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By bergbewohner01 · Posted
Kommt auf die Größe des Objekts an und was alles zu tun ist, was man selber kann, ob man nen Arbeiter zu Hand hat und allerhand mehr Faktoren. Solche Häuser sind eigentlich immer riesige Fallen. Ohne einen Sachverständigen sollte man sich so einem Teil als Laie nicht mal auf 100m nähern. Und ich meine staatlich vereidigte Bauingenieure mit Spezialisierung auf Altbauten mit herausragenden Leumund in der Branche, die für ihr Urteil geradestehen. Nicht einfach nen Kumpel der mal ne Renovierung durchgeführt hat. Solche Erfahrungen kann man hier völlig vergessen, es ist wirkliches Fachwissen nötig, damit man nicht danach nen Strick zum Aufhängen sucht. Den Willen sowas zu retten haben viele, daran scheitert es nicht. Das Problem sind der jeweilige Verwahrlosungsgrad, die Eigentümer und der Denkmalschutz. Loch im Dach, jahrelanges reinregnen, Böden morsch, Tragbalken durch, Hausschwamm, das war´s, nicht mehr zu retten. Ist die Substanz noch einigermaßen, geht´s weiter. Teils ist der Eigentümer nicht auffindbar, teils sind es zerstrittene Erbgemeinschaften und selbst wenn man einen verkaufswilligen hat, denken die immer, dass sie einem ein altes Haus verkaufen und jagen den Preis hoch. Meistens handelt es sich aber eher um Ruinen, die extremst aufwändig kernsaniert werden müssen. Böden rausstemen, Gemäuer abstützen, allerhand morsche Balken ersetzen. Die ganzen Arbeiten finden auch unter permanenter Einsturzgefahr statt, man greift z.T. richtig tief in die strukturelle Integrität der Bauwerke ein. In Rom ist vor kurzem ein Turm während der Renovierung eingestürzt. Stell Dir vor, einer Deiner Arbeiter oder ein helfender Kumpel geht dabei drauf. Wenn Du ihn selber auf eigene Faust loslegen hast, wanderst Du kerzengerade im Knast. In Polen sind solche Abenteuer machbar, bei uns nur unter Gewerkvergabe an Spezialisten, dann aber kaum bezahlbar. Damit sich das überhaupt rechnet, dürfen solche Häuser nicht mehr als ein Kasten Bier kosten. Neben den ganzen Gewerken kommen Kraneinsätze, Straßensperrungen, Steinmetze, Restauratoren und und und auf einen zu, die sich das auch alle ordentlichst bezahlen lassen. Alleine das Dach im obigen Beispiel kostet über 100.000€ in der Economy-Ausführung. Und dann kommt der Denkmalschutz. Wenn der mitspielt, haste nen 6er im Lotto. Wenn die sich aber querstellen oder im Elfenbeinturm hausen, haste verloren. "Geht nicht, passt nicht, dürfen Sie nicht". Ein Bekannter hat ein altes Schloß gekauft und wollte loslegen. Der staunte nicht schlecht, als man ihm erklärte, dass jeder Handgriff behördenseitig beantragt und genehmigt werden muss, da ist nix mit "ich mach mal". Eine der unendlichen Denkmalschutzauflagen war z.B., dass die Wände nicht mit der Rolle, sondern nur mit dem Rosshaar-Pinsel gestrichen werden, da die Pinselspuren sichtbar sein müssen! Rechne mal die Quadratmeter der Wände da drin zusammen und stell Dir vor, wie Du mit nem kleinen Pinsel in der Hand auf der Leiter stehst. Da sind Deine Enkel noch zugange. Kannste auch als Gewerk vergeben, das dauert Monate, warte mal was da für ne Rechnung kommt. Es gab mal im von rotgrünen Spinnern verseuchten öffentlichen TV ne Serie, die von solchen Häusern handelte, die dann von "Idealisten" gekauft wurden. Das TV-Team begleitete die dann über einige Jahre wie sie versuchten, das Gemäuer wieder aufzubauen. Öffentlicher Sender, also menschelte es ohne Ende. Gefühlsdusselei, Romantik, herumspringende Gören, tapfere Eigner, Geigenmusik. Bei den meisten der Fälle konnte selbst mein Kater den Ausgang erahnen. Wenn da z.B. die 22jährige ...äh... "Idealsistin" mit Eisenschmuck im Gesicht den Pinsel schwang um den Stuck zu färben, während über ihr durch das riesige Loch im Dach die Sterne funkelten... Na ja, könnte ein Buch schreiben über das Abenteuer "Garage für SPS finden" 🤪 -
Ist sowas "Hobby-wirtschaftlich"? Also rein externe Kosten und eigene Arbeitszeit ist Zeitvertreib (mein Moppedschrauben ist therapeutisch). Ceteram censeo: Häuser ohne integrierte Werkstatt sind so sinnlos wie Autos, mit denen man keine Motorräder transportieren kann.
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By bergbewohner01 · Posted
Na ja, schaut wie ein Haus aus, oder? Villengegend, die ganze Straße ist von solchen Häusern gesäumt. Aber wenn man genauer hinsieht, erblickt man unter dem Balkon die zwei Eisenbalken, der das Gemäuer zusammenhalten damit nicht alles Richtung Straße donnert. Die zugemauerten Fenster sagen dem Laien, dass da ein Einbruchschutz erstellt wurde. Der Profi dagegen sagt Dir, dass die helfen alles weiter zu stabilisieren, da das Gewicht von Säulen und Balkonabdeckung ordentlich drückt. Geht man näher ran, sieht man die Risse zwischen dem Grundkörper und dem Balkonvorbau. Das ganze Teil wird mehr oder weniger von den beiden Querbalken gehalten, die mit Eisenstangen quer durch den Innenraum an der gegenüberliegenden Wand verankert sind. Haste auch gleich Deine Morgengymnastik 😄 Kaufpreis: 40.000€. Sanierungskosten normal: 1.000.000€. Unter den Auflagen des Denkmalschutzes: 2.000.000€. Mindestens. -
By chaos-factory · Posted
Egal, das ist wenn man fertig ist doch mit das schönste Gefühl was man haben kann, da muss man doch vor Stolz und Hochmut nur noch durch die Gegend schweben. Mal abgesehen davon das es alle Ehren wert ist sowas zu erhalten und nicht jedes Haus mit Geschichte abzureissen und durch einen schnöden Neubau zu ersetzen.
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