Dies ist er, der Beitrag von, mit und über meine Hypermotard 1100.
Ich will hier ein bisschen dokumentieren was ich mit dem Motorrad technisch so anstelle in der Zukunft, sofern ich die Lust dazu verspüre :)
Also liebe Leute, wie kam es dazu. Mal kurzerhand vorne angefangen. Nachdem ich meine 955 verkauft hatte habe ich auf kleineres Gerät umgesattelt. Ich hatte meine Zweitaktcrosser und eine Husqvarna Bastelbude, die ich von Enduro auf Enduro/Supermoto Mischbetrieb umgebaut habe. Schnell fand ich gefallen an der aufrechten Sitzposition der Husqvarna. Für mich war es ein Wink mit dem Zaunpfahl. Die Wiederentdeckung der Langsamkeit. Nur ein paar Mal fuhr ich mit der Husky über meine damalige Hausstrecke und immer war mir klar, nicht die 140 Pferde meiner 955 machten hier den Spaßfaktor aus, die 50 der Husky reichten. Es war die Gewissheit, das man auch mal ohne Aua hier und Aua da bei der knallharten Raceergonomie des Superbikes, ohne ein Bein im Knast und das andere im Grab Motorrad fahren konnte. Toll, einfach toll.
Nun, die Tage gingen dahin, die Nächte wurden länger und der ausgesprochen hübsche Joerg (nach 12 Flaschen Bier, 6 Glas Cola Korn und nem Würfel Kümmerling) schickte mir andauernd so anzügliche Bilder und erzählte mir aufgeregt wilde Zweiventilgeschichten. Es ist ja nicht so als wäre das alles so einfach, ihr kennt das. Einmal das Virus im Blut ist man hoffnungslos verloren. Ich erinnere mich noch als wär es gestern, da sagte ich "jetzt halt endlich die Fresse! Du weisst doch wie schlimm das ist wenn man keine Ducati hat! Wenn ich mir in den Finger schneide, dann blute ich rot, also hör auf mit den Geschichteeeeeeeeeeeeeen!"
Aber es half nichts.
Viele Wochen und ein durchgeknüppelter Winter später saß ich jeden Tag vor Mobile. Hersteller: Ducati. Modell: Hypermotard. Ergebnisse schwankend zwischen 138 und 142.Preise: ab 7200€ aufwärts. Ich weinte jeden Tag in der Hoffnung irgendwas bezahlbares zu finden. Irgendwann kamen neue Bikes, aber selbst die günstigste Karre mit 6900 aus dem weit entferntem Örtchen Dossenheim war mir noch zu teuer. 4 Jahre gefahren und null Service, nicht mal Zahnriemen. Nein, wenn ich schon mein hart erarbeitetes Geld verpulvern würde, dann für was ordentliches. Ich schaute und schaute, bis ich die Eingebung hatte, bei ebay UK zu schauen.
Viele Telefonate später zeichnete sich eine Möglichkeit ab ein Motorrad von dort mit her zu bringen, bezahlbar. Wow! Gesagt, getan, mit dem nackten Finger drauf gezeigt und gekauft.
Die Überführung hierher war ein ziemlicher Akt. Hierbei möchte ich mich aber noch einmal ganz ganz herzlich bei testastretta, DruckDuc sowie deren Kumpel Colin für die vergebene Liebesmüh bedanken. Der Wille zählt Jungs und ich hab dem lieben Gott gesagt das ihr gut drauf seid, danke!
Im Endeffekt hat dann jemand hier "um die Ecke" ein alter Bekannter das Moped mit rüber gebracht. Gestern habe ich es dann endlich endlich endlich, nach laaaaaanger Wartezeit abgeholt. Das war so geil. So lange habe ich noch nie auf ein Motorrad gewartet. Als wir bei ihm vorfuhren, schaute ich vom Beifahrersitz durch das Fahrerfenster, die schmale Einfahrt hinein und sah sie dort stehen. Ihr rot leuchtete so kräftig, anmutig wartend stand sie dort und wartete auf mich! Ja, auf mich! Das letzte Mal das ich so aufgeregt war vor dem Kauf einer Karre ist schon ne Weile her.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich hab sie endlich hier zu Hause. Leider noch nicht angemeldet, deswegen blieb es bei einer ganz kurzen Fahrt um den Block um eine Bestandsaufnahme zu machen. Und hier beginnt nun die Geschichte meiner Hypermotard 1100.
Stand gestern war wie folgt.
Hypermotard 1100 Basis BJ 07, 4700 Meilen. Optischer Zustand ist ganz gut, technisch scheint sie bis auf kleinigkeiten ebenfalls ok. Die Kupplung funktioniert sauber, der Motor läuft im Stand und unter Last ruhig, die Bremse funktioniert soweit anständig. Gabel und Federbein haben Aufkleber von Kais Performance in England, aber ich hab keine Ahnung ob da nur eingestellt wurde oder was überarbeitet wurde.
Reifen sind Pirelli Diablo Corsa III drauf, Kupplungsseitig nur Pimmeltuning wie rote Druckplatte und schwarzer Kupplungsdeckel.
Dazu gabs noch ne Performance Sitzbank.
Motor is soweit ich das ersehen kann und gesagt bekommen habe Serie, neue Riemen sind drauf, Abgasanlage ist Serie aber angeblich "debaffled" also wohl hinten innen drin was rausgeschnitten (oder Klappe lahm gelegt, kann auch sein), genaues hat der Besitzer nicht gesagt. Ziemlich laut für ne Serienanlage muss ich sagen.
Pläne für die Gute sind zunächst Mal TÜVen morgen und Zulassung. Dann in naher Zukunft einmal auf einen Prüfstand und eine Ausgangsmessung machen, die ich im Fall einer Veränderung heran ziehen kann. Ich will das nämlich mal so machen dieses Mal, mit einer no bullshit Attitüde. Mittlerweile bin ich nämlich alt genug das ich mir eingestehen kann, das Tuning XY nichts gebracht. Ich denke, ich werde für die Prüfstandsgeschichte zu Befaster gehen. Das ist hier um die Ecke und ich hab dort keine geplanten Aufträge auf meiner Liste, so dass ich davon ausgehen kann, das die Messungen völlig faktisch basierend sind.
Mittelfristig hätte ich gerne einen SC Project Auspuff, der kommt aber nicht heute und nicht morgen. Dazu will ich mich mal an den Airboxmodifikationen zu schaffen machen und vielleicht diverse Möglichkeiten evaluieren, ob sie denn was taugen. Das steht aber ganz weit hinter "Fahren".
Was definitiv nicht so weit hinter "Fahren" steht ist die Beschaffung einer einstellbaren Schubstange. Bauen die da doch echt ne starre Strebe ein die Spackos. Dieser scheiss Geiz beim Motorrad bauen, das kotzt einen doch an. Ne Gussstrebe! Muss man sich mal reinfahren. Boah...
Wie dem auch sei, ich weiß worauf wir alle stehen. Bilder! Und die kommen jetzt. Keine Sorge, der Hund lebt noch.
Bis demäxt, wenn es wieder heisst: Affengeil Teil 3, nackt auf dem Pavianfelsen.


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