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Projekt Lazara: Wiederbelebung einer 916


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vor einer Stunde schrieb icwiener:

Achtung! Auch wenn es auf obiger Darstellung so erscheint, so ist es doch in der Praxis nicht unbedingt nötig, zur Montage der V-Dichtungen den Zylinderkopf zu zersägen. 

Das sagst du mir erst jetzt? 😱

 

Ja, die Platzverhältnisse beim Desmoquattro mit seinen Gucklöchern.

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vor 1 Stunde schrieb icwiener:

SO aber jetzt mal im Ernst: zur Montage bei den 916 gibt es von Ducati ein spezielles Werkzeug Nr. 887131093, dass um die Ecke geht, da bei den Desmoquattros man nicht von oben gerade draufkommt. Gibts bei Stein Dinse für ca. 200,- das lohnt wohl kaum für einmaligen Gebrauch, ist eh nicht lieferbar..

 

Werkzeug_Schaftdichtung_Ducati_9_1024x10

 

Also nachbauen, challenge accepted!

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Abzieh-Zange gibt es auch gebogen.

KS Tools 150.1112

Oder einfach eine China-Billig Zange so zurechtbiegen (gut warm machen) das man gut drankommt bei

der Desmoquattro. Man kann aber auch mit einem gebogenen alten Schraubendreher (o.ä.) einfach runterhebeln.

Die alte Dichtung kommt ja eh' auf den Müll.

-

Das Ducati Originalwerkzeug ist bestimmt top. Aber es wirkt auf mich übertrieben stabil. Soo viel Druck braucht es nicht

um eine neue Schaftdichtung aufzusetzen. Ein improvisiertes Werkzeug kann man für den gelegentlichen Gebrauch

bestimmt auch weniger solide bauen.

Und mit Dorn/Nuss und kleiner Schraubzwinge vielleicht, wenn der Kopf sowieso runter ist.

k

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Bei meinem ersten Ventilschaftdichtungswechselvorgang* gingen die Dichtungen mit der Hand ab und an. Dafür wurde drauf hingewiesen, die Nut am Ventilschaft für die Halbringe mit Isoband zu umwickeln bevor man sie durch die Dichtung führt – so wie man das mit Gabelrohren und dem Simmerring macht.

 

 

* Buell, also Sportster-Motor

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Die Wege des Herrn, beim Desmoquattro die Ventile einzustellen, sind gewunden und steinig. Nach fünf Stunden endlich die erste Nockenwelle fertig – mal sehen, ob die anderen schneller gehen.

In meinem Alter lernt man auch nicht mehr so fix.

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Keine Sorge, da wirst Du mit der Zeit sicher schneller.

Kleiner Tip (andere Spezi's machen es hier bestimmt noch viel besser):

Öffnerspiel zwar zugeordnet notieren und entsprechend die Kappen ablegen, aber

sich erstmal nur um alle Schließerspiele kümmern. Dann die Öffnerkappen (mit dann bekannter Dicke) wieder rein

und die optimalen neuen Öffnerkappen ermitteln (nie zu knapp). Vorhandene Öffnerkappen neu mischen, damit

man weniger Neue braucht.

Geht zwar auch in einem Schritt, aber das kann Kopfschmerzen verursachen beim ersten Mal.

Übrigens ist der Desmoquattro beim Schließspiel im Plusbereich AÜSSERST tolerant, 0,2mm sind da kein Problem.

Kein Vergleich zur Königswellen-Ära, da musste man sich mit Hunderstel rumschlagen.

Im Zweifel noch die Schließhülsen schön gerade auf Solllänge schleifen. Tssss...

Und es gab serienmäßig nicht diese (wegen der abziehbaren Federklammern) axial verschiebbaren Kipphebel.

Da musste man also zusätzlich noch in einem Schritt mit dem Öffner- und Schließerspiel das Kipphebelachsenspiel mithilfe der

Scheiben bewerkstelligen, wollte man nicht x-mal ein- und ausbauen.

DAS war steinig...

k

 

 

PS: Ach, vergessen. Die Halbringe der Schließer auf Solldicke ("Schnurstärke") kontrollieren und 

plattgedrückte unbedingt ersetzen. Sonst misst man nicht korrekt.

 

Edited by Gobbi
Spezies durch Spezi's ersetzt. Wollte keine Aliens ins Spiel bringen.
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vor 8 Minuten schrieb Gobbi:

Übrigens ist der Desmoquattro beim Schließspiel im Plusbereich AÜSSERST tolerant, 0,2mm sind da kein Problem.

Speaking off, was sind da die Empfehlungen?

LT Snyder sagt 0,1 mm und 0,15 beim Auslass

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vor 28 Minuten schrieb Stolle1989:

Und denk dran, nie die Urban Legend glauben das das Schließerspiel das Öffnerspiel beeinflussen würde, das ist Nonsens. ;)

 

 

Das habe ich auch erst nach einigen Jahren Königswellen Erfahrung kapiert.

Selbst platte Schließerhalbringe nicht.

Das Öffnerspiel ändert sich nur durch Maßveränderung in Länge Dichtfläche Ventil zum Schaftende.

Bei der Dichtfläche am Ventil oder am Sitz... wird also knapper mit der Zeit.

Edited by Gobbi
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vor 27 Minuten schrieb Stolle1989:

Und denk dran, nie die Urban Legend glauben das das Schließerspiel das Öffnerspiel beeinflussen würde, das ist Nonsens. ;)

Man sieht ja, wenn das Öffnerkäppchen auf dem Ventil sitzt, ist Abstand zu den Halbringen.

Wenn die Halbringe richtig sitzen.

 

Das Messen ging heute sehr easy, auch mit Fühlerlehre und der belastet/unbelastet-Methode für das Schließerspiel. Ich hatte mehr Spaß mit Halbringen, die nicht richtig sitzen, weswegen die Schließerhülsen falsch sitzen weswegen die Nockenwelle nicht mehr rein geht weswegen ich den Scheiß wieder auseinanderbauen muss, wobei Halbringe, Käppchen, Hülsen und Hebel fröhlich durch die Gegend springen.

 

Zwischendurch die Nockenwellen gepuzzelt, weil die Beschriftung nicht klar war. Aber Vorteil Testa Bassa: Jede Nockenwelle passt wirklich nur an einen Platz wegen der asymmetrischen Schilde vor den Kipphebelwellen.

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vor 20 Minuten schrieb Moin:

Zwischendurch die Nockenwellen gepuzzelt, weil die Beschriftung nicht klar war. Aber Vorteil Testa Bassa: Jede Nockenwelle passt wirklich nur an einen Platz wegen der asymmetrischen Schilde vor den Kipphebelwellen.

 

O = orizzontale = horizontal

V = verticale = vertikal

A = aspirazione = Einlass

S = scarico = Auslass

 

Bsp.:

OA = orizzontale aspirazione = liegender Zylinder Einlass.

(dieses Beispiel habe ich nur gewählt weil es so schön klingt in meinen Ohren)

 

k

Edited by Gobbi
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Ja … das stand auf manchen, auf anderen war es wie abgeschliffen und nur zu erahnen. Dafür stand auf der anderen Seite bei den meisten AC. Und eingelasert 3K bzw. 3H, aber über Kreuz. Also

3K auf OA und VS und

3H auf VA und OS

oder umgekehrt.

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Erster Versuch, mit Sodastrahlen den Lack abzubekommen:

Null, nada, niente.

Ok, war auch die günstigste Strahlpistole von allen, dafür lag sie so rum in der Werkstatt. Geschenkter Gaul etc.

 

Ich fahr die Woche mal bei einem Strahlbetrieb vorbei, der am Telefon recht erfahren klang. Wer konkrete Empfehlungen in Berlin hat: gern her damit.

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Sodastrahlen ist ein sehr sanftes Reinigungsverfahren und zur abrasiven Entfernung von z.B. Lacken nicht geeignet. Damit kannst du dreckige Motorenteile oder die Felgen sauber machen, wobei harte Partikel vorher abgekratzt werden sollten.

 

Die Pistole selbst hat im Hobbybereich auch keinen nennenswerten Einfluss aufs Ergebnis - es scheitert fast immer an einem unterdimensionierten Kompressor bzw Luftstrom. Ich glaube Armin hatte genau deshalb sogar mal zwei Kompressoren aneinander gekoppelt.

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Am 10.10.2024 um 22:49 schrieb Moin:

Bei meinem ersten Ventilschaftdichtungswechselvorgang* gingen die Dichtungen mit der Hand ab und an. Dafür wurde drauf hingewiesen, die Nut am Ventilschaft für die Halbringe mit Isoband zu umwickeln bevor man sie durch die Dichtung führt – so wie man das mit Gabelrohren und dem Simmerring macht.

 

 

* Buell, also Sportster-Motor

 

 

 

In diesem Video wird das ganze auch recht pragmatisch und doch wirkungsvoll praktiziert.

Ab Minute 8:55.

 

Das Ducati Werkzeug sieht so aus, als würde es zu perfekten Zentrierung in Teile der Ventilführung eintauchen..

 

Aber wahrscheinlich bist du schon weiter?!

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Am 14.10.2024 um 14:20 schrieb Stolle1989:

 

 

Und denk dran, Kopfdichtungen nicht son Murks von Athena 

 

Was soll denn daran Murks sein? 

Egal ob Luft oder Wassergekühlt,Moped oder Auto, ich hatte nie Schwierigkeiten mit Athena Dichtungen,weder mit Kopf noch Deckelchen Dichtungen. 

 

Oder ist das wieder dem Glaube ans tolle Original geschuldet? 

 

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Ich verbaue seit 20 Jahren Athena Dichtungen und bin insgesamt sehr zufrieden mit denen, nur bei einer 2000er Harley Sportster haben die geometrisch überhaupt nicht gepasst, bei italienischen und japanischen Mopeds war immer alles top und dicht....

 

Ok, die Dichtflächen wo Wasser ist müssen schon wirklich sauber sein und kratzerfrei.

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So sieht es beim Eisstrahlen aus:

image.thumb.png.05a0ac23592d2162b71bc94ab49eaa87.png

 

Die dunklen Stellen sind die, an der der Lack abplatzte und es oxidierte. Oder oxidierte und der Lack abplatzte.

Bekommt man die Oxidschicht runter und in einen Zustand wie der Rest?

 

Oder alles grundieren und lackieren?

Wenn ja: Kennt wer die passende Farbe für einen S4R-Motor?

 

 

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Ich hatte auchmal ein gehäuse, das so aussah.

Hab es Glasperl-strahlen lassen und danach nichts mehr weiter gemacht.
Sieht aus wie neu und ist seitdem auch recht pflegeleicht.

Allerdings ist das am Rennmotorrad, also wenig Regen und gar kein Salz.

Aber die 916 wirst Du ja vermutlich auch eher nicht als Winterfahrzeug nutzen wollen.

Ich meine außerdem, daß der Motor mit diesem Gehäuse eine niedrigere
Öltemperatur hat. Vielleicht liegt das aber auch an etwas anderem.

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