SLEIPNIR
„Eight legs and magic runes carved upon his teeth
thunder and lightning will sound beneath his feet” (Manowar)
Wie hier Ideensammlung 2-Ventil-Racer bereits angekündigt, will ich mir einen leichten, schönen, luftgekühlten, zweiventiligen BOT-Racer aufbauen.
Das Projekt soll mit der Zeit wachsen und reifen, wie ein guter Wein. Denn in der BOT läuft die Zeit nicht so schnell davon wie bei den modernen, wassergekühlten Vierventilern.
So verbrachte ich die letzten Monate damit, mein Geld mit Bedacht auszugeben, Teile zu sammeln, nachzudenken, Ideen wieder zu verwerfen. Das alles unter RPR Ralf´s strengem und kundigen Auge.
Den Grundstein legt der 1100er Hypermotard-Motor, den ich im November 2010 in Dresden abholte.
Lange Anreise, netter Verkäufer, tolle Stadt, Kackwetter.
Der Motor wird jedenfalls noch Ralfs Spezial-Kur über sich ergehen lassen. Mehr Qualm, weniger Gewicht und viel Ducati-2V-BOT-Voodoo!
Das Drumherum soll natürlich auch möglichst leicht, schön und schnell werden.
Uns lief glücklicher Weise ein günstiger, weil verunfallter 848 Rahmen über den Weg. Lässt sich richten und ist leichter als alle älteren Superbikerahmen. Außerdem hat er keine Querstrebe, die im Ansaugbereich stört.
So mussten wir uns also langsam Gedanken über die Hinterradführung machen.
Zunächst sollte es eine Cantileverschwinge werden, weil das direkt angelenkte Federbein mit Abstand die leichteste Variante ist.
So folgte also ein Paket mit einer SS-Schwinge der verstärkten Variante. Erworben bei USED-ITALIAN-BIKES zum fairen Kurs
Grob zusammengesteckt die Ernüchterung: 848 Rahmen und Hyper-Motor haben Versatz in der Schwingenaufnahme.
Die SS-Schwinge, bzw. Federbeinaufnahme muß außerdem bei dieser Konstellation massiv umgearbeitet werden.
Wir haben beschlossen, die Bohrung für die Schwingenachse im Motorgehäuse zu ändern, damit Motor und Rahmen zueinander passen und die Schwingenachse dennoch im Motorgehäuse und Rahmen geführt ist.
Die SS-Schwinge wird es aber trotz aller Leichtbaugedanken wohl doch nicht werden.
Aktuell ist eine neuere, schwarze 999 Schwinge in Planung. Sie wiegt zwar mit Umlenkung über 2 Kilo mehr als die SS-Schwinge, ist aber unkomplizierter zu verbauen.
Da das Mopped zu mir passen soll – also schlank, drahtig und klein – habe ich mich für einen 999 Tank entschieden. Der ist zwar schwerer als das 1098 Pendant, weil aus Stahl, aber auch extrem schlank im Knieschluß.
Finde ich extrem geil! Und vielleicht finde ich ja noch einen aus Carbon oder Alu.
Eine 999-Showa-Gabel und die axialen P4 34-34 Brembos fanden zwischenzeitlich ebenso den Weg zu mir wie diverser anderer Kleinkram, u.a. Ergal-Schaltwalze, Zündanlage etc., der nicht näher erläutert werden soll. Sicher geht davon eh einiges wieder weg und wird im Laufe der Zeit gegen leichtere und bessere Occassionen ersetzt. Beispielsweise das 1098 Federbein, dessen Ausgleichsbehälter an der 999 Schwinge einfach keinen Platz für den Reifen lässt. Oder die eigentlich viel zu selten benutzte und schwere 999 Bremsanlage hinten.
Tja, und da Sleipnir nicht nur leicht und schnell werden, sondern auch schön, filigran und zugleich aggressiv aussehen soll, stellte sich die Frage nach einer passenden Verkleidung.
Ich glaube, ich habe da die richtige Basis gefunden:
Ein Honda 125 RS Oberteil, das noch gekürzt wird, um als Halbschale den Blick auf die puristische Technik zu ermöglichen. Dazu der geile, schmale Honda 125 RS Höcker.
Hier mal ein Bild im grob zusammen gesteckten Zustand. Mir gefällt die Linie aus Verkleidung, Tank und Höcker jetzt schon.
Tja, das ist Stand der Dinge. Mein Beitrag ist erst mal geleistet. Ab jetzt hat Ralf das Sagen mit seinem Know-How, sowie Drehbank-Fräs-Bohr-Schweiß-Maschinenpark.
Über Anregungen und Kritik freue ich mich natürlich!
„One day on his back I shall ride
from the battlefield into the sky” (Manowar)
Bollergruß,
Armin
P.S.: Und denkt daran – Sardi passt auf und beisst alle Werksspione
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