Wisst Ihr eigentlich, wie die nervösen Zick-Zack-Muster seit Jahren, ja fast schon Jahrzehnten, auf die japanischen Sportmotorräder kommen?
Das war so: Der japanische Designer, nennen wir Ihn Herrn Yawasaki Hosuki, für den seine Firma, wie für alle Japaner, die 7 Tage Jahresurlaub haben, seine Familie ist, sollte das Design für ein neues Sportmotorrad entwerfen.
Es war bereits Ende Oktober und das Motorrad, dessen Technik längst fertig war, weil sie aus der Automobilindustrie stammt, sollte im November auf der Messe in Mailand präsentiert werden.
Herr Yawasaki Hosuki stand also unter immensem Zeitdruck, als er die ersten Entwürfe in seinem Feng-Shui-Büro auf ein über einen Bambusrahmen gespanntes Stück Seide malte.
Er betrachtete seine erste Schwarz-weiß-Zeichnung bei einer Tasse grünem Tee und sein Werk gefiel ihm selbst nicht. Also versuchte er die ulkige Form von denen der Konkurrenten, dem Heimorgelhersteller, dem Automobilhersteller und dem Hersteller von Schwerstmaschinen abzugrenzen, indem er die weißen Flächen mit Bonbonfarben auszumalen begann. Herr Yawasaki Hosuki fand sein Werk immer hässlicher und stieg von grünem Tee auf Reisschnaps um. Wie sollte er daraus bloß noch etwas machen? Ein paar unnötige Verkleidungs-Spalte hier, weitere Farben dort. Es war bereits 3 Uhr nachts und der Arbeitstag in Japan beginnt mit dem Sonnenaufgang. Und in Japan geht die Sonne ja bekanntlich früher auf als woanders!
Er war vollkommen verzweifelt, nahm alle seine Buntstifte in die wutentbrannt geballte Faust und strich seinen Entwurf mit einer Z-Förmigen Bewegung aus dem ganzen Arm hasserfüllt durch!
In diesem Moment klingelte sein flaches, kleines Designer-Multifunktionshandy der Marke „So? Nie!“
Es war sein Vorgesetzter, Herr Kamasutra Imtoyota:“ Hoi! Herr Hosuki, Ihre Entwürfe müssen SOFORT fertig sein! Ich steige jetzt in die U-Bahn, um sie mir abzuholen! Hoi!“
Herr Yawasaki Hosuki hatte keine Wahl! Um die Schande von seiner Familie (Firma) abzuwenden, blieb ihm nur der Selbstmord mit dem ihm bei der Einstellung als Azubi überreichten Samurai-Schwert!
Die Polizei nahm den Fall auf und übergab die Zick-Zack-durchgestrichenen und zerrissenen Entwürfe den Erben, seiner Firma, vertreten durch Herrn Kamasutra Imtoyota.
Dieser war so froh und glücklich, daß er nicht mit leeren Händen zu seinen Vorgesetzten kam, was für Ihn ebenfalls den Selbstmord durch das Schwert bedeutet hätte. Genauso, wie für die Vorgesetzten.
Das „Design“ des Herrn Yawasaki Hosuki wurde also umgesetzt und das Motorrad mit Automotor wenige Stunden später in Mailand präsentiert. Dort scharten sich allerdings die Messebesucher um ein revolutionäres, italienisches Motorrad und beachteten die japanische Neuvorstellung leider kaum.
Doch so kam das nervöse Zick-Zack-Muster auf die japanischen Sportmotorräder, wo es noch heute zu finden ist!
Bollergruß,
Armin


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