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Duc-Schmidti

Lady Lathe´s Drehteile- und Werkzeugthread

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Lady Lathe´s Drehteile- und Werkzeugthread

 

Da sitze ich so rum und sinniere über die Hypermotard, da kommt mir in den Sinn, daß es hier im Forum vielleicht mal wieder ganz sinnvoll wäre, etwas technisches zu posten.

Und da ich nun seit kurzem stolzer Drehbankbesitzer bin und mich gerade mit dem Thema befasse, mache ich mal einen „Drehteile und selbstgebastelte Werkzeuge-Thread“ auf.

Wäre toll, wenn Ihr hier mal zeigt, welche großen Dinge Ihr so dreht und was Ihr Euch für Werkzeuge gebastelt habt, um auch ohne teure Ducati-Spezialteile im täglichen Schrauberleben zurecht zu kommen.

Hier also mein erstes selbstgemachtes Drehteil. Aber Vorsicht! Ich habe noch absolut keine Ahnung vom Meißel-schleifen, dem korrekten Vorschub und Drehzahl.

Und „Zustellung“ war für mich bis vor kurzem klar und eindeutig die Sache der Post.

Also bitte nicht meckern über gegebenenfalls unübersehbare Rattermarken, schlechte Werkstückoberflächen oder stumpfe Drehstähle.

Tips, wie man es besser machen kann, sind hingegen immer willkommen.

 

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Und was soll nun aus diesen drei Teilen werden?

Na klar, er hier (Bild bei ebay geklaut):

 

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Ein Primärradabzieher!

Da es auf dem Bild aussieht, als sei die untere Platte verschraubt, möchte ich das auch erstmal so versuchen.

Sollte das nicht funktionieren, kann ich es immer noch nachträglich schweißen.

Was meint Ihr?

Und ganz wichtig: Was habt Ihr so gebaut?

Zeigt her Eure „spanbrechenden“ Errungenschaften!

 

Viele Grüße,

Armin

 

Edited by Duc-Schmidti
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Gute idée mit dem Draht.

Bei dem Abzieher: Stell sicher dass die Platte die hinter dem Zahnrad geht stark und hart genug ist. Habe auch mal so was gemacht, Zahnrad hat gewonnen ...

 

//Torbjörn. 

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vor 39 Minuten schrieb Duc-Schmidti:

Aber Vorsicht! Ich habe noch absolut keine Ahnung vom Meißel-schleifen, dem korrekten Vorschub und Drehzahl.

schleifen würde ich mir schenken! Besorg dir von Paulimot erstmal einen passenden Schnellwechsler, und dann benutzt du Drehstähle mit Wendeschneidplatten. Tipp: Ebay. werden ständig von irgendwelchen Spacken auf der Arbeit geklaut und dort 'verschenkt'

wenn du doch selber schleifen willst, vllt aus Prinzip, nur um es mal gemacht zu haben: Google. Dein Schleifbock sollte aber über eine kippbare Auflage verfügen, und du brauchst einen Messwinkel aus dem Maschinenbau (ebay)

 

Vorschub und Drehzahl: Tabellenbuch Metall. Wenn du das noch nicht hast... Sei so ehrlich und teere dich selbst, du Amateur! >:(

 

;)

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Wenn du des Englischen mächtig bist: Du findest auf YouTube unvorstellbar viele und sehr gut erklärte Tutorials aus den USA, wo sämtliche Basics siehst und verstehst. Logischer Weise halt direkt auf Englisch suchen.

 

zum Vorschub aber noch: Das ist erst ein Thema beim automatischen Vorschub. Solange du selber kurbelst ist das zu vernachlässigen, außer du pimpst das Ding mit einem Akkuschrauber an der Spindel.

 

zu deinem Abzieher... Das täuscht. Die sind einteilig, und wenn du da was brauchbares in Händen halten willst, brauchst du den richtigen Stahl. Und dann die passenden Schneidplatten. Und wenn's ganz mies läuft... Kühlmittel. Hochfeste Stähle sind selbst für Profis ein Geduldsprobe wie ich oft genug beobachtet habe. Hab da ziemlichen Respekt vor, und das will was heißen. Aber am besten machst du es wie die Hummel und lässt dich davon nicht stören ;)

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Ganz ehrlich, 

ich hab selbst in der Lehre

( Feinwerkmechaniker )

nie einen Stahl geschliffen. 

 

Bohrer haben wir geschliffen, die Zeit mit den Drehstählen war da schon um. Ich habe dazu nichtmal Erfahrungen, hab nie damit gearbeitet...

 

Saubere Oberflächen , Alu mehr , Stahl manchmal weniger ist aber kein Ding mit Wendeschneidplatten.

 

 

 

Grüße 

 

 

Edited by El potente

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vor 12 Stunden schrieb hawkster:

zu deinem Abzieher... Das täuscht. Die sind einteilig, und wenn du da was brauchbares in Händen halten willst, brauchst du den richtigen Stahl. Und dann die passenden Schneidplatten. Und wenn's ganz mies läuft... Kühlmittel. Hochfeste Stähle sind selbst für Profis ein Geduldsprobe wie ich oft genug beobachtet habe. Hab da ziemlichen Respekt vor, und das will was heißen. Aber am besten machst du es wie die Hummel und lässt dich davon nicht stören ;)

 

Hallo Hawkster,

 

ja, ich kenne bisher auch nur die einteiligen. Aber schau mal das eingestellte Bild vom fertigen Teil an. Da meine ich,

links unten an der Unterplatte zwei Köpfe von Senkkopfschrauben zu erkennen. Dürften dann rundum 6-8 Stück sein. :denk1:

Ich habe eine Wandung des Zylinders von 10 mm. Die untere Platte hat bei mir ebenfalls eine Stärke von 10 mm.

Verwendet habe ich St52 / S355J2+N  Baustahl mit einer Streckgrenze von 355 N/mm².

Ein alter Schulfreund von mir ist in der elterlichen Härterei, da frage ich mal nach, ob man das Zeug nach der Bearbeitung

noch härten kann. Laut deren Tabelle können die den Kern auf 600-700 N/mm² und die Oberfläche auf 500-700 bringen.

Edited by Duc-Schmidti

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vor 2 Stunden schrieb Duc-Schmidti:

 

Hallo Hawkster,

 

ja, ich kenne bisher auch nur die einteiligen. Aber schau mal das eingestellte Bild vom fertigen Teil an. Da meine ich,

links unten an der Unterplatte zwei Köpfe von Senkkopfschrauben zu erkennen. Dürften dann rundum 5-6 Stück sein.

Ich habe eine Wandung des Zylinders von 10 mm. Die untere Platte hat bei mir ebenfalls eine Stärke von 10 mm.

Verwendet habe ich St52 / S355J2+N  Baustahl mit einer Streckgrenze von 355 N/mm².

Ein alter Schulfreund von mir ist in der elterlichen Härterei, da frage ich mal nach, ob man das Zeug nach der Bearbeitung

noch härten kann. Laut deren Tabelle können die den Kern auf 600-700 N/mm² und die Oberfläche auf 500-700 bringen.

 

Moin Moin,

 

härten kann man jeden Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt über ca. 0.2% Kohlenstoff, und das erfüllt der St52 locker. Man erwärmt das Bauteil auf ca. 780°C und schreckt es dann in Wasser oder Öl ab.  (näheres hier).

 

Nach einer feinen Bearbeitung sollte man allerdings nicht "härten", weil das Bauteil sich verzieht und die Oberfläche verzundert wenn man nicht unter Schutzatmosphäre erhitzt.

 

Eine saubere Alternative dazu wäre das Zeugs nitrieren zu lassen.

 

Beste Grüße

Lutz

Edited by Mechanist
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hallo zurück,

 

Erstmal zum bearbeiten von Stählen... Ich hab mir in den letzten Jahren mehrere Werkzeuge und Hilfsmittel drehen lassen. Mein Fräser hat halt für sowas immer irgendwelche Reststücke über, die aber nicht immer beschriftet sind. Daher ist oft bis zum ersten Einstich unklar, was das jetzt eigentlich ist. Meine Beobachtung dabei: In der Regel ist das Zeug kurzspanend. Die Späne sind max 4-5mm breit, ca 10-15mm lang und haben eine an sich wunderschöne Kornblumenblaue Farbe, die ich auch gerne am Krümmer hätte :D;) die Späne sind aber logischer Weise verdammt heiß, und die fliegen umher wie Maiskörner in der Popcornmaschine. Außerdem war er am kotzen, dass seine 08/15 Wendeschneidplatte nun Schrott sei - hätte eine andere nehmen müssen, die speziell für den Stahl sei.

Das andere Extrem was ich dabei beobachtet habe, sind die langen Endlosspäne die sich um die Welle mit drehen und bekanntlich nicht ganz ungefährlich sind.

 

'normaler' Baustahl ist dagegen nicht so spannend zu beobachten, weil das sehr unauffällig ist. Aber: Die ganzen Drehteile aus hochfesten Legierungen haben auch ohne härten oder beschichten immer gehalten, und das auch mehrfach.

 

zu dem Abzieher... Wenn ich das nächste mal draußen bin, mach ich dir mal ein Foto von meinem... Bedenke bei einem geschraubten jedoch, dass die Kette immer am schwächsten Glied reißt - wahrscheinlich also Schraube oder Gewinde. Daher 12.9er Schrauben nehmen.

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Hallo Thomas,

 

beste Dank für das Bild! Das hilft mir enorm weiter!

Kannst Du mir sagen, wie groß die Schrauben sind? Ist das M5?

 

Grüße,


Armin

 

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Moin Moin,

 

in grauer Vorzeit habe ich bei einer (relativ) großen Kesselbau- Firma Werkstoffprüfer lernen dürfen. Nach dem kramen in alten Erinnerungen kommt meiner einer nun zum Schluss, dass wenn man versucht Vorrichtungen durch zerspanende Fertigung, ohne nachträgliche Oberflächenbehandlung oder "härten" bauen möchte, es doch mal mit dem Stahl 42CrMoS4 versuchen kann. Es ist zwar ein Vergütungsstahl, aber der hat auch schon ohne härten/ anlassen gute Eigenschaften, und lässt sich zudem auch (relativ) gut bearbeiten, denn der geringe Schwefelanteil sorgt für kurze Späne.

 

Beste Grüße

Lutz

Edited by Mechanist
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Haben unter anderem in unserer Werkstatt noch eine 11m lange Drehbank mit Spitzenhöhe von 1m stehen  :D

 

Haben aber auch noch eine richtige Zerspanung

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Warum schaut dass Backenfutter aus wie eine Turbine ?!?

 

Zusätzliche Kühlung?

 

Ist dass womöglich dass Werkstück!?

 

Grüße

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Junge, Junge, hoffentlich werden da keine Mitarbeiter angesaugt :niemals:

 

Hier mal meine ersten Drehübungen, die ich in der letzten Zeit so gebastelt habe:

 

Der Abzieher ist fertig und hat auch schon 1 x abgezogen.

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Ein Schalthebelpömmel für den Direktschalthebel:

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Ein Verkleidungshalter, noch nicht fertig:

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Und gerade eben mal einen Messdorn für die Ventilhülsen, funzt ganz gut:

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Da kam auch mal Randy Rändelzange zum Einsatz. Funktioniert zumidest in Alu auch ohne Probleme.

 

Leider macht die Elektronik meiner Drehe nun wieder Ärger.

Jetzt wird umgebaut auf Drehstrommotor. Ein Siemes Frequenzumrichter liegt schon im Schrank...

 

Zerspanen macht jedenfalls einen Riesenspaß!

 

 

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Konrad, das denke ich wirklich manchmal. Macht mir jedenfalls wirklich viel Spaß sowas :)

 

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vor 3 Stunden schrieb humlik:

Planscheibe 

 

 

Kannte ich bisher noch nicht.

 

Aber geile Sache, hab mich gerade mal eingelesen.

 

Noch nie gebraucht aber gut zu wissen??

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Genau Planscheibe (Vierbackenfutter) Dort Spannen wir Werkstücke die außermittig laufen müssen oder halt nicht rund sind.

 

Die Maschine ist noch von 1972...Wurde zwar schon Generalüberholt aber hat noch ein gegossenes Bett welches sehr stabil ist

 

Ich finde Zerspanung auch ein sehr geiles Thema.. Wer sich für sowas interessiert sollte bei YouTube mal Siempelkamp eingeben  :D

Edited by Stader78

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Pssst... die Nachbarn!

 

Ich liege ja manchmal an langweiligen Sonntagen im Schiesser-Feinripp im Fenster und schaue, was in der Nachbarschaft so passiert.

Da kam heute Abend ein roter Transporter vorgefahren.

Und bei Lady Lathe gegenüber ist eine "Neue" eingezogen. Sie ist schon etwas älter. Mrs. Miller. Die Frau vom Panto Grafen.

Angeblich trennen die sich aber wohl gerade und sie hat irgend so einen Schnellläufer.

Tja, so findet wohl jeder irgedwann sein Deckelchen...

 

Mich geht´s ja nichts an. Ich hab´s nur beobachtet und ein paar Bilder gemacht...

 

Hier der Umzugswagen:

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In der neuen Wohnung, Mrs. Miller oben ohne:

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Die Klamotten lasziv in die Ecke geworfen:

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Und da ist auch schon ihr "Schnellläufer":

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Mich geht´s ja nichts an... aber ich werde mal ein Auge drauf halten und schauen, was da bei den neuen Nachbarn in der nächsten Zeit so passiert.

Jetzt ist aber erstmal Sportschau.

 

Viele Grüße,

 

Armin

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