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TTC Frequenzmesser kaufen Ja/Nein ?


TomTom

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Hallo Zusammen

 

Ich entschuldige mich für die weitere, lästige Anfrage bezüglich der Z-Riemenspannung.

 

Vorweg kurz zu mir, ich bin gelernter Motorradmechaniker, seit einigen Jahren zwar weg vom Beruf aber privat i.S. Oldtimer sehr aktiv und ja, ich hab die Duc. Foren vor Erstellung der Anfrage studiert ! 🙂

 

Wie Gott so wollte hab ich jetzt auch die Jungtimer 9er Modelle in mein Repertoire aufgenommen.

 

Eigentlich dacht ich bei den Duc. Modell ist der Desmo-Service spannend.....aber nach Studium von div. Foren ist die Z-Riemenspannung ja eine richtige "Raktenwissenschaft".  Versteht mich bitte nicht falsch aber gem. der Foren und Repanleitungen muss man ja Angst haben, dass es bei einer Riemenspannung von +/- 10 Hz. eine Explosion gibt...

 

Egal, ich habe die Riemen meine 00er gemäss Anleitung mit einem Tensiometer gespannt Kw. um 360° gedreht und wie vermutet hatte ich eine merkliche Abweichung. Darüber möchte ich jetzt auch nicht weiter diskutieren da aus meiner Sichtweise das Tensiometer mittels Markierung angebracht werden müsste um einen verlässlichen Messwert zu erreichen...

 

So und jetzt, ich gebe sehr gerne Geld für gutes Werkzeug aus und finde die TTC Messgeräte zwar "teuer" aber auch "spannend". Wenn ich so die Riemen verlässlich spannen kann soll es so sein.

 

Ah ja Gates "Carbon Drive" App über iPhone hab ich auch probiert, leider bin ich aber die Generation "Hezet/Stahlwille" vor "Kraftwerk" und vertrau da eher auf richtiges "Werkzeug".

 

Meine Frage an die TTC Nutzer;

 

-Können die Messwerte nur bei neuen, original Duc. Riemen verwendet werden ?

-sind die Spannwerte der verschiedenen Duc. Modelle über die TTC Homepage abrufbar ?

-würdet ihr den Kauf eines TTC Messgeräts empfehlen ?

-Ist der Messwert zur Carbon Drive App merklich (+/- 10Hz.) abweichend ?

 

Und nochmals sorry für die Anfrage. Ich hab mich vor Erstellung wirklich informiert aber keine verlässliche Antwort erhalten.

 

Vielen Dank und beste Grüsse aus der Schweiz

 

Tom

 

 

 

 

 

 

 

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So ein Gerät musst du nicht unbedingt kaufen, was natürlich nicht heißt, dass es nicht schön ist, sowas zu haben.

 

Ich habe die Werte meiner App "EasyTension" auf dem Pixel3A mit einem professionellen Messgerät mit seperaten Mikro verglichen, dass wir im Musterbau haben und das ich mir ausleihen kann.

Es kommt auf +/-1Hz der gleiche Messwert raus!

 

Der Vorteil des Messgerätes ist, dass es einfacher zu handeln ist und sehr gut reagiert. Mit der App kommt nicht immer ein Ergebnis bzw. man muss öfters versuchen, bis es klappt und einige Folgemessungen machen, um den Wert zu validieren.

Ich spanne wie vorgeschrieben immer erst einmal bei fixierten Nocken (2V super gelöst mittels Absteckbohrungen, 4V Testastretta mittels Tool)  und entkoppelten Riemenrädern auf OT horizontalen Zylinder (mit Messuhr und Scheibe, die Markierung ist zu ungenau). Dann werden die Riemenräder geklemmt, ein paarmal durchgedreht und ich messe nochmal in den Zünd-OT der beiden Zylinder, i.A. stimmt es aber schon und man muss nix nachspannen. Die Steuerzeiten bleiben so auch immer schön korrekt.

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Wieso entkoppelst du die Riemenräder. Damit gibt es Verschiebungen die mit den Spielen der Einstelllehre zusammenhängt. Einmal die Steuerzeiten eingestellt, nach Werten die einem gefallen, können die Riemenräder verschraubt bleiben. Es geht noch einfacher, jeweils eine Markierung setzen für V und H am Antriebsrad unten, dann geht es ohne Spezialwerkzeug. Die Nockenräder können ja auch noch Markiert werden dann kann fast nichts mehr schiefgehen.

Konrad

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Am 16.3.2024 um 18:45 schrieb TomTom:

-Können die Messwerte nur bei neuen, original Duc. Riemen verwendet werden ?

-sind die Spannwerte der verschiedenen Duc. Modelle über die TTC Homepage abrufbar ?

 

Die TCC zeigen doch auch nur die Hz Zahl an oder? Die Werte findest du auf jeden Fall in den Handbüchern der Modelle und dort gibt es eigentlich auch immer Werte für neue und gebrauchte Riemen. Von daher solltest du da eigentlich nicht von der TCC Homepage abhängig sein.

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vor 6 Stunden schrieb humlik:

Wieso entkoppelst du die Riemenräder. Damit gibt es Verschiebungen die mit den Spielen der Einstelllehre zusammenhängt. Einmal die Steuerzeiten eingestellt, nach Werten die einem gefallen, können die Riemenräder verschraubt bleiben. Es geht noch einfacher, jeweils eine Markierung setzen für V und H am Antriebsrad unten, dann geht es ohne Spezialwerkzeug. Die Nockenräder können ja auch noch Markiert werden dann kann fast nichts mehr schiefgehen.

Konrad

Also ich meinte Markierungen unten jeweils in den Zünd OT von Vert. und Horiz. dann stehen die beiden umgekehrten T ziemlich korrekt nebeneinander.

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Hallo Zusammen

 

Erstmal danke für die Aufnahme im Forum und danke auch, dass ich nicht gleich blöd von der Seite angemacht wurde bezüglich meiner Frage. In vielen Foren ist es leider so, dass "Neulinge" erste mal abgekanzelt werden, bevor auf die Frage eingegangen wird. Kompliment an euch alle !

 

Ich wollte mit meiner Anfrage jetzt auch nicht eine grosse Diskussion entfachen. Ich war anfangs auch skeptisch bezüglich der Einstellung per Hz. aber langsam überzeugt es mich wirklich auch. Es ging mir wirklich nur um das Messgerät, bzw. die Messmethode.

 

@Stolle1989 joah...peinlich, natürlich 720° und nicht 360° hoffentlich liest mein Berufsschullehrer nicht mit 🙂

 

So, nochmals danke und grüsse euch

 

Tom

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Gnamend, 

passendes Thema. Ich hab gerade bei meiner 750er Nuda die Riemen getauscht. Die alten waren schon ziemlich hart, ich weiß gar nicht an die das letzte Mal gewechselt wurden, hab die Diva noch nicht so lange. 

Dabei ist mir aufgefallen, dass bei der Messung der Spannung vor dem Ausbau der Riemen am  liegende Zylinder deutlich mehr Spiel hatte als der andere. Ich hab dann gewechselt, die Spannrollen geprüft und die Spannung nach der Dilettantenmethode (Inbus Methode) eingestellt. Dann hab ich den Motor mit der Hand ein, zweimal durchgedreht und wieder auf die Markierungen gestellt. Der stehende Zylinder war noch perfekt wie eingestellt... der liegende seltsamerweise wieder etwas zu locker. (Ich hätte auch ein Frequenzmessgerät, habe aber bei der einfachen Konstruktion des Zweiventilers drauf verzichtet) 

Ist das normal mit der Spannungsänderung? Das sich nach dem Drehen was ändern kann ist mir klar, der Riemen muss sich ja erst mal etwas anpassen, aber warum nur der am liegenden Zylinder? 

 

Gruß 

 

Kai

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So, 

alles nochmal kontrolliert, Motoröl und Filter gewechselt und die Diva gestartet. Läuft alles smooth und ruhig, Leerlauf stabil. Neue Reifen drauf, Kette gefettet, es kann losgehen, jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. 

 

Gruß und gute Fahrt! 

 

Kai

 

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  • 1 month later...

Und noch eine dusselige Frage meinerseits zum Thema: wie zupfe ich zur Schwingungsanregung, von Zahnseite nach außen oder von außen nach innen?

Von außen nach innen habe ich mit der GatesApp 110Hz, von innen nach außen nur 75Hz?

ob obere oder untere Seite des liegenden Zylinders ist dabei egal.

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vor 13 Minuten schrieb Laschpuffer:

Und noch eine dusselige Frage meinerseits zum Thema: wie zupfe ich zur Schwingungsanregung, von Zahnseite nach außen oder von außen nach innen?

Von außen nach innen habe ich mit der GatesApp 110Hz, von innen nach außen nur 75Hz?

ob obere oder untere Seite des liegenden Zylinders ist dabei egal.

Hat sich erledigt, nach dem Durchdrehen des HR habe ich ggf. das Telefon anders gehalten und nun „klingt‘s“ in allen Richtungen gleich.😇

Edited by Laschpuffer
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Die Einstellung der Zahnriemenvorspannung wird immer wieder heiß diskutiert und die Meinungen über die Meßmittel gehen weit auseinander. Obwohl der Zahnriemen ein formschlüssiges Antriebsmittel ist (ähnlich wie Zahnräder), benötigt er für seine Funktion eine Vorspannung. Die Begründung hierzu ist mehrfach in einschlägiger Literatur dargelegt (nichts für Autodidakten mit einmal hinschauen und schon begriffen), sowie die Berechnung der Vorspannkraft – kann also jeder selbst nachlesen.

 

Während der Anfänge mit Zahnriemenantrieben (Pantah Motoren) war die Prüfung der Vorspannung noch ungenau. Der Wechselintervall von 10.000km erforderte aber auch nicht mehr. Das „Meßgerät“ war ein Dreibein, der die Riemendurchbiegung bei einer vorbestimmten Prüfkraft ermittelte (war auch eine gängige Praxis in der Automobilindustrie). In vielen Videos für Zahnriemenwechsel bei Ducati’s wird gerne auch das Verdrehen des Riemens um 90° gezeigt. Hier sollten die „Experten“ lieber vorher klären, wo das eigentlich herkommt und welche Gültigkeit dieses Vorgehen hat! Auch wird gerne die „Inbus-Methode“ empfohlen – da gibt es hier genügend Verfechter. Aber warum steht auf dem Riemenrücken „nicht knicken“, wenn das standhaft ignoriert? Die Bedeutung von „Knicken“ ist offensichtlich der Mehrheit gänzlich unbekannt. Die Antworten hierzu spannen den Bogen von „habe ich schon immer so gemacht und es ist noch nie etwas passiert“ bis zu „ich bin ein erfahrener Mechaniker und weiß was ich tue“. Man sollte besser nicht seine Fehler beibehalten, nur weil es so lange gedauert hat sie zu machen. Die Schadensentwicklung bis zum Riemenriß benötigt seine Zeit, da kann man bis 10.000km noch mal mit dem blauen Auge davonkommen. Bei einem Wechselinterval von 30.000km sieht die Sache schon wieder ganz anders aus!

 

Die von Ducati vorgegeben Meßmethode zur Bestimmung der Riemenspannung mittels Frequenz ist derzeitig „State of the Art“, also die Bestmögliche. Dazu eignen sich auch viele andere Meßgeräte bis hin zur Handy-App (die von Gates ist ursprünglich für Fahrräder gemacht, funktionier aber auch hier).

 

Die Eigenfrequenz des Riementrums ist eine Funktion der Riemenspannung, der Riemenmasse und der Trumlänge.

 

Der physikalische Zusammenhang ist ziemlich einfach:

 

F = 4 x m x L2 x f2

 

mit:

F= Vorspannkraft in N

m= Riemenmasse in kg/m (kann man selbst mit einer einfachen Küchenwaage ermitteln)

L= Länge des Riemens an der Stelle wo die Messung erfolgen soll (einfach ein Lineal anhalten)

f= Meßfrequenz in Hz

 

Die Herstellerangabe der Eigenfrequenz bezieht sich also immer auf einen bestimmten Riemenabschnitt, der ausdrücklich angegeben ist.

Es ist eine einfache 3-Satz Rechenaufgabe und man kann die Frequenz bei gleicher Riemenspannung für jedes Riementeilstück ausrechnen.

 

Noch genauer kann man die Riemenvorspannung mit einem frequenzgeregelten Stroboskop einstellen.

 

Es steht mir fern Belehrungen zu geben – dafür bin ich zu alt – es sind nur Hinweise, die man annehmen kann oder nicht. Es steht jedem frei seinen eigenen Motor nach gutdünken selbst zu schrotten.

 

Gruß

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  • 1 year later...

Grüss euch

 

Da ich das Thema im 2024 eröffnet hab wollt ich noch kurz eine Rückmeldung geben. Seit meiner Anfrage hab ich jetzt doch schon einige Zahnriemen ersetzt. Gespannt hab ich die Riemen über die bekannten Carbon Drive und die ContiDrive-EU App`s.

 

Ich konnte kürzlich ein Texa TTC Gerät ersteigern.

 

Eventuell ist jemand um die Vergleichswerte froh. Vorweg, aus meiner Sichtweise stimmen die App`s sehr genau. Für den privaten Gebrauch also - aus meiner Sichtweise - sehr geeignet.

 

Vorteil beim Texa Gerät....den Werkstattradio kann ich eingeschaltet lassen 😉

 

Beste Grüsse, Tom

 

 

ContiDrive-EU : Texa.jpg

Carbon Drive : Texa.jpg

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Das wundert mich nicht, dass die Werte sehr genau passen. Ist doch das Zählen eine der Uraufgaben von Computern und in deinem Telefon sitzt ein Computer der so viel Rechenleistung hat, dass die Aufgabe des Zählens eines periodischen Audio-Signals eher sehr langweilig ist. :)

 

Kann mich erinnern das Menschen bei einem Schrauberkurs vor 10 Jahren bei der Aussage auch eher skeptisch schauten, wir aber genau den selben Vergleich gemacht haben. Danach war die Sache dann erledigt.

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