Lest mal:
Entsteht in Groß Dölln Europas größter Solarpark?
Gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe hofft Templins Bürgermeister zu schlagen, sollte der Coup gelingen und einer der größten Solarparks Europas auf dem Flugplatzgelände Groß Dölln entstehen. Voraussetzung: Das Bauplanungsverfahren müsste zügig eingeleitet und durchgezogen werden.
Fahrsicherheitstraining könnte auch künftig noch auf dem Driving Center stattfinden, doch der Lärm von Motorradrennen, die heftig umstritten sind, sollte es nicht mehr geben, wenn der Solarpark kommt, so die Vorstellungen des Templiner Bürgermeisters.
Fahrsicherheitstraining könnte auch künftig noch auf dem Driving Center stattfinden, doch der Lärm von Motorradrennen, die heftig umstritten sind, sollte es nicht mehr geben, wenn der Solarpark kommt, so die Vorstellungen des Templiner Bürgermeisters.
Foto: Uwe Werner
Groß Dölln (SW)
Wenn am Dienstag der Templiner Bau- und Wirtschaftsausschuss zusammenkommt, dann könnte ein neues Kapitel zur Zukunft des Driving Centers in Groß Dölln aufgeschlagen werden.
Wenn die Stadtverordneten grünes Licht gäben für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein Sondergebiet Photovoltaik, bahnt sich die Lösung gleich einer ganzen Reihe von Problemen an, die mit dem ehemaligen sowjetischen Flugplatzgelände zusammenhängen.
Bereits seit einigen Wochen sind Templins Bürgermeister, die Wirtschaftsförderin der Stadt, Dana Schöttler, und Landrat Dietmar Schulze unterwegs, um potenzielle Geldgeber für Investitionen in erneuerbare Energien am Standort Groß Dölln zu interessieren beziehungsweise sie zu begleiten, wenn es darum geht entsprechende Voraussetzungen zu schaffen, ein Vorhaben zu realisieren, das sich einpasst in das Konzept zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Stadt Templin.
In diesem Sinne seien der Eigentümer der Flugplatz AG und Vertreter der Solarfirma Belectric, eines der führenden Unternehmen in der Photovoltaikbranche, an die Stadt herangetreten, mit der Bitte, für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für eine Solarfabrik auf dem Flugplatzgelände den Weg zu ebnen, berichtete Bürgermeister Detlef Tabbert auf Nachfrage des Uckermark Kurier.
Ziel der Investoren sei es, in zwei Schritten ein Solarfeld von einer Größe von insgesamt 400 Hektar auf dem rund 1500 Hektar großen Flugplatzgelände zu projektieren, das einmal eine Leistung von 200 Megawatt in der Spitze erreichen und damit 60 000 Haushalte mit Strom versorgen könnte.
„Wir wollen also mit der Beschlussvorlage in einem ersten Schritt die Bauplanung für die Installation von Photovoltaikanlagen auf 380 Hektar einleiten“, erläuterte Tabbert. Im Laufe des Verfahrens würden selbstverständlich auch die Träger öffentlicher Belange gehört.
Die Stadt Templin beabsichtige ihrerseits mit dem Investor einen städtebaulichen Vertrag zu schließen, in dem unter anderem vereinbart werde, dass die Kosten der Bauplanung vom Investor getragen werden.
Zugleich, könnten darin, für den Fall, dass die Investition zustandekommt, konkrete Festlegungen getroffen werden, die die berechtigten Interessen der umliegenden Orte und Bewohner bezüglich der Lärmbelästigung auf dem Driving Center berücksichtigen.
Das Driving Center selbst sei von den Planungen nicht betroffen. Es herrsche aber Einigkeit, dass Rennveranstaltungen in Groß Dölln dann nicht mehr stattfänden. In diesem Zusammenhang verweist Bürgermeister Detlef Tabbert auf die einmalige Chance, auf diese Weise die Konversionsflächen von weiteren Altlasten zu beräumen, denn auch die einstige Mülldeponie, Kerosin verseuchte Flächen und bisher noch versiegelte Areale des ehemaligen Kasernengeländes und Exerzierplatzes könnten so saniert werden. Zwar schaffe diese Investition nur wenige zusätzliche Arbeitsplätze, allerdings erhoffe er sich zumindest in der Bauphase Aufträge für örtliche Unternehmen, so Tabbert.
Quelle:
http://www.nordkurier.de/cmlink/nord...rpark-1.350595



LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


Lesezeichen