter runter.

 

Wie tief sie ist, ist eigentlich nur durch Federn und derer Vorspannung einzustellen, am Ende im letzten Drittel kommt dann noch die Luftkammer bzgl Progression zum Einsatz.

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So wars gemeint Lennart. Bin gestern schön rund gefahren, um das Fahrwerk besser zu fühlen, ohne scharfes anbremsen. Luftpolster wirkt doch aber schon früher, oder? Bei der Bandit ist ja nichts einstellbar. Da habe ich dickeres Öl drin für mehr Dämpfung und 2cm weniger Luftpolster. Und das spürt man im Fahrbetrieb sehr deutlich. Auch bei konstanter Fahrt.

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Bei aktuellen FGRT GAbeln schreibt Öhlins ab der Hälfte kommts zum Tragen. Bei älteren FG43 stand in meinen Unterlagen immer des letzte Drittel.

Da eben Luft kompressibel ist, wirkt es natürlich auch am Anfang aber kaum spürbar.

 

2cm weniger Luftpolster ist schon nicht wenig aber was du primär im normalen Fahrbetrieb merkst ist wohl eher das dickere Öl. Oder eben das Polster wenn hart geankert wird.

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