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Thema: 1 Lauf DLC (Oschersleben, innerhalb des 2. Bördesprintes)

  1. #1
    Avatar von HaWe Köhle
    HaWe Köhle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard 1 Lauf DLC (Oschersleben, innerhalb des 2. Bördesprintes)

    1. Lauf DSMB Langstreckenpoakl (DLC)
    12. Mai 2010 Oschersleben 6 Stunden-Rennen innerhald des 2. Bördesprintes

    Hallo war schon spannend:

    Vorbemerkung

    Endurance ist komplex!
    Fahrer, Helfer, Technik - alles enorm wichtig.
    Wetter ist wichtiger! (Wetter ist wichtiger!)

    Das spannendste ist es, auf Situationen zu reagieren, richtig zu reagieren.

    Es gewinnt der, der am Schluss mit den meisten Runden über die Ziellinie fährt!

    Wo stehen wir?

    Keine Ahnung. Sicher gehören wir zu denen, die so ein Rennen gewinnen können. Aber über 6 Stunden kann so viel passieren…..

    Dann DLC: die schnellen Jungs sind eingeschrieben, die brauchen sich alle nicht verstecken. Es wird spannend.


    Training:

    Eigentlich brauchen wir die Pole nur fürs Foto. Platz 6, 7 oder 8 als Startposition ist kommod um sich aus der Hektik so gut wie geht herauszuhalten.

    Nass, besser feucht war schon okay für das erste Training. Gleiche Bedingungen für alle. Der Plan war anders: Onno wollte drei Runde fahren und eine vordere Startposition ohne Risiko sichern. Dann sollte Peter raus, der nach wie vor jede Trainingsrunde braucht. Onno wollte zwischenzeitlich noch das Kettenrad ändern und dies in den letzten Runden des ersten Trainings probieren. Wir waren mit bei der Musik.

    Auch das zweite Training war feucht. Also Regenreifen. Peter fuhr uns schon mal auf die 1. Schnell rutschten wir aber ab, es trocknet sehr schnell ab. So schnell, das wir nur noch Zeit hatten, hinten auf Seriensportreifen zu wechseln. Onno gab alles. Aber mit dem Regenreifen vorne blieben wir auf Startplatz acht hängen.

    Nun ja, kein schönes Foto.

    Start:

    Nun ja, schöne schwarze glänzende Slicks, sauberes Moped… Auf geht’s. Onno fährt den Start, weil Peter noch nicht richtig laufen kann. Peters „S“ steht mit Regenpellen in der Box. Und genau, es wird feucht, grad so, das Onno aus der Einführungsrunde zurück kommt und in die Box fährt, trotz aller Zauberkunststücke: So geht’s nicht. Nun ist aber das Tor zur LeMans-Aufstellung zu und wir müssen als letztes los. Na super!

    Vorne geht die Post ab. Die rotgelbe „S“ von JOS Motorsport knallt so vorne weg, wie wir das eigentlich wollten, zumindest wollten wir in diesem D-Zug sein, den meine heimlich Parole war: keinen Rundenverlust!

    Nach 10 Runden war es wieder Trocken, die Regenreifen wollten nicht mehr und Onno durfte die Slicks verbraten. Was weiß denn ich wo wir waren. Irgendwo Platz 38 oder so. (wie Jens schon schrieb: man muss auf der ersten Monitorseite sein!)

    Tank leer heiß so etwa 30 – 32 Runden. Irgendwann tauchen wir auf Platz 7 auf.

    Man kann auch mal Glück haben.

    Ein Wechsel stand an und es war eine von vielen Saftycar-Phasen. Onno eierte mit Standgas rum, um den letzten Tropfen Sprit nicht zu vergeuden. Bei nur einem Saftycar ist ein Rundenverlust vorprogrammiert. Irgendwann ist Schluss und Onno musste hereinkommen. Schieben wegen leeren Tanks sind in der Regel mehrere Runden Verlust. Gerade als Peter rausrollte, war die SC-Phase zu Ende.

    Man kann auch mal Glück haben.

    Verkehrserziehung

    Beide Fahrer führten auf der Strecke Diskussionen: In den Saftycar-Phasen fuhren einige Fahrer sofort langsam, statt hinter dem Saftycar aufzuschließen. Statt also zügig, aber vorsichtig unter Überholverbot aufzuschließen, steckte man in einem Stau ohne Führungsfahrzeug. Onno fuhr dann jeweils neben den Vordermann, beschleunigten ihn (den Vordermann) durch Handzeichen und lies sich wieder dahinter fallen. Bei Peter war dies ein wenig ungestümer. (Sorry Jung und Entschuldigung, aber dies ist ein Rennen!)

    Attacke

    Wieder mal auf Regenreifen. Onno ist draußen. Inzwischen haben wir unser Minimalziel erreicht: In der Runde mit der Spitze und inzwischen auf Platz drei! Onno reitet eine Attacke. Ich zeige den Abstand zu Platz zwei an. Bei Minus Null fährt Onno an zweiten vorbei und der bis dahin führende zum Wechsel in die Box.

    Wir sind auf 1!

    Passt. Vom letzten Platz auf eins in der gleichen Runde mit drei weitern Teams.

    Ilmberger Carbonparts setzten nun ihrerseits Ihren Joker Harald Kitsch ein. Wieder im Trockenen kann Peter die Zeiten von Harald nicht halten und wir sind wieder Zweite.

    Da blieben wir auch erst einmal. Da neben uns auch alle anderen Wechsel müssen, ändert sich der Abstand wieder ein wenig. Wieder im Nassen kann Onno an die Spitze gehen und irgendwie eine ganze Runde gewinnen. Als ich dann +L2 zeigen konnten, galt es nur noch ohne Experimente das Moped ins Ziel zu tragen.

    So kann es gehen. Von ganz hinten mit zwei Runden Vorsprung gewinnen. Das ist eben Endurance. Und es bleibt dabei, vor dem DLC haben wir ordentlich Respekt. Als ich den D-Zug der ersten Runden sah, sah ich auch schon die Meisterschaft in weiter ferne. Aber, siehe oben:

    Es gewinnt der, der am Schluss mit den meisten Runden über die Ziellinie fährt!

    Wenn man nur zwei Motorräder/Fahrer einsetzt, hat man bei so einem Wetter ein Bike zu wenig. Ein Moped müsste immer auf Regenreifen stehen. Sonst wechselt man fast wieder so, wie bei der „echten“ Endurance….

    Mit freundlichen Grüßen
    HaWe Köhle
    www.team62.de


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  2. #2
    Avatar von Ben
    Ben
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    HW, Glückwunsch zum Sieg! Muss wohl ein ziemlicher Eiertanz gewesen sein, so wie ich gestern gehört habe. Regen, Sonne, Drizzelregen, braucht kein Mensch. Aber nur die Besten stehen dann vorne. Hut ab und Applaus für den Sieg in einem schwierigen Rennen.

  3. #3
    Avatar von hendrik_aus_e
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    Schön zu lesen. Für mich war es die richtige entscheidung nach dem letztjährigen bördesprint zur speedweek aufzuhören. Durch den hausbau bleibt keine zeit mehr zum fahren. (zum glück hab ich nur noch ein mopped zum anschauen, das haus wird um das motorrad drum herum gebaut ;-) )

    Sollte ich nochmal zum langstreckenrennen aufsteigen, dann nur noch mit einem motorrad!!! Die erfahrung und das erlebnis war einfach zu schön ;-)

    Gruß
    05.06.2010 Motorradausstellung und Motorradausfahrt Etingen

    siehe Link: www.Hendrik-aus-e.de

  4. #4
    Avatar von HaWe Köhle
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    Ja, Ben, entweder Regen oder Trocken, auch von Regen auf Trocken oder umgekehrt, aber diese blöde Nieselfeuchtigkeit!

    Einmal, als Peter draußen war, fing es wieder so gans leicht an. Als dann nur noch 1:50 auf Slicks möglich waren, kam auch schon das Zeichen zum Wechseln von Peter, dann haute es einen Eingangs Start/Ziel hin. Bei Regen liegen die Mopeds dann aber am Anfang der Boxengasse rechts und das Safty muss raus. Also hinter dem Saftycar rumgeeiert.

    Machmal hat man Glück.

    Als das Saftycar raus fuhr, ging es schon wieder mit Slicks. Dafür hat und Harald Kitsch eine Runde geschenkt als er bei Beginn der Feuchtigkeit das Moped verlassen hat.

    Da kann man nichts planen, glücklicherweise denken meine Fahrer wie ich und es reichen uns die kurzen Blickkontakte beim Vorbeidonnern.....

    Mit freundlichen Grüßen
    HaWe Köhle
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