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    • Ist ja nicht nur Ducati, die denken ja auch daran Lamborghini zu veräußern, und auch ihre Anteile am F.C.Bayern und VFB Stuttgart abzugeben… und dass sind dann Peanuts…aber wenn sie dringend Geld brauchen?!   https://www.n-tv.de/ticker/Volkswagen-prueft-offenbar-Verkauf-seiner-Anteile-an-FC-Bayern-und-VfB-Stuttgart-id31036505.html   https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/geruechte-an-der-boerse-trennt-sich-vw-von-ducati-und-lamborghini/
    • Ich sehe das entspannt - so gerne ich meine Ducatis fahre, Freude macht Motorradfahren auch auf Motorrädern anderer Marken. Und, ehrlich gesagt, bei allen Anbietern finde ich zur Zeit kein Motorrad, das eine Will-ich-unbedingt-haben-Reaktion auslöst. Marke hin, Marke her.
    • Ich kann Kollege @Pimpertski mehrheitlich nur zustimmen, allerdings gibt es auch Alternativen. Die Frage ist, was will ich als Firma: Wachstum ohne Ende, sprich Erweiterung und Masse auf Biegen und Brechen um den Umsatz hoch zu jagen, oder verfolge ich eine in Teilen auch idealistische Politik des Werte erschaffen und beibehalten. Man sieht auch sehr erfolgreiche Kleinhersteller, wie etwa Koenigsegg oder Pagani, die mit sehr guten Zahlen am anderen Ende der Massenherstellung operieren.   Zwischen VW mit fast 9 Mio Einheiten in 2025 an einem Ende und Pagani mit einigen wenigen Einheiten am anderen, gibt es genügend Platz um es sich gemütlich zu machen und überlebensfähig zu sein. Als ich enger mit der Automobilindustrie arbeitete, wäre ich mit so einem exclusivem Ansatz natürlich sofort vor die Tür gesetzt worden: Hier gilt Masse über alles. Wenn ein Unternehmen wie Ducati per Aktienaufkauf dazukommt, muss es sich natürlich ebenfalls dieser Maxime anpassen, was wir halt auch in der Modellbombardierung sehen. Ob es dem Unternehmen langfristig gut tut ist eine Frage für das Orakel. Seat-Fans z.B. müssen jetzt ganz stark sein, weil VW das Ende der Marke überlegt. Es ist eben nur ein Namen, eine Verkaufsplattform, ein Bezug zur Geschichte existiert nicht. Ich bezweifle ob irgendein VW-Vorstand weiss wer Dr. Taglioni war.   Ein Nachteil dieses exzessiven Wachstums ist allerdings auch die steigende Abhängigkeit von allerhand externen Faktoren. Wir hatten ja vor einigen Tagen das Thema Politik und den merkwürdigen Wunsch, nicht davon zu sprechen. Ich verbleibe bei meiner Aussage, dass ein unpolitisches Leben nur auf einem verlorenen Eiland im Pazifik möglich ist und hier sieht man es eben ganz deutlich: Es ist ja nicht so, dass VW nicht mehr weiss wie man Automobile herstellt, noch haben sie verlernt wie man sie gewinnbringend an den Mann bringt. Die Krise bei VW ist nur ein Beispiel innerhalb der Gesamtsituation der Deutschen Wirtschaft, die sich seit ca. 7 Jahren auf dem absteigenden Ast befindet.   Schlechte Politik führt zu steigenden Kosten und schrumpfenden Märkten, diese zu Krisensituationen bei den Müttern und diese zu Krisen bei den Töchtern. Und schon sind wir bei unserem Kernthema, das Unternehmen Ducati gelandet. Diese Sachen bedingen sich gegenseitig, wobei die Hauptkraft natürlich auf Seiten der Politik ist, da diese die Rahmenbedingungen festlegt in dem Unternehmen operieren können. Von den Unternehmen geht´s direkt rüber zu den Angestellten und den Kunden und schon ist man mit betroffen. Keine einsame Insel mit einer guten Ducati-Werkstatt in Sicht.   Ein erfolgreicher Verkauf an einem solventen Investor wäre ein Segen, noch mehr evtl. ein Rückkauf durch das Management, aber sollte Ducati verramscht werden um anteilig die Mutter zu retten, wird auch Ducati in den Krisenmodus schalten müssen. Die enormen Aufwände des Rennsports und die durch die Brüsseler Verordnungen immer höheren Entwicklungskosten werden zum kritischen Prüfstein. Noch merkt man in Bologna davon nichts, aber ich denke, die Ergebnisse der VW-Aufsichtsratssitzung werden ein Meilenstein in die kommende Geschichte des Unternehmens, unabhängig wie man sich schlußendlich entscheidet.
    • Wird dann wahrscheinlich ähnlich wie damals in der „Opelszene“ wo in den 90ern schon zu merken war: Es gibt auf den Treffen die Gruppe die sich auf die Hecktriebler mit Motor in Fahrtrichtung fokussiert hat und die, die halt die neuen Modelle mit Frontantrieb und Motor quer gefahren haben. Wenn sich das am Ende so aufteilt wäre das für mich ein guter Weg. Ich bin halt in den 90ern mit den alten Haudegen, Gitterrohr, Desmo und offener Kupplung aufgewachsen. Darum taugt mir das neue Zeug nicht.   Oder um es mit den Worten der Alt Opel Freunde zu sagen: “Sie laufen ja auch nicht auf ihren Händen.“ Und wenn es am Ende so ist wie mit Laverda und man trifft sich einmal im Jahr vor dem geschlossenen Werk in Bologna, um über alte Zeiten zu sinnieren, ist es halt so. Ich kleines altmodisches Licht, kann das eh nicht ändern.
    • Würde ich mir natürlich auch wünschen. Ich denke aber, dass das nicht mehr der Desmo, der Gitterrohrrahmen und der performante V2 ist, sondern in der Wahrnehmung der Käuferschicht allenfalls noch ein attraktives italienisches Design und das Premium-Image um sich vom Rest abzuheben.   Realistischerweise muss das Produkt am Ende auch jemand kaufen um den Laden am Laufen zu halten. Und da sehe ich kein Potential bei den paar Puristen und Technikliebhabern vergangener Tage bei gleichzeitig ausbleibendem Nachwuchs. Von daher war der Kurs den Ducati in den letzten ~10 Jahren eingeschlagen hat, wahrscheinlich wirtschaftlich betrachtet kein Schlechter und nur konsequent Auch wenn dabei Leute wie bspw. auch ich auf der Strecke bleiben.   Ich rechne momentan jedenfalls nicht mehr damit, dass Ducati etwas baut was mich derart begeistert es als Neumotorrad zu kaufen. Das letzte attraktive Modell war für mich die 1299 und die erste Serie der Panigale V2, also Dinosaurier aus heutiger Sicht. Und auch da hat es nicht für die Kaufentscheidung bei mir gereicht. Also wegen mir kann Ducati morgen auch die gesamte Flotte elektrifizieren, wäre mir tatsächlich relativ egal, solange es zumindest weiter geht mit der Marke und auch etwas für die historischen Bikes getan wird. Ich würde mir etwas analog wie Mercedes Benz Classic wünschen.
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