Ich habe am letzten Wochenende endlich 'mal wieder eine ausgedehnte Ausfahrt unternommen.
Das war längst überfällig, und ein klein wenig hatte ich gegenüber der Spocht sogar schon schlechtes Gewissen.
Also Klamotten, draufgesetzt, Knopf gedrückt und los ...
Nach ein paar Minuten dann bemerkt, dass ich noch tanken muss.
Also Tanke angelaufen, getankt, bezahlt, Knopf gedrückt und los ...
100 km Richtung Süden, dann 50 km Richtung Osten.
Dann Kaffee trinken, auf's Klo, wieder Tanken, Knopf gedrückt und weiter - wie immer halt.
Etwas später dann, just in dem Moment, an dem ich von einer Elbfähre fahren wollte.
Nichts.
Zeiger drehen ihre Runde, alle Lampen an.
Trotzdem nichts.
Schieb, schieb, schieb.
Fluch, fluch, fluch.
Die üblichen mitleidigen Blicke der ganzen vorurteilsbehafteten Mitmenschen.
Auf einmal sprang sie an, als wenn nichts gewesen wäre.
Bin dann auf der B195 'ne ganze Zeit zusammen mit einem SLS gefahren.
Muss Laune machen die Kiste, auch wenn ein Stern drauf ist.
Irgendwann auf dem Weg nach Hause wieder Tanken gefahren.
Hinterher wieder kein Ton.
Ja, leck mich ...
Nach ein paar Minuten hat dann ein sehr netter Guzzi-Fahrer angehalten und mir Gesellschaft geleistet.
Nach 20 Minuten Versuchen sprang sie dann doch wieder an, und ich bin ohne Stop nach Hause.
Nach einer Woche Grübeln hatte ich die Wegfahrsperre in Verdacht.
Denn nach erfolgreichem Starten lief sie wie immer, keine Aussetzer, kein Nichts.
Also heute "oben" angefangen.
Zündschlossabdeckung abgeschraubt, in der die Antenne ja eingeklebt ist.
Und was war?
Verklebung hatte sich gelöst, und die Antenne war nach unten gerutscht.
Wieder festgeklebt.
Wieder alles gut.
Da wird einem dann wieder 'mal klar, in was für Zeiten wir leben.
Ein Klebepunkt im Wert eines Bruchteiles eines Cents entscheidet über Liegenbleiben oder Ankommen ...a



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