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bb43

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Von welcher Duc kommt dieser Rahmen?

Der Besitzer glaubt, er habe eine 750 SS ie (Bj 1999 - 2002), aber deren Rahmen ist hinten gerade.

Darauf habe ich per guhgel-Suche nach Bildern von Duc-Rahmen gesucht, dutzende verglichen und keinen passenden gefunden.

Man beachte, dass das Vorderteil an die alten Motoren passt, es kann also kaum ein neueres Modell sein.

Oder handelt es sich um einen (kreativen) Eigenbau?

 

SS_750_NL-b22.jpg.0db67312b6ddbcaf8ed5cf8e854e9f7b.jpg

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1 hour ago, Duc-Schmidti said:

Das steht doch aber eigentlich schon alles in der Anzeige, aus der Du das Bild hast

Nein, vom Umschweißen des Hecks steht da nichts, und das erfährt man auch nicht im Telefonat mit dem Anbieter.

Ein nur gekürztes Heck ist ggf. durchaus ohne Festigkeitsgutachten eintragungsfähig (Stand 2023 jedenfalls), aber Schweißen geht i.a. gar nicht. Tatsächlich kann man die Festigkeit von Schweißnähten per Augenschein kaum erkennen 😉 

 

@Stolle1989 - "dem braven Deutschen ist ja heutzutage nichts wichtiger als sich in jeglichen Punkten zu 120% konform zu verhalten"

Aeh, ok, also nehmen wir an jemand könnte auch 70% konform mit seinem Gewissen vereinbaren.

Was würde er dann tun, bei so einem auffälligen Umbau, mit abgelaufener HU?

 

Edited by bb43
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Technisch gesehen ist das in meinen Augen kein Problem, da die Rahmenveränderung ja nur die Abdeckung und das Kennzeichen trägt. Mal vorausgesetzt, dass kein Soziusbetrieb geplant ist.

Dass die TÜVler schweißen am Rahmen nicht gerne eintragen, kann ich z.T. verstehen. Wenn man einen entsprechenden Schweißerschein hat, ist mMn die Gewähr für ordentliche Arbeit aber mehr gegeben, als bei den manchen alten Originalrahmen. Da Ducati, wie ich aus eigenenr Erfahrung weiß, keine Schweißarbeiten am Rahmen erlaubt, tun sich die TÜVler halt schwer, weil dann die Verantwortung bei ihnen liegt.

Andererseits würde ich als TÜVler dann per Einzelabnahme den Schweißer als "Hersteller" eintragen, so dass Ducati nichts mehr damit zu tun hat. Ich weiß, dass das früher so gemacht wurde (hatte seinerzeit einen Bekannten Kfz-Meister, der als Hersteller auf dem Typenschild seines umgebauten Capri stand), heute geht das wahrscheinlich nicht mehr.

Die Schwierigkeit solcher Umbauten tritt meist dann so richtig zu Tage, wenn ein Unfall passiert, wo sich Versicherungen um die Zahlung drücken wollen. Wenn es um hohe Summen bei Personenschäden geht, drehen die halt jeden Stein dreimal um, d.h. diverse Gutachter bauen unglaubliche Kausalketten auf. Ob man das in Kauf nimmt, muss Jeder selbst wissen. 

Ich für meinen Teil nehme gewisse Dinge in Kauf, weil ich auf technischen Sachverstand im Falle eines Falles hoffe. 

Wer ganz sicher gehen will, lässt sich alles eintragen oder fährt am besten serienmäßig....

 

Im vorliegenden Fall finde ich den Umbau weder schön noch sinnvoll, also für mich keinerlei Aufwand wert, das zuzulassen.

 

Ralf

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Am 17.9.2025 um 14:42 schrieb ducatist:

entsprechenden Schweißerschein

"Schweißerschein" (dieses Wort gibt es erst seit es Internetforen gibt)

Diesen gibt es als solchen nicht.

Es gibt nur Schweissprüfungen die man absolvieren kann,und dafür ein Zeugnis bekommt.Und einen Schweisserpass in den die jeweiligen Prüfungen eingetragen werden können.

Solche Prüfungen gelten dann meist für ein Jahr.

Darum kann ich mir mit meinen Zeugnissen für Wig/Mig/Mag in Stahl, Va und Alu incl. DB Zulassung den Arsch abwischen.

 

Eine Schweissprüfung explizit für Fahrzeugbau/Reparaturschweissungen gibt es nicht.

Es gibt da auch kein Regelwerk nach DIN pipapo für.(da "Offiziell" nur der Hersteller an Fahrzeugteilen Teilen Schweissen darf)

Und weil das Schweisstechnisch halt nicht geregelt ist,sagt das KBA : "soll doch der Tüv entscheiden"

 

Ob ein Tüver so etwas einträgt liegt einzig und allein an seinem "Ermessens Spielraum" und ob er sich damit überhaupt beschäftigen will..

Ob er ein Schweissprüfungs Zeugnis für das angewendete Schweiß Verfahren und das Verwendete Material sehen will entscheidet er eben nach Nasenfaktor.

 

Verantworten muss er Überhaupt nix,da ja zum Zeitpunkt der überprüfung alles i.o. war.

Sonst müsste man ja Prüfer zur Rechenschaft ziehen wenn mal wieder bei ner Ducati oder BMW einarmschwinge die Achse wegbricht und jemand sein leben verliert.

 

Das wichtigste am Schweißen ist das W

Möge der Lichtbogen mit euch sein

 

 

 

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On 9/17/2025 at 2:42 PM, ducatist said:

Die Schwierigkeit solcher Umbauten tritt meist dann so richtig zu Tage, wenn ein Unfall passiert, wo sich Versicherungen um die Zahlung drücken wollen. Wenn es um hohe Summen bei Personenschäden geht, drehen die halt jeden Stein dreimal um, d.h. diverse Gutachter bauen unglaubliche Kausalketten auf.

Hast du denn einen solchen Vorgang einmal selbst erlebt oder aus erster Hand berichtet bekommen?

Bevor auch nur die max. 5.000 E Eigenanteil für den Halter fällig werden, müsste ja erst einmal der kausale Zusammenhang zwischen Umbau und Unfall (-wirkung) begründet werden.
 

Nach meinem Eindruck - der selbst schon einige Krad-Unfälle hatte, aber noch nie mit (fremdem) Personenschaden - wird bei dem Thema am Stammtisch und im Netz viel gemutmasst und gerüchtet ....

Edited by bb43
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in der Anzeige steht doch, " Rahmen is professionel geschnitten auf nicht tragenden teilen "

Und wenn das stimmt, ist das nicht wirklich ein Problem es ein/umtragen zu lassen, denn das angeschweißte Heck hat dann nur noch sich selbst und das Kennzeichen zu tragen. Wenn er es mit nem Prüfer abgesprochen hat, fragt man den halt vorher ob es stimmt und wie man, wann bei ihm vorbeikommen soll. (Wenn er es wirklich abgeklärt hat, ist er ja mit dem geschweißten Rahmen, zum Prüfer hin, dass er sich das vor! dem Pulvern angeschaut hat und im Idealfall, Vorher/Nachher Bilder hat. So kenne ich sowas)

Ist ja dann vergleichbar, mit nem abgetrennten Heck, an ner Urmonster. Ist ja auch kein Ding, damit zur HU oder Abnahme zu fahren. 

Vorher mit dem Prüfer reden ist halt wichtig. Nicht machen, hinfahren und sich dann über die Kollegen dort beschweren.

Edited by sascha69
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Am 22.9.2025 um 09:06 schrieb bb43:

Hast du denn einen solchen Vorgang einmal selbst erlebt oder aus erster Hand berichtet bekommen?

Bevor auch nur die max. 5.000 E Eigenanteil für den Halter fällig werden, müsste ja erst einmal der kausale Zusammenhang zwischen Umbau und Unfall (-wirkung) begründet werden.
 

Nach meinem Eindruck - der selbst schon einige Krad-Unfälle hatte, aber noch nie mit (fremdem) Personenschaden - wird bei dem Thema am Stammtisch und im Netz viel gemutmasst und gerüchtet ....

Ja, habe ich.

 

Ist am Ende auch nichts bei rausgekommen, weil die Versicherung eben "merkwürdig" argumentiert hat.

 

Ich will damit auch nicht sagen, dass es idR so ist. Die Versicherungen versuchen nach meiner Erfahrung, sich möglichst vor den Zahlungen zu drücken, gerade wenn es teuer wird. Und das ist idR bei Personenschäden der Fall.

 

Die Gefahr, die 5000 € Halterhaftung zu bezahlen, bzw. wegen falscher oder fehlender Eintragungen ins Gefängnis zu gehen, ist mir aus der Praxis nicht bekannt. Was nicht heißt, dass es nicht theoretisch möglich wäre.

Zitat
Am 22.9.2025 um 11:10 schrieb Stolle1989:

 

Danke!

So auch meine Erfahrungen. Da kommen schnell ganz viel schlimme Horrorgeschichten die nie Jemand erlebt hat. 

Und dann werden die Geschichten von Erzähler zu Erzähler gern immer noch ein wenig brisanten und am Ende saß da Jemand im Knast und hatte Milliarden Schulden blabla.

 

Aber solche Storys passen halt gern ins Bild der Menschen die panische Angst verspüren sich nicht 120% konform zu verhalten.

 

 

Mein Straßenmotorrad ist auch nicht TÜV konform, aber technisch einwandfrei, somit mache ich mir keine Sorgen. Angst habe ich im Übrigen nur davor, dass mir der Himmel auf den Kopf fällt.

 

Ralf

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Am 21.9.2025 um 23:24 schrieb Raschel:

"Schweißerschein" (dieses Wort gibt es erst seit es Internetforen gibt)

Diesen gibt es als solchen nicht.

 

 

 

 

Ja nee, is' klar.

 

Aber sogar der TÜV schreibt davon: https://kurse.tuv.com/bildungsangebot/weiterbildung/technik-und-handwerk/schweissen-lernen

 

Ob "Pass", "Schein" oder "Berechtigung" ist doch latte.

 

Es geht um einen Befähigungsnachweis, wie auch immer der heißt.

 

Ralf

 

 

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