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Ejakulat in der Airbox Ducati 748


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Hallo werte Damen und Herren,

bin ein wenig besorgt. Gestern rund 50 km gefahren und alles gut. Heute komme ich in die Garage und mein Ölschauglas ist cremefarben. OK denke ich, Kondenswasser.

Warmlaufen lassen und rund 30 Km gefahren, bleibt cremefarben!

Na Hallo. Lieber mal checken. Verkleidung weg und Tank runder. In der Airbox cremefarbenes Ejakulat und ein leicher öliger Wasserfilm. Links leichter Ölaustritt aus dem liegenden Zylinder im Bereich der Zahnriemenabdeckung unten zum Krümmer. Kann mir aber nicht vorstellen, dass die beiden Themem zusammenhängen.

Bitte entschuldigt den Begriff Ejakulat, aber ich könnte es nicht besser beschreiben. Und nein, so liebe ich meine Duc nicht, dass ich..... 

Könnt ihr mir bitte mit Rat helfen, ich tippe auf Kopfdichtung, aber es blubbert nicht im Ausgleichbehälter. Beide Auspuffrohre werden gleich heiß, auch kein weißer Rauch. Motor hört sich normal an.

Daten: 2000er; 39.000 Km. Letzter KD mit Ventileinstellung September 2019 belegt mit Rechnung.

Vielen Dank im Vorab und Gruß Fleisma67

 

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Edited by Fleisma67
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Das ist Kondenswasser im Kurbelgehäuse nicht unüblich wenngleich blöd aber NICHT schlimm!

 

In der Airbox ist es weil es über die Kurbelgehäuseentlüftung dort landet.

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30 km sind meiner Meinung nach zu wenig. Die Luft ist im Moment noch zu kalt. Ich bin kürzlich 100 km mit der 1098 gefahren, Temperatur kaum höher als 70 Grad. Das ist jetzt zwar Kühlmittel Temp, aber das Öl wird kaum wärmer. Mann könnte vielleicht den Kühler abdecken, bei den Luftgekühlten mach ich das im Frühjahr und Herbst immer. sonst werden die nie warm. Und wenn du gestern 50 und heute 30km gefahren bist, hast du nur noch mehr Kondenswasser erzeugt.

im Zweifel schmeiß das Öl raus und tu Neues rein.

 

gruss

heini

Edited by heinhein
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Hallo werte Herren,

vorab schon mal danke für die Info. Ich hatte so etwas noch nie. Weder bei der 8er noch bei der 999er. Daher war/bin ich doch etwas besorgt!

Das mit der Temperatur stimmt. Die 7er kam gerade mal so an die 80° Grad. Wohne etwas außerhalb, daher kaum Stadtverkehr.

Sieht halt sehr unschön aus und zwangsläufig denkt man sofort an Kopfdichtung. Sollte ich bzw. kann ich noch etwas prüfen das einen Kopfdichtungsschaden ausschließt? 

Wie bereits geschrieben, kein blubbern im Behälter, kein weißer Rauch.

Gesund bleiben und vielen Dank Fleisma67

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Ich habe diesen Schlatz seit 1995 in jeder meiner Ducatis. Früher war ich deshalb in Sorge, heute werde ich nervös wenn das Schauglas sauber ist.
Befürchte dann sofort, dass das Öl ausgelaufen ist.

 

Raoul, hat viele englische Fahrzeuge besessen 

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Hi Fleisma67,

 

ich halte die Ölfarbe an deinem Moped, wie meine Vorredner, ebenfalls für nicht schön aber auch nicht schlimm.

Lass den Motor ordentlich warm laufen oder fahr eine kleine Runde, stell sie ab und öffne den Ölnachfülldeckel. Das Wasser kann dann verdunsten und muss sich nicht erst den Weg über irgendwelche Entlüftungen am Motor suchen.

Je nachdem wie viel Wasser du im Öl hast, kann es sein, dass du das 2 - 3 mal machen musst.

 

Gruß,

Stefan 

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Hallo werte Herren,

danke für die Statements und Tipps. Heute habe ich mit einer Spritze Kühlmittel gezogen. Am Spritzenschlauch war eine schleimige Substanz - schei.... doch Öl. Spritzeninhalt in klaren Behälter gedrückt und gewartet - nichts. Kein Ölfilm, keine Tröpfchenbildung. Schleimige Substanz in das Kühlmittel im Behälter abgestreift. Löste sich komplett auf ohne Rückstände, auch nach einer Stunde warten, kein Absetzen von Öl. Muss wohl alter Kühlmittelschmotter sein der sich am Behälterinneren befunden hat.

So jetzt schließe ich das Kapitel und gehe auch von Kondensat aus. Dafür darf ich eine andere Baustelle aufmachen. Ölverlust ist gefunden. Das Öl drückt sich am liegenden Zylinder Auslass-Seite in Fahrtrichtung rechts durch die Anbindung Zylinderkopf- Nockenwellenverschraubung. Riemenabdeckung demontiert und man schaut auf die untere Nockenwelle, dann ist es die linke Halteschraube unten. Es war auch ein wenig Öl im inneren. Muss jetzt noch genau eruieren ob es der Wedi ist oder der O-Ring - aber eigentlich egal, denn runter muss der Deckel eh.

Hier hätte ich bitte noch eine Frage, muss ich die Nockenwelle komplett ziehen, oder kann ich nach lösen der Nockenwellenmutter das Riemenrad entfernen und den Deckel mit Wedi und O-Ring demontieren und die Nockenwelle im Kopf belassen?

Danke im Vorab für eure Hilfe.

Bleibt gesund und Gruß Fleisma 67

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Am ‎04‎.‎05‎.‎2020 um 20:04 schrieb Fleisma67:

nach lösen der Nockenwellenmutter das Riemenrad entfernen und den Deckel mit Wedi und O-Ring demontieren und die Nockenwelle im Kopf belassen?

 

Klar doch, kein Problem. Hast du den Gegenhalter zum Lösen der zentralen Mutter? Und auch der Spezialschlüssel für diese ist wirklich nötig.

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Hallo icwiener,

ja funktioniert. Habe ich auch rausbekommen. Habe es aber ohne lösen des Nockenwellenrades gemacht, da ich die Nockemwelle im ganzen raus haben wollte.

Man muss halt den einen Haltebolzen für den Kipphebel etwas ziehen, dann geht die Welle problemlos raus.

Der Grund für den Ausbau war wieder das leidige Wasserthema. Nach entfernen des Ventildeckels, kam eine Suppe raus, wie Honig, das hat mit keine Ruhe gelassen.

Also Zylinderkopf ab.  Da war der Grund dann schnell gefunden. Der Kopf löste sich kaum vom Fuss, also mit abgesägten Besenstiel als "Dorn" und leichten Hammerschlägen vorsichtig gelöst. Eine Führungsbuchse blieb im Kopf stecken. Das wird noch wichtg! Was soll ich sagen, jemand hatte anscheinend auch schon mal ein Problem mit dem Kopf und hat diesen wahrscheinlich mit einem breiten Schraubendreher abgehebelt!! Natürch die Dichtfläche zischen Wasserkanal und Ölrücklauf vermurkst! Jetzt hat er die Führungsbuchse nicht rausbekommen und hat genau an der Führungsbuchse vorbei versucht die vermurkste Dichtfläche zu glätten. Danach hat der Spezialist zwei Kopfdichtungen montiert u. tüchtig Dichtmittel draufgeschmiert. Na hat ja auch ein paar Kilometer gehalten! Ich bin auch kein Profi, aber, dass ich auf einer Dichtfläche keinen Metallhebel oder sonstiges ansetze, das verstehe ich noch - Pfuscher vor dem Herren! Kurz und gut, Kopf zum Planen gebracht. Wird evtl. nächste Woche fertig. Hoffe wir bekommen die Fläche wieder halbwegs hin. Ich habe übrigens die im Kopf verbliebene Führungsbuchse mit Hilfe eines passenden Bohrers (Schaft als Quetschvermeider) und einer Gripzange herausbekommen.

Hier hätte ich eine Frage, gebt hier auf die Fussdichtungen Dichtmasse, und welche Kopfdichtungen verwendet ihr, original oder von Althea?

Beste Grüße Fleisma 67

 

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Dichtmittel eigentlich nur im Notfall, die Dichtung am besten Original.

Dann weißt du das es definitiv hält sofern die Flächen gut sind.

 

Bei Athena und Co kenne ich auch schlechte Erfahrungen.

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vor 1 Stunde schrieb Fleisma67:

auf die Fussdichtungen Dichtmasse

 

ja beidseitig, ist ja keine dichtung sondern eher ein abstandhalter, auch im whb ist es so beschrieben (glaube ich).

"echte" fussdichtungen sind aus papier oder gummi.

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Hallo,

ok Männer verstanden. Habe gerade die Teile bestellt + Dichtmittel. Beim Stein haben sie die Originalkopfdichtung durch eine andere ersetzt, ist eine Metalldichtung, soll aber gleichwertig sein, na mal sehen! 

Danke und Gruß Fleisma 67

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Guten Tag werte Herren,

zerbreche mir aktuell den Kopf (also meinen) wie ich die alte Ölsuppe sauber aus dem Motor bekomme. Wäre für Vorschläge dankbar.

Nutzt ja nichts wenn ich alles zusammenstecke und dann aufgrund der alten Ölsuppe nicht erkennen kann, inwieweit jetzt alles dicht ist!

Danke euch und Gruß Fleisma 67

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Hi

 

Wie schon erwähnt wurde, Ich würde 1-2mal spülen wenn du es unbedingt komplett raushaben möchtest. 

Am besten ein billiges Mannol/Fanfaro Öl(12-15€/5L) 10 oder 15w40.  und rein damit. Erster Durchgang ein paar Minuten im Stand, dann raus damit. Die 2. Füllung  ne kleine Tour drehen. 

Dann neuen Filter und das Zielöl rein.

Edited by Roland E.
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Ich habe mal große Auto und Motorradwerkstätten betrieben und das einzige Reinigungsprodukt das wirklich funktioniert ist von Eurosol.

Damit reinige ich bis heute alles, Motoren, Getriebe, Automatik, Einspritzdüsen. Und zwar alles perfekt. 
Bekommt man nicht ganz leicht aber im

Notfall auf Amazon.

 

Raoul

  • Thanks 1
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Willst du jetzt wegen der normalen Öl / Wasser Emulsion den Motor spülen?

Dann müsste man das andauernd tun bei kalten Temperaturen.

Die Emulsion schadet nicht und verschwindet sobald der Motor heiss ist.

Jedes Additiv Paket hat Detergenzien (Seifen etc) die den Motor Sauberhalten. Ein Reinigungsöl bracht man bei den Ducati Motoren nicht. Wenn dann Unsicherheiten vorliegen würde ich den Motor zerlegen und händisch reinigen, nicht dass es dir die Ablagerungen in der Kurbelwelle auflöst und die Pleuellager zerstört mit Reiniger Öl.

 

Heute haben wir praktisch Null Schwefel im Treibstoff, daher ist die Korrosion auch kein Thema mehr mit emulgiertem Öl.

 

Gruss Konrad

 

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Hallo Konrad, Werner,

Motor zerlegen wollte ich mir als "Winterarbeit" aufheben. Spüle mal mit einem günstigen Öl und dann das Gute rein.

Dann Probelauf und sehen was passiert.

Da es im Ausgleichsbehälter nicht geblubbert hat, kein Wasser verbrannt wurde, ist die Wasserpumpendichtung die nächste Fehlerquell auf die ich schauen werde, sollte das Wasserproblem weiter bestehen.

Danke für die Tipps - bleibt gesund und Gruß

Fleisma67 

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Salve werte Herren,

so Hurra, sie läuft wieder. Da der Kopf ja beim planen war, habe ich gleich die Ventile ausgebaut u. mit Backofenspray und Messingbürste gereinigt. Neue Schaftdichtung rein und mit Holzgriffel eingeschliffen. Dann Dichtheit mit Benzin geprüft. Passt! Den Zylinder habe ich durch lösen des Kolbenbolzen mit dem Kolben abgezogen und auf einer Marmorplatte mit 400 Nassschleifpapier u. WD40 abgezogen. Fussdichtung beiderseitig mit Dichtmittel benetzt und montiert. Bis dahin alles relativ problemlos. Dann begann die Tragödie mit dem Sicherungsring des Kolbenbolzens! War zwar so schlau und habe das Motorgehäuse mit Lappen zugestopft, war aber nicht so schlau gleich zwei Ringe zu bestellen. Der Ring ist mir beim montieren weggesprungen und die Sucherei ging los!  Zylinderkopfdichtung montiert und Kopf wieder drauf. Die 4 Muttern mit Spezialschlüssel u. Drehmoment festgezogen. Alles soweit zusammengebaut frisches günstiges Öl rein und Kühlmittel "aufgetankt" Dann Probelauf. Alles dicht. Öl natürlich immer noch schaumig. Motorrad mit offenem Öleinfüllstutzen zwei Tage stehen lassen. Am Dienstag u. Mittwoch zwei Bewegungsfahrten gemacht und es wurde sukzessive besser mit dem Schaum. Der Kühlwasserstand bleibt jetzt auch stabil. Heute letzte Bewegungsfahrt gemacht (100 km) und alles sieht sehr gut aus. Am Samstag kommt dann das "gute Öl" rein.

Im Winter baue ich den Motor aus (wenn vorher nichts passiert) und lass ihn überholen.

Eine Frage habe ich an die erfahrenen Schrauber. Passt ein 916 oder 996er Motor ohne Änderungen am Rahmen, Motor und dem Einspritzsystem in die 748er? Hintergrund. Würde mich gerne mit den Motoren intensiver beschäftigen und da dachte ich, könnte doch einen Motor kaufen und in aller Ruhe daran arbeiten. Da ich ja schon einen 748er Motor habe, wäre es doch sinnvoll einen 916er oder 996er zu besorgen, werden ab und an bei E-Bay angeboten.

Danke im Vorab für die Info. Bleibt's gesund und Gruß

Fleisma 67

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