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  • 2 weeks later...
Am 22.6.2025 um 21:10 schrieb foobar423:

 

Hab ich heute mal reingeschaut, sehen komplett in Ordnung aus. Klar nicht neu, sind ja gelaufen, aber ich würde behaupten da ist nie ein Span durchgelaufen oder sonst was mit gewesen. Die anderen Lager sind auch alle unauffällig, einzig das Kugellager für die Vorlegewelle der Steuerzeiten ist direkt crunchy.

 

Kurbelwelle hab ich mir auch angeschaut und den Hubzapfen mit feinem Schleifvlies und Öl bearbeitet, sieht jetzt wunderbar aus und man merkt auch nix mehr mit dem Fingernagel. Weder von der leichten Rauheit noch von der Macke die da drin war. Vermessen hab ich den Hubzapfen auch, vollkommen unauffällig, kein taper feststellbar (komme gerade nicht aufs deutsche Wort). Hauptlagerzapfen sind rund und maßhaltig. Schlag hat die Kurbelwelle auch nicht. Alles gut also.

 

Großes Pleuelauge wollte ich auch vermessen um mal zu gucken was da für Spiel rauskommen würde bei den blau+roten Lagerschalen die es laut Handbuch sein sollen, musste aber feststellen das mein Innentaster nur bis 50mm runter geht und ich damit nicht ins Pleuelauge komme. :(

Das Lager für die Zwischenwelle läuft "crunchy" das hat ordentlich Vorspannung, haben alle die ich in den Fingern hatte nach Einbau. Die HL kann man gut weiterverwenden wenn keine Macken sichtbar.

Gruss Konrad

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Da ich neue Lager schon da hatte, hab ich die halt auch reingeworfen.

 

Mit der Lagergasse da im Kopf weiß ich gerade nicht wie ich weiter verfahre, hab das mal mit 2500er und 4000er überschliffen und die Nockenwelle dreht sich auch okay. Aber ob das jetzt so gut ist.. unklar. Ist halt schon eine ordentliche Riefe rundherum. Motorenbauer hab ich auch mal gefragt, reparieren kostet halt auch Wert eines guten gebrauchten Kopfs.

 

Weil ich erstmal sonst weiterkommen wollte, hab ich die Wellen und das Getriebe ausdistanziert. Bei der KW stellte sich raus das die Distanzen die schon drauf waren jetzt auch 0,15 mm Vorspannung ergaben, na fein. Getriebewellen sind auf Spiel von 0,08 mm und die Schalttrommel, die ich noch gegen eine aus einer 1098 ersetzt habe, ist bei 0,22 mm Spiel. Das sollte laut Handbuch so passen.

 

Leider warte ich immer noch auf die blauen Pleuellagerschalen, da komme ich gerade also auch nicht weiter.

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Lagergasse im Kopf mit Fingernagel prüfen. Bei der heftigen Riefe mit Dreikantschaber das vorstehende Material abtragen, aber nur wenn etwas vorstehend. Ansonsten polieren wie beschrieben und auch die Nockenwellen. Solange die Spiele stimmen und nichts an Material vorsteht das Mischreibung verursacht sollte nichts passieren. Hatte ich auch schon bei dieser Konstruktion. Natürlich Ölwege spülen 

Grüße Konrad 

Edited by humlik
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Du meinst wenn links und rechts von der Nut die der Span da rundherum reingezogen hat alles maßhaltig und die Oberfläche okay ist, dann kann man das so fahren?

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So, 4000er raus und alles noch mal so glatt wie möglich gemacht, dann mit Plastigage gemessen und die drei okayen Lagerstellen haben 0,050 mm Spiel, die nachbearbeitete kleiner als 0,063 mm. Ich würde sagen etwas zwischen 0,055 und 0,060 mm. Sagen wir einfach 0,060 mm.

 

Nun gibts im Handbuch keine Angaben wie das Spiel sein soll und ich hab auch sonst keine gefunden, schaut man aber mal bei @Moin bei der Street Triple nach, da wird ein Spiel von 0,040 - 0,080 angegeben. Da wäre das ja quasi genau drin.

 

Meinungen dazu?

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  • 3 weeks later...

So, endlich kamen mal die blauen Pleuellagerschalen. Scheinbar musste die wer erst noch schnitzen oder so. Die roten waren überall lagernd. Leider brauchte ich beide Sorten.

 

Heute mal Laufspiel gemessen und mit bisschen mehr als 0,038 und deutlicher weniger als 0,051 liege ich denke sehr gut in der Mitte der vom Handbuch gewünschten 0,025 – 0,055 mm Angaben.


Jetzt kann ich den Haufen wieder zusammen bauen! Mein Mein hehres Ziel, vor dem Sommerurlaub zumindest den Rumpfmotor wieder zusammen haben.

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  • 1 month later...

Tjoa.. weder hab ich es vor den Sommerferien geschafft das Motorgehäuse zusammen zu bekommen, was ich aber inzwischen nachgeholt habe, noch rolle ich zum Termin am Montag in Poznan an den Start, obwohl ich die Straßen-999 als Ersatz noch Rundkursfein gemacht hatte.. Entzündung im rechten Handgelenk hat dem einen Riegel vorgeschoben.

 

Nicht meine Saison. 😒

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  • 8 months later...

Werte Kompetenzgemeine, der neu aufgebaute Motor hat jetzt in Groß Dölln zwei wunderbare Tage gelaufen und Freude gemacht. Nix abgefallen, nix ausgelaufen, nix kaputt gegangen. Naja, bis auf einen Kabelbruch am Benzinpumpenstecker den ich aber vor Ort neu crimpen konnte.

 

Nun hat mich interessiert wie das Öl aussieht, gab es doch nach dem ersten Anlassen trotz sorgfältigem Öl vorpumpen ein paar unschöne Geräusche aus Richtung Kurbelwelle die sich wie Pleuellagerschaden anhörten welchen ich vor dem Neuaufbau ja hatte, es dort aber eben nicht diese typischen Geräusche gab. War dann aber nach Rätselraten, noch mal durchpumpen und zweiten Versuch einfach weg.

 

Jedenfalls hab ich jetzt nach den zwei Tagen das Öl noch mal rausgelassen und fand dort am Grobfilter ein paar größere schwarze Brocken. Nicht magnetisch, von der Konsistenz her fühlen sie sich wie Steine an. Sind sehr hart aber spröde und lassen sich mit genug Kraft irgendwann zerbröseln. Kunststoff scheint es auch nicht zu sein.

Ich hab den Ölfilter dann mal aufgeschnitten und reingeschaut, da finden sich dann die kleinen Varianten davon wieder. Ölfilter hat jedenfalls seinen Job gemacht, andere Seite war komplett sauber.


Jemand ne Idee was das ist und wo es herkommt? Meine bisherige Theorie ist Ölkohle und vermutet wird die Herkunft aus den Ölabstreifringen. Die waren zwar freigängig, aber gereinigt hatte ich die nu nicht.

 

Größter Brocken da links mittig war so ~1,5mm.

 

IMG_5237.jpeg

IMG_5240.jpeg

 

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vor 7 Stunden schrieb foobar423:

Herkunft aus den Ölabstreifringen

Mache ich da einen Denkfehler, oder sind die Ölabstreifringe nicht durchgehend im Kontakt mit der Zylinderwand? Da kann doch nichts bzw. nicht so Großes ins Motoröl gelangen. Versuch doch mal, eins dieser Bröckchen anzuzünden, um Kunststoff auszuschließen - Teile eines Lagerkäfigs? Fremdkörper, der bei der Montage in den Motor geraten ist? Irgendetwas wird ja das unschöne Geräusch verursacht haben ... und wenn das der erste Motorlauf nach dem Neuaufbau war, liegt für mich da ein Zusammenhang sehr nahe.

Edited by Snaporaz
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vor 1 Stunde schrieb Snaporaz:

Mache ich da einen Denkfehler, oder sind die Ölabstreifringe nicht durchgehend im Kontakt mit der Zylinderwand? Da kann doch nichts bzw. nicht so Großes ins Motoröl gelangen. Versuch doch mal, eins dieser Bröckchen anzuzünden, um Kunststoff auszuschließen - Teile eines Lagerkäfigs? Fremdkörper, der bei der Montage in den Motor geraten ist? Irgendetwas wird ja das unschöne Geräusch verursacht haben ... und wenn das der erste Motorlauf nach dem Neuaufbau war, liegt für mich da ein Zusammenhang sehr nahe.

 

Ja die Theorie hat so ihre Schwächen. Der Motor lief zwischen erstem Motorlauf und dem Wochenende jetzt in Groß Dölln schon mehrfach, allerdings ohne Last. Hatte noch Öldruck gemessen und musste noch ein paar andere Problemchen am Moped fixen. Das Öl war schon zweimal draußen zwischendrin und ist durch nen Lackfilter geflossen, da waren die schwarzen Dinger noch nicht da, die kamen jetzt erst nach Groß Dölln.

 

Anzünden probieren ist ne gute Idee, das werde ich mal ausprobieren.

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Also wenn Du solche Kohle Stücke im Ölabstreifer produzieren würdest, hätte der Motor ein heftiges Blowby Problem. 

Hast du Teile gefettete bei der Montage? Das wäre eine Quelle. 

Grüße Konrad 

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Posted (edited)
vor 1 Stunde schrieb humlik:

Hast du Teile gefettete bei der Montage? Das wäre eine Quelle. 

 

Es wurde ausschließlich normales Motoröl oder an einigen Stellen ein zähflüssiges Montagegel für den Motorenbau beim Zusammenbau benutzt. Fett, also so Wälzlagerfett oder so etwas, wüsste ich da an keiner Stelle benutzt.

 

Vielleicht irgendwelcher verkokelter Lack von den Wicklungen der Lichtmaschine der sich gelöst hat? 

 

 

Edited by foobar423
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man kommt mit einem Endoskop durch die Ölablassöffnung zum Getriebe hin, sieht die Kugellager und auch die Kolben 

somit könnte man Fehler suchen, oder halt 12h investieren für die grosse Zerlegung und Aufbau....

 

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Ja ich werd mal von unten gucken. Ist ja nicht viel Aufwand, danach wäre noch der Blick hinter den Limaseitendeckel dran. Komplett auseinander rupfen ist gerade nicht drin.

 

Ich hab heute versucht da einen Klumpen von anzuzünden. Der Größte ist übrigens nur im Durchmesser ~1.5mm, die Dicke ist <0,3mm. Weder beim mit dem Feuerzeug noch mit dem Bunsenbrenner ordentlich draufhalten hat sich das Stück irgendwie zu der Hitze verhalten, ich würde an der Stelle Kunststoff also ausschliessen.

Die Stücken kann man auch zerklopfen, das wäre dann ja auch eher sehr spröder Kunststoff der als Lagerkäfig vermutlich eher ungeeignet wäre.

 

Zu der Theorie mit den Ölabstreifringen, die Kolben haben ja nach innen Ölablaufbohrungen hinter den Ölabstreifringen, da könnte ja durchaus gelöste Ölkohle vom Öl nach innen transportiert worden sein oder?

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vor 4 Minuten schrieb DocDuc:

Isolierung von Wicklungen ist extrem hart und somit spröde. Lima mal nachschauen ? 

 

Ja, da schau ich auf jeden Fall nach. Nicht das sich da die große Mutter auf der Kurbelwelle gelöst hat und irgendwas an der Lima schabt.. :tuete:

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vor 2 Stunden schrieb foobar423:

Ja ich werd mal von unten gucken. Ist ja nicht viel Aufwand, danach wäre noch der Blick hinter den Limaseitendeckel dran. Komplett auseinander rupfen ist gerade nicht drin.

 

Ich hab heute versucht da einen Klumpen von anzuzünden. Der Größte ist übrigens nur im Durchmesser ~1.5mm, die Dicke ist <0,3mm. Weder beim mit dem Feuerzeug noch mit dem Bunsenbrenner ordentlich draufhalten hat sich das Stück irgendwie zu der Hitze verhalten, ich würde an der Stelle Kunststoff also ausschliessen.

Die Stücken kann man auch zerklopfen, das wäre dann ja auch eher sehr spröder Kunststoff der als Lagerkäfig vermutlich eher ungeeignet wäre.

 

Zu der Theorie mit den Ölabstreifringen, die Kolben haben ja nach innen Ölablaufbohrungen hinter den Ölabstreifringen, da könnte ja durchaus gelöste Ölkohle vom Öl nach innen transportiert worden sein oder?

Wenn du Schweröl fährst,  ansonsten sollte der Ölabstreifer keine Kohle Verkokungen aufweisen an einem neuen Motor 

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Posted (edited)

Von unten in den Motor geschaut bis hoch an die Kolben, alles fein. Dann erstmal in das Timing-Loch, oder wofür das auch immer ist, im Motorseitendeckel geschaut und da strahlten mich schon verkokelte Wicklungen der Lima an. Das mal Zufall, die hätten ja auch auf der anderen Seite sein können.

Also Deckel runter und so schaut es aus:

 

IMG_5265.jpeg

 

IMG_5263.jpeg

 

Nu ist klar wo der schwarze Kram her ist.

Edited by foobar423
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Naja, der Stator ist halt 20 Jahre alt, keine Ahnung was der alles schon so gesehen hat. Kann ja viel sein.

Als ich den Deckel das letze mal zugemacht habe war der auf dieser Seite auch schon bisschen dunkel, aber nicht so krustig wie das jetzt.

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