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Ventile krumm


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Hallo!

 

Bei meiner 900SSie ist mir beim Fahren ein Zahnriemen kaputt gegangen, d.h. er ist nicht gerissen, aber ein paar Zähne haben sich verabschiedet... Die Schadensbegutachtung hat ergeben, dass beim stehenden Zylinder beide Ventile am Kolben aufgeschlagen haben und ordentlich verbogen sind. Also Kopf runter, beide Ventile ausgebaut und 2 neue Ventile bei SD bestellt. Allerdings habe ich "nur" Nachbauten bestellt und keine originalen Ducati, weil "der Preis ist heiß" ... Die Ventile habe ich eingeschliffen und eingebaut. Dass jetzt die Shims sowie die Ventilkäppchen neu müssen, war mir klar. Verbaut waren ein 6,90er bzw. 6,95er Shim. Diese waren auf den neuen Ventilen VIEL zu stramm. Und da bei weniger als 0,00 Spiel ein Messen unmöglich ist, habe ich mir einen 5,20er, einen 5,70er und einen 6,20er Shim bestellt. 

 

Jetzt kommt mein Problem bzw. meine Frage an euch: Ich habe soeben den 5,20er Shim eingebaut und dieser sitzt immer noch zu fest??? Ich kann nicht glauben, dass ich jetzt einen um 1,70mm (!!!) dünneren Shim verbauen muss? Nur weil ich ein neues Ventil verbaut habe? Und wie gesagt, dieser wäre immer noch ohne Spiel. Der kleinste Shim soll ein 5,00er sein. Aber irgendwas stimmt doch da nicht?

 

Helft mir mal bitte mitzudenken! Habe ich noch wo einen Schaden? Kipphebel? Nockenwelle? ... 

 

DANKE!!

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@humlik: Also die neuen Ventile sind nach dem Einschleifen dicht, somit schließe ich eine verbogene Ventilführung aus und auch das sie außermittig sitzen.

 

@mrlack: Optisch ja, aber ein krummes Ventil vernünftig zu messen um es mit einem neuen vergleichen zu können, ist eigentlich nicht möglich ...

 

Evtl. ist der Ventilteller ein bisschen anders gebaut weswegen der Ventilschaft wesentlich kürzer Richtung Kipphebel ragt?

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Waren die Ventile als passend für Deinen Motor deklariert ! Sind alle Ventile verbogen oder sind noch von einem Zylinder welche heilgeblieben! Falls ja, miss doch mal die Gesamthöhe, Tellerrandhöhe und die Lage der Einstiche. Wenns da gravierende Unterschiede gibt, dann wickle dem SD die Dinger um den Hals.

Es könnte sein, dass Ducati mit unterschiedlichen Grundkreisdurchmessern hantiert. Wenn so kurze Schliesserhülsen verwendet werden müßten, dann bräuchtest elend dicke Öffnerkäppchen.

Ach so: von welchen Shims redest  Du, Öffner oder Schließer ?

Edited by toyotix
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Ventillängen sagen nicht viel aus, wenn die Tellerdicke nicht gleich ist, ist die überstehen Länge unterschiedlich. Gibt schon Gründe warum viele shim Dicken erhältlich sind.  Ich habe eine Vorrichtung gebaut mit der der man besser vergleichen kann. Geht aber auch mit einem Kopf. Ventilende zur Führung hin messen gibt Aufschluss über die Position des Sitzes zum Ventilende. 

 

Grüße Konrad 

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@toyotix: Ja, die Ventile waren als passend deklariert! Ich rede im Moment von den Schließern. Dachte das sind die Shims und bei den Öffnern redet man von Käppchen ... Und ja, die Öffner-Käppchen wären dann wohl sehr dick!

 

Der 2. Kopf ist heil geblieben. D.h. ich werde den wohl auch demontieren müssen und mir da mal die verbauten Ventile ansehen und vergleichen 🙄

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vor 6 Stunden schrieb Michael SS:

@toyotix: Ja, die Ventile waren als passend deklariert! Ich rede im Moment von den Schließern. Dachte das sind die Shims und bei den Öffnern redet man von Käppchen ... Und ja, die Öffner-Käppchen wären dann wohl sehr dick!

 

Der 2. Kopf ist heil geblieben. D.h. ich werde den wohl auch demontieren müssen und mir da mal die verbauten Ventile ansehen und vergleichen 🙄

Ich habe 2 ausgebaute 900er Ventile zu liegen. Kann Dir als ersten Schuß Messwerte zukommen lassen (Hätte mir auch früher einfallen können). Was Konrad   schrieb ist natürlich richtig, wie immer. Trotzdem zum groben Überblick gibt ein Vergleich der Gesamtlänge schon einen ersten Eindruck, ob etwas arg daneben liegt.

Messung:

Ein/Aus

Durchmesser 43/39

Länge total 97,3/94,6

Schaftende bis Anspiegelung (Auflagefläche der imaginären V-Feder) Z-Kopf 44,8/44,8

Abstand obere Kante Keilrille zu Schaftende 11,2/11,0

TRW Ventile

 

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@toyotix: Erstmal vielen Dank für die Hilfe!!!
Ich messe exakt die gleichen Werte, wie du mir schreibst. Ich bin nicht ganz sicher, was du meinst mit "Schaftende bis Anspiegelung (Auflagefläche der imaginären V-Feder) Z-Kopf", weil wenn ich das richtig verstehe, dann kannst du das ja nur bei eingebautem Ventil messen. Du schreibst aber, du hast 2 ausgebaute Ventile liegen? Ich habe bei eingebautem Ventil vom Schaftende bis zum Zylinderkopf gemessen, also dort, wo die Ventilschaftdichtung am Kopf aufsitzt. Da komme ich auf 44,1/43,1. Also doch wesentlich andere Werte, als du hast, sofern wir das gleiche messen. Hmmm ...

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vor 27 Minuten schrieb Michael SS:

@toyotix: Erstmal vielen Dank für die Hilfe!!!
Ich messe exakt die gleichen Werte, wie du mir schreibst. Ich bin nicht ganz sicher, was du meinst mit "Schaftende bis Anspiegelung (Auflagefläche der imaginären V-Feder) Z-Kopf", weil wenn ich das richtig verstehe, dann kannst du das ja nur bei eingebautem Ventil messen. Du schreibst aber, du hast 2 ausgebaute Ventile liegen? Ich habe bei eingebautem Ventil vom Schaftende bis zum Zylinderkopf gemessen, also dort, wo die Ventilschaftdichtung am Kopf aufsitzt. Da komme ich auf 44,1/43,1. Also doch wesentlich andere Werte, als du hast, sofern wir das gleiche messen. Hmmm ...

Habe ich so gemacht.

 

Miss mal die Lage der Rillen(-Oberkante)  zum Schaftende.+- 0.2mm Messgenauigkeit macht in dem Falle nix; da muss doch ein dicker Bolzen drin sein !

 

Oder stell doch mal die alten und die neuen Ventile nebeneinander; da müßte man doch schon mit dem schlaftrunkenen Auge einen Unterschied sehen.

Edited by toyotix
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vor 15 Minuten schrieb toyotix:

Habe ich so gemacht.

 

Miss mal die Lage der Rillen(-Oberkante)  zum Schaftende.+- 0.2mm Messgenauigkeit macht in dem Falle nix; da muss doch ein dicker Bolzen drin sein !

 

Oder stell doch mal die alten und die neuen Ventile nebeneinander; da müßte man doch schon mit dem schlaftrunkenen Auge einen Unterschied sehen.

Das hatten wir doch schon - siehe oben: "Abstand obere Kante Keilrille zu Schaftende 11,2/11,0". Und ich messe bei mir das Gleiche.

Und ich würde keinen merkbaren Unterschied zu den alten Ventilen sehen, aber ist auch echt schwer, da die wirklich ordentlich krumm sind ...

 

Aber bei den Maßen vom Schaftende bis Anspiegelung habe ich ja - wie gesagt - wesentlich andere Werte, als du. Also um 0,7 bzw. 1,7mm weniger. Das würde doch schon erklären, warum meine Shims um soviel dünner sein müssen, als die alten. Oder?
Und was mache ich jetzt damit? Einfach so dünne Shims verbauen und dann wahrscheinlich sehr dicke Käppchen? Ich denke mir gerade, warum eigentlich nicht

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vor 2 Stunden schrieb Michael SS:

Das hatten wir doch schon - siehe oben: "Abstand obere Kante Keilrille zu Schaftende 11,2/11,0". Und ich messe bei mir das Gleiche.

Und ich würde keinen merkbaren Unterschied zu den alten Ventilen sehen, aber ist auch echt schwer, da die wirklich ordentlich krumm sind ...

 

Aber bei den Maßen vom Schaftende bis Anspiegelung habe ich ja - wie gesagt - wesentlich andere Werte, als du. Also um 0,7 bzw. 1,7mm weniger. Das würde doch schon erklären, warum meine Shims um soviel dünner sein müssen, als die alten. Oder?
Und was mache ich jetzt damit? Einfach so dünne Shims verbauen und dann wahrscheinlich sehr dicke Käppchen? Ich denke mir gerade, warum eigentlich nicht

Hatte ich das überlesen ???????

OK, Reset auf 0.

Ich habe soeben den 5,20er Shim eingebaut und dieser sitzt immer noch zu fest?

 

Wie hast Du den Shim dann überhaupt einsetzen können, wenn er doch zu lang ist ?

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Naja, diese, wie du schreibst, imaginäre V-Feder, ich würde sagen Gabel, gegen die Feder runterdrücken, Shim auf das Ventil drauf, die Halbringe einsetzen und dann die Gabel wieder loslassen, welche dann gegen den Shim das Ventil hochdrückt und somit schließt. 

Beim anderen Zylinder kann ich in die Shims mit den Fingern drehen, beim defekten Kopf mit den neuen Ventilen kann ich nichtmal den 5,20er Shim drehen und der ist schon 1,7mm dünner als der alte war.

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Ich habe mittlerweile den 2. Kopf auch runter genommen. Alte Ventile in den kaputten Kopf rein, neue Ventile in den anderen Kopf, alle Shims die ich mittlerweile da habe auf die verschiedenen Ventile rauf und runter, usw. ... Zumindest kann ich jetzt die Fummelei mit den Halbringen schon ganz gut 😉

Meine Erkenntnis wäre jetzt, dass die Schließer alle 0 Spiel haben! Und zwar egal mit welchen Shims und egal mit welchen Ventilen und egal in welchem Kopf! Der einzige Unterschied ist, wie fest die Schließer-Gabel von unten gegen den Shim drückt.

Lt. WHB sollte der Shim zumindest 0,03mm Spiel haben. Das heißt für mich, dass der Shim auf der Gabel sozusagen aufliegt, die Gabel aber eigentlich nicht dagegen drücken sollte und der Shim sich ganz leicht drehen lässt. Das ist definitiv auf keinem der 4 Ventile der Fall! Und zwar auch nicht, mit meinem dünnsten 5,20er Shim.

Was jetzt? Ich bin ratlos ...

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vor 55 Minuten schrieb Michael SS:

Meine Erkenntnis wäre jetzt, dass die Schließer alle 0 Spiel haben!

Blöde Frage, aber du drückst den Schließer schon gegen die Hilfsfeder auf?

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vor 17 Stunden schrieb Michael SS:

Ja, die Nockenwelle lässt sich ganz leicht drehen!

bei negativem Spiel, quasi, lässt die sich merklich unleicht drehen.

warum ich das weiß, kann ich mir nur damit erklären das mein Vorgänger nicht wusste das sich der Schließer-hebel verbiegt bzw die ganze mechanik,

wenn man ihn zu stark entspannt und damit in die andere Richtung vorspannt.

 

verformte Halbringe, anders rum eingebaut, wären vielleicht auch ein möglicher Grund, war bei mir aber nicht der Fall.

Oder, OT Frage, ein Verzug des abgebauten Kopfes? ich weises ned

Edited by noch_ein_chris
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vor 6 Stunden schrieb baffo:

Hallo,

was bitte ist ein negatives Spiel?

Gruß Klaus

er hat doch geschrieben "quasi", heisst (theoretische) Überdeckung/Durchdringung der Kontaktkörper

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Scheint ja ein kleines Chaos geworden zu sein .....

 

Ohne genau verstanden zu haben, um was es eigentlich hier geht, ich bin ja gerade dabei Spiele neu einzustellen, mit neuen Ventile, Sitze neu gefräst, etz.

 

Man kann schon ein zu dickes Schliessershim einsetzen, wenn die Nockenwelle nicht auf der Schliesserrampe ist. Wenn man dann die NW dreht, wird dann irgenswann total blockiert. Mache ich heutzutage auch normalerweise so, dann schleife ich langsam das Shim runter bis die NW sich genau drehen lässt => quasi Nullspiel.  Wenn sich die NW leicht drehen lässt, ist das Schliessershim auf keinem Fall zu dick.

 

Was ist jetzt genau das  Problem?  

 

 

  • Thanks 3
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vor 18 Stunden schrieb Monsterhpd:

Mache ich heutzutage auch normalerweise so, dann schleife ich langsam das Shim runter bis die NW sich genau drehen lässt => quasi Nullspiel.  Wenn sich die NW leicht drehen lässt, ist das Schliessershim auf keinem Fall zu dick.

Dann machst Du das auf die einzig korrekt Art und Weise. Und wenn Du das mit eingebautem Öffnerhebel wiederholst, kannst Du auch den Übergabepunkt/Bereich Öffner/Schliesser/Öffner überprüfen, ob da lokal nichts zwickt. Das gabs bei den alten Einzylindern durchaus. Ob die Werkstätten das beim Service genau so machen ?

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