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750 Sport: Ölverluste zwischen Kopf und Zylinder


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Hallo zusammen, ich stelle mich erst mal kurz vor: Mein Name ist Stephan und ich komme aus Lüneburg. Hatte schon ein paar 2V Ducatis: vor 20 Jahren mal eine M900 und vor 5 Jahren eine SS 1000 i.e. Nun habe ich mich in eine 750 Supersport aus 1989 verliebt und spontan online gekauft. Ich denke, ich hier im Supersport Bereich am besten aufgehoben, weil der Motor z.B. m.W. bei den ersten 750 Supersport i.W. noch der kleine war (alter Pantah Motor inkl. Trockenkupplung).

 

Sie steht jetzt teilzerlegt in meiner kleinen Werkstatt. Mich stört neben ein paar weiteren Dingen (natürlich Risse in der Schwinge...) vor allem der Ölverlust an beiden Zylindern. Siehe Bilder. Mir ist das viel zu viel?!? Wenn ich richtig informiert bin, gibt es hier ja keine separate ZKD. Und ich habe gehört, dass Ölverlust meistens auf undichte 0-Ringe (Abdichtung der Ölkanäle zwischen Zylinder und Kopf). Was sind Eure Erfahrungen und was sollte ich tun? Habe auch mal irgendwo gelesen, dass sich die 0-Ringe ohne komplette Demontage der Köpfe tauschen lassen. 1cm anheben und raus- reinfummeln...?

 

Auch scheint mir zusätzlich Öl aus dem Bereich Schalthebel und / oder Ritzelwelle zu kommen. Hier tippe ich auf die Simmerringe. Lassen sich beide hoffentlich von außen wechseln...?

 

Danke für jeden Hinweis!

 

Gruß

Stephan

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Das mit dem O- Ring Einbau nur mit dem Kopf anheben, würde mich schon interessieren...  ;);)

 

Der Kopf muss runter. Bei der alten SS must du dazu eben den Motor vorn ablassen und die Köpfe ziehen... 2 o-ringe rein und fertig.

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Tja, vielleicht war der Wunsch der Vater meines Gedankens 😉 Aber was Du schreibst "Bei der alten SS must du dazu eben den Motor vorn ablassen und die Köpfe ziehen... 2 o-ringe rein und fertig" klingt jetzt auch nicht so wild. Sollte ja für meinen (Pantah 750 Motor) auch gelten... Gibt's da spezielle Stolperstellen? Was sollte man ggf. gleich mit neu machen? Die ZR's sollten eh neu kommen...

 

Danke & Gruß

Stephan

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Wenn der Schreck des Motor absenkens verdaut ist (du musst den Rahmen oben wo aufhängen) und du die Krümmer entfernt hast gehts ganz leicht. Du brauchst zum Festziehen der Kopf-Muttern aber ein Spezialwerkzeug oder du bastelst dir was. Ist aber nicht teuer und sollte jeder haben. Gleiches zum Abziehen des Lima-Deckels wegen der magnetischen Gegenwehr.

Ist sonst trivial, Riemen is am einfachsten mit Markierungen auf Riemenrädern und Riemen und Abstände auf die neuen Riemen übertragen 

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Danke für Eure Tipps, das funktioniert ja echt super. Noch eine Detailfrage: Die Köpfe kann ich dann im Ganzen abnehmen und wieder montieren, d.h. das zerlege ich nix? Und reicht es die Köpfe runterzunehmen oder sollen bzw. müssen auch die Zylinder runter? 

 

Ich werde vorab noch die Kompression messen. Ventile wurden lt. letzter Servicerechnung vor ca. 1.000km eingestellt. Zwar vor 15 Jahren, aber da sollte sich ja "im Stand" nicht viel ändern. Die Riemen sehen auch aus wir neu, die wollte ich halt aufgrund Alters wechseln.

 

Gruß

Stephan

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Klar, Koepfe einfach abziehen und wieder aufsetzen. Im Prinzip genauso wie die Zylinder selbst. DIE kannst du um ein paar cm anheben weil der Kolben ja eh nicht sofort unten rausfaellt.

Bezueglich der Riemen wird im Internet viel zuviel Theater gemacht, wenn du aber keine Ahnung hast wie lange die schon statisch standen, tausch sie einfach aus

 

Raoul

  • Thanks 1
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Hallo, ich bitte noch mal um Hilfe: Den größten Ölverlust hatte ich ja beim liegenden Zylinder im Bereich Auspuffkrümmer (vorne unten). Habe daher diesen Kopf zuerst abgenommen. Die beiden O-Ringe und die Ölhülse/Buchse waren beide vorhanden. Und beide O-Ringe sind weich und elastisch (nicht spröde, nicht rissig oder platt gedrückt). Ich habe daher Zweifel, ob diese O-Ringe die Ursachen sind... Aufgefallen ist mir aber, dass im Dichtungsbereich Kopf / Zylinder genau in Richtung Krümmer Abgang schwarze Verfärbung / Russ sichtbar war. Würde doch bedeuten, dass es hier undicht gewesen ist. Wenn es hier durchbläst, kann das wiree Ölverlust aussehen?

 

Bilder anbei. Leider habe ich diese erst gemacht, nachdem ich den Dichtungsbereich grob gereinigt habe. Man sieht nur noch ganz wenig "schwarz".

 

Was meint Ihr dazu? Wie soll ich weiter vorgehen?

Zusatzfrage: Einer der beiden Zylinder hat doch auch im Fußbereich noch einen großen O-Ring? Was das liegende und wenn ja, kann der dann eine Rolle spielen?

 

Viele Grüsse

Stephan

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Edited by StephanLG
Schreibfehler
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Hi

 

Die Dichtfläche am Kopf verwirft sich am Auslassbereich, da wohl recht wenig Material.   

Bei Jako Motorsport wird dies auch erwähnt, und lässt sich zirkular planfräsen. 

 

https://www.jako-motorsport.de/leistungen/zylinderkopfarbeiten/

 

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Ich denke eher nicht dass die Stelle dann wie ein Ölverlust aussehen kann.   

Der Ölverlust wird warsch./hoffentlich von den Dichringen kommen. Die verlieren über die Jahre auch an Vorspannung( im Neuzustand sind etwa 20-30% Quetschung angestrebt)

 

Zu deinem 2.Bild im obersten Beitrag, das sind Verschlussstopfen, die schwitzen bei mir auch, ich habe einfach eine dünne Schicht Motorsilikon draufgeschmiert.  Denn ohne grobe Gewalt habe ich die nicht gelöst bekommen.

 

 

Gruss Roland

Edited by Roland E.
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Hallo Roland, danke Dir!

 

Ich würde auch sagen, dass eine Undichtigkeit nicht dieses "Ölverlustbild" erzeugen sollte. Trotzdem bläst es dort ein bisschen durch. Habe aber schon mal an anderer Stelle gelesen, dass das auffällig war. Es ist sicher auch die Frage, ob mein Kopf korrekt, d.h. in drei Durchgängen, reihum und mit korrektem Drehmoment angezogen wurde. Vielleicht fahr ich mal zum örtlichen Motorenbauer. Mal hören was er sagt, vielleicht kann er auch Verzug besser messen als ich. Wenn ich den Kopf auf eine Glasplatte lege, dann ist er zu mindestens nicht spürbar verzogen. Natürlich kann trotzdem bei Produktion zu viel Material im Dichtbereich abgefräst worden sein...

 

Gerne noch andere Meinungen...

 

Gruß

Stephan

Edited by StephanLG
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Denke auch das ist ok.

 

Die vertiefte DichtFläche direkt am Brennraum lässt sich leider schlecht messsen.

Vielleicht mit ganz feiner Schleifpaste und dann den Zylinder einsetzten und etwas hin-her drehen. Evtl. sieht man da wo der Kopf korrekt trägt.

 

Viele Grüsse

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Naja, 10% Unterschied ist schon relativ viel. Aber da das von vielen Faktoren beeinflusst wird muss das nichts mit diesem Verzug zu tun haben.

Ueberhol die Koepfe einfach, hast ja eh schon alles in der Hand liegen

 

Raoul

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Auf einer Glasplatte misst du bei diesen Köpfen wegen der zurück gesetzten Dichtfläche eh nur Murks.

Dazu ist eine Glasplatte eh nicht vernünftig plan, dazu sollte es schon eine vernünftige Hartgestein Messplatte von z.B. Planolith oder Johann Fischer Aschaffenburg sein.

 

Wie auf den Bilder zu sehen, und im Thema schon erwähnt, die Köpfe fallen meist irgendwan im Bereich des Auslasses ein weils dort zu dünn ist. Wenn nun nach gedreht, gespindelt oder gefräst wird ist es wieder plan und bleibt in der Regel so. Denn die Köpfe haben schon Hitze bekommen und Verformung "erfahren", wenn diese nun überholt werden sind sie besser als neue Originale. Also zumindest wenn der Instandsetzer halbwegs wusste was er tut.

 

Normalerweise sollte man die Dichtfläche nachsetzen und in einem Zug auch die Fläche an der die O Ringe anliegen nachziehen, so hat man gewissheit das diese dann planparallel zueinander liegen.

 

Prüf auch gleich deine Ventilführungen...

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Danke Euch. Ich habe an beiden Köpfen dieses Bild. War nun gestern mal bei unserem Alt-Ducati-Schrauber in der Region (Hadeler Rosengarten). Er hat sich die Köpfe angeschaut. Aus seiner Sicht alles im normalen (üblichen) Bereich, er würde da nix machen. Führungen sind aus seiner Sicht ok, Schaftdichtungen hat er mir neue reingemacht. Ich montiere jetzt erstmal inkl. korrekten Anziehen und dann schau ich mal. Wenn's dann wirklich arg durchbläst, dann mache ich den Motor. In dem Fall würde ich dann aber komplett "top end" prüfen und überholen.

 

Gruß

Stephan

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vor 1 Stunde schrieb Stolle1989:

Dazu ist eine Glasplatte eh nicht vernünftig plan

 

Ich hab mal "gelernt" das wenn man das mit so Hausmitteln machen will, statt richtigem Messzeug, man für so etwas einen Spiegel nimmt und keine Glasplatte. Weil man am Spiegelbild eher sieht ob der Spiegel plan ist.

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