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By Ducracers4r · Posted
Grundsätzlich altert ein Riemen mit der Zeit - unabhängig ob er läuft oder steht. Nur wird das meistens falsch interpretiert. Was altert, ist das Gummimaterial. Wir sagen dazu "Gummi lebt", weil seine physikalischen Eigenschaften nach der Vulkanisation einem permanenten Wandel unterliegen. Anders als z.B. bei Metallen, die eine Werkstofflegierung besitzen, gibt es für synthetische Elastomerwerkstoffe (also Gummi) eine Mischung. Der Unterschied ist, daß in der Mischung kein vollständiger chemischer Verbund aller Bestandteile vorliegt. Weichmacher, Öle, etc.. diffundieren mit der Zeit aus, weil sie nicht gebunden sind. Das Grundgerüst bilden lange Kohlenstoffketten, die mit Hilfe von Schwefel oder Peroxid verlinkt werden (Vulkanisation), sodaß eine Gitternetzstruktur entsteht. Dieser chemische Vorgang läuft kontinuierlich immer weiter ab - bei Kälte langsamer und bei Hitze schneller, der Prozeß ist nicht aufzuhalten. Je höher der Vernetzungsgrad ist, desto unelastischer wird das Material (oft als Verhärtung wahrgenommen). Deshalb sollten Gummibauteile immer kühl und im Dunkeln gelagert werden. So schlimm es sich im ersten Moment auch anhören mag, so schlimm ist es am Ende dann doch nicht. Nach Forderung von der Automobilindustrie liegt die Gebrauchsdauer bei 15 Jahren - also weit über der Standzeit von 1,5 Jahren! Wenn der Motor sich nicht dreht, ändert sich auch die Bruchkraft nicht und die Glasfaserzugstränge unterliegen auch keiner Alterung über der Zeit. Die Riemenspannung schadet auch nicht - ein neuer Riemen hat eine Bruchkraft von 20t und die Vorspannkraft beträgt gerade mal 200N (also wird der Riemen durch die Vorspannung noch nicht einmal nennenswert gedehnt). Wenn vorher alles richtig gemacht wurde, dann gute Fahrt! -
By Ducracers4r · Posted
Eine kleine Korrektur: Zahnlastspiele gibt es bei Zahnriemen nicht als Kriterium. Der Bruchkraftabfall infolge der Biegung um die Zahnscheiben bestimmt den Wechselintervall. D.H. wenn die Restbruchkraft auf das Niveau der Antriebskraft abgesunken ist, zerreißt es den Riemen. Da kurze Riemen häufiger umlaufen, tritt ihr Ende schneller als bei langen Riemen ein. -
By Ducracers4r · Posted
Falls einige Mitglieder es noch nicht gesehen haben, hier die Übersicht bezüglich der Inspektionen für die aktuellen Modelle von der Ducati Homepage -
By Duc-Schmidti · Posted
Das hier scheint ja ein ganz vernünftiger Zahnriemen-Thread zu sein da möchte ich mich gerne mit Fragen dran hängen. Mit einem guten Kumpel und Forumsmitglied wollten wir letztens mal eben routinemäßig die Zahnriemen an seiner 998 wechseln. Das Moped stand länger, es gab beim letzten Betrieb keine Auffäligkeiten und wurde für die Inspektion m.W. auch nicht mehr mal eben gestartet, geschweige denn warm laufen gelassen. Unter der Abdeckung erwartete uns dann aber ein auf ca. 10 bis 15 cm aufgeribbelter Riemen: Das sieht für uns zunächst nach mechanischer Einwirkung auf den Riemen aus. Einen Fremdkörper konnten wir jedoch nicht finden. Auch die Riemenräder und Umlenkrollen wiesen augenscheinlich keine Beschädigungen oder scharfe Kanten auf. Gefühlt hatten die Lager der Spannrollen axial Spiel. Der Besitzer hat daher sicherheitshalber entschieden, die Rollen samt Lagern komplett zu tauschen. Was wir aber nicht verstehen: Wie kann es zu so einem partiellen Schaden auf so kurzer Strecke des Riemens kommen? Wenn der rundum komplett aufgeribbelt wäre, würden wir es eher verstehen. Hat hier jemand eine Erklärung? Danke für Ratschläge, Armin -
Hört sich stark nach Anlasserrelais an .... 🤌🏻
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