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Nasse Anti-Hopping-Kupplung: Wie blockiere ich den Kupplungskern?


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Bei diversen Modellen ist die im Titel genannte Kupplung verbaut, der Kupplungskern ist zweiteilig und wird an der Getriebehauptwelle verschraubt. Beim Wechsel der Kupplung wird die Mutter gelöst, die gesamte Kupplung mitsamt Korb entnommen, extern zusammengebaut, leicht vorgespannt (mit 3 Schrauben M3) und eingebaut. Dann muss natürlich die zentrale Mutter festgezogen werden (190 Nm). Der Kupplungskorb wird dabei mit dem Werkzeug 88713.2556 arretiert - aber wie setzt man den Kern fest? Im WHB der Monster 695 wird ausschließlich mit diesem Werkzeug gearbeitet, das von außen um den Kupplungskorb greift - ich habe einen Nachbau aus GB hier, sehr massiv, aber eben nur von außen wirkend.

Vielleicht hat jemand eine Idee, das Internet hat mir leider nicht weitergeholfen.

 

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Edited by Snaporaz
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Na, da antworte ich mir mal selbst - eben bei Ducati Rat eingeholt, in Kurzform:

 

1. Das Werkzeugt hält den Kern nicht, sondern nur den Korb. Aha, wusste ich auch schon. Weshalb der Korb fixiert werden muss, der Rest aber nicht, wusste der Mitarbeiter auch nicht. 

2. Lösen und festziehen der Mutter entweder mit Schlagschrauber oder 6. Gang einlegen, Hinterradbremse, festziehen. "Machen wir hier auch nicht anders".

 

Also wirklich zu Ende gedacht scheint mir die Konstruktion nicht. Aber vielleicht gibt es ja noch einen heimlichen Zweck des Werkzeugs, den ich noch nicht entdeckt habe.

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Nachtrag nach zweiter Montage: Die Mutter auf der Getriebewelle kann man tatsächlich mit 200 Nm anziehen, indem man die montierte Kupplung mit den oben erwähnten 3 M3-Schrauben fest zusammengeschraubt. Es nehmen die Reib- und Stahlscheiben die Kräfte auf, und der Druck wird nur durch die fipseligen Schrauben erzeugt. Konnte ich selbst nicht glauben, funktioniert aber. Das monströse Haltewerkzeug für den Korb ist vermutlich nicht wirklich notwendig, da sollte auch ein Universalhalter funktionieren.

 

Etwas zu denken gegeben hat mir allerdings die Tatsache, dass weder die Ducati-Werkstatt noch die Schwarm"intelligenz" in zwei Ducatiforen in der Lage waren, das Problem zu lösen. Ölbadkupplungen halten offensichtlich ewig oder werden nur durch Werkstätten gewechselt. 

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Stimmt schon, diese Monster ist schon eher selten und war auch nur zwei Jahre im Programm, die Kupplung ist aber baugleich auch in 5 oder 6 anderen Monstern und in der Multistrada 620 verbaut.  Vielleicht das falsche Forum dafür (im Monsterforum wusste aber auch keiner etwas).

Edited by Snaporaz
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Nee, "vorwerfen" trifft das nicht wirklich, das verstehst du, denke ich, nicht ganz richtig. Ich erwarte da keine Sofortlösungen, und gerade bei eher weniger verbreiteten Modellen ist die Reaktion naturgemäß verhaltener. Mir scheint nur die hohe Zeit der Schrauber vorbei zu sein, was sich eben auch in den sparsamen Reaktionen zeigt. Andere Zeiten, andere Schwerpunkte, Schade. Und dass der Kundendienstmeister bei Ducati auch keine Ahnung hat, ist natürlich nicht wirklich beruhigend. Eine vergleichbare Abnahme der Fähigkeiten habe ich übrigens im Bereich der mechanischen Uhren beobachtet (wobei ich da praktisch gar keinen Ehrgeiz habe).

Hinbekommen habe ich es (Applaus! Applaus!), aber konstruktiv finde ich die Lösung, eine Welle über ein zusammengepresstes Kupplungspaket zu blockieren, nun, sagen wir mal, charmant. Allerdings habe ich jahrelang an Citroen-Hydropneumaten vom GS über BX, XM und C5 geschraubt und bin in der Hinsicht nur noch von wenig absonderlichen Konstruktionen zu überraschen. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Edited by Snaporaz
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vor 5 Stunden schrieb Stolle1989:

Drum, verstehe das Problem noch nicht wirklich.

Das wesentliche Problem war nicht technischer Natur, sondern bestand in der Tatsache, dass die technische Lösung (Vorspannung des Kupplungspakets zum Arretieren des Kupplungskerns) weder im WHB klar dokumentiert ist noch aus anderen Quellen klar herauszufinden war. Und bekannt war diese Methode zumindest mir nicht. Und sie unterscheidet sich von den üblichen Methoden (wie z.B. die von dir erwähnten Laserteilen) darin, dass die Reibung der Kupplungsbestandteile zum Feststellen verwendet wird und nicht eine starre Verbindung eines Halters (der hier auch aus anderen Gründen gar nicht nicht zu verwenden wäre). Aber das alles darzulegen würde zu weit führen, jetzt ist ja alles geklärt und so wichtig ist das auch nicht.

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